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Bernhard

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Freitag, 20. April 2007, 16:58

Upgrade von Edgy auf Feisty (Ubuntu 7.04)....

Edit: Bitte doch nicht löschen, vielleicht ergibt sich hier doch noch etwas sinnvolles.

Inhaltlich falsch: Bootkernel ist immer noch der alte!)

Hallo Allerseits,

10 unzumutbare Zeitstunden habe ich gebraucht, um auf Feisty "upzugraden"
- Grund: mehrere Anläufe.

Vielleicht kann man meine nachfolgenden Erfahrungen in ein How-To einfließen lassen, nach dem einige Fragen ganz am Ende des überlangen Textes geklärt wurden.

Zunächst zu meinen Startvoraussetzungen meines Upgrades auf Ubuntu 7.04:

Backup der derzeitigen Edgy-Partition (ich brauchte das Backup, leider).

Edgy muß aktualisiert sein. Im Terminal am besten nochmal "apt-get update" starten.

Optional in (mit) Synaptic (Paketverwaltung) checken (via Aktualisierung), welche Packetquellen noch funzen. Evtl. deaktivieren. In Synaptic den ganzen Antivirus-Kram rausschmeißen. Evtl. müssen noch mehr Packete entfernt werden.

Am besten noch die Alternate-CD von Feisty brennen, die ist praktisch, wenn man das Upgrade mehrmals durchziehen muß - Das wiederholte Upgraden ausschließlich via Internet ist grausam zeitraubend. Aber bitte nicht die standardmäßige Live-CD hierbei brennen.


So, jetzt geht's los:

1. Mit dem Internet verbunden sein.
2. Aus Ubuntu Edgy heraus die Alternate-CD starten und dann "Upgrade" anklicken. Das Geduldsspiel ist dann nicht mehr ganz so groß. Die CD irgendwann im Prozess als Downloadquelle akzeptieren.
3. Die alte Konfiguration beibehalten (Auswahl taucht irgendwann auf).
4. Beim Installieren dabei bleiben und sich Programme, die den Inst.prozess stören, notieren!
5. Auftauchende Fehlerbenachrichtigungen (an Launchpad) nur als kleine Datei verschicken. Große Dateien kommen beim Server nicht an - so meine Erfahrung. Ubuntu soll schließlich vom Elend wissen.
6. Auch wenn irgendwann der Installationsprozess abstürzt (und dpkg --configure -a vom Installer beim Verabschieden veranlasst wird), ist dies ein Erfolg! Ganz, ganz wichtig: Weitermachen, nicht herunterfahren oder so. Jetzt ist es sehr kritisch, ein Neustart ist unter Umständen nicht mehr möglich (hab' ich erlebt). Man macht also weiter:
7. Synaptic aufrufen und Packete rausschmeißen. In meinen Fall hat ClamAV (...smtp) den Install.prozess am Schluß gegrillt! Ich hatte ClamAV und andere mir verdächtig erscheinende Packete entfernt. Sicherheitshalber habe ich nochmal "sudo apt-get update" im Terminal aufgerufen.
8. Neuer Versuch des Upgrades: Diesmal über die "Aktualisierungsverwaltung" (System--> Administration-->...) oben das Upgrade neu starten. Gfs. Schritte 4-7 wiederholen bei erneuten Abstürzen: Vor dem Upgradeprozess gilt es, durch das Streichen von Packeten in Synaptic die Störquellen zu reduzieren.
9.Fertig ist man dann, wenn der Updatemanager der Aktualisierungsverwaltung meldet, dass kein Update (Upgrade) mehr möglich ist! Bis dahin ist das Upgradespiel zu wiederholen.

Ich war dann trotzdem angenehm überrascht, dass Feisty nach dem Neustart lief, bloß nicht unter dem neuen Grub-Eintrag, sondern unter dem allerersten Eintrag, der die letzte Startposition innehat!

Hieraus folgt meine Frage:

Kann ich die neueren Kernel-Starteinträge im Grub-Startmanager (Einträge definiert in der Menu.lst) einfach löschen? Welche zu den Grubeinträgen zugehörigen Dateien wären noch zu löschen, Ordner, Namen? Kann ich den Bestand alter Kernels ungefährdet löschen?

Wie lösche ich am besten? Meine Idee ist es, Synaptic zu nutzen und danach apt-get autoclean zu starten. Gibt es noch bessere Löschalternativen?

Vielen Dank in voraus für die Geduld beim Lesen.

Ich freue mich auf Antworten,

Gruß
Bernhard
q. e. d.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Bernhard« (20. April 2007, 23:23)


ezazazel

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Freitag, 20. April 2007, 19:21

Lösch die alten kernel inkl. restricted modules und headern über Synaptic.
Einfach nach linux suchen und nach installiert anordnen.
Hat den positiven Nebeneffekt, das auch der grub neu geschrieben wird
Si non confectus, non reficiat (If it's not broken, don't fix it)
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Bernhard

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Samstag, 21. April 2007, 00:10

Re: Upgrade...

Danke ezazel,

nach dem ich dreimal die Partition wiederherstellt habe und das Upgraden auf das Neueste versuchte, bin ich am Abgrund einen Schritt weiter. Ein Upgrade mache ich nicht mehr! Entweder einige Dateien lassen sich ändern oder ich mache eine Neuinstallation. Insoweit bin ich für Deinen Tipp erstmal sehr dankbar. Könntest Du bitte Deinen Vorschlag konkretisieren, damit ich diesen richtig verstehen kann.

Der aktuelle Status: Die Upgradeprozedur konnte ich zum Ende bringen, nachdem ich den Antiviren-Scheiß von der Festplatte verbannt hatte.

Ich muß jetzt erstmal mit folgender Situation vorlieb nehmen:

Im Grub-Bootmenü gibt es neben dem Windows-Zugang (Auf Festplatte C) noch drei weitere, Ubuntu-Zugänge; sie zeigen alle auf die gleiche ext3-Partition (Festplatte D):

1. Neuester Kernel
2. den 17.11er-Kernel
3. dem 17.10er Kernel

zu 1.: läßt sich nicht starten, hängt sich gleich auf (noch Textmodus).
zu 2.: wechselt zwar in den Grafikmodus, der Fortschrittsbalken der Startanzeige friert aber gleich ein.
zu 3.: Läßt sich wie gewohnt starten. lsb_release -a zeigt aber Ubuntu 7.04 an. Ein kleiner Fortschritt.

Ich glaube, ich habe zwei mögliche Problemstellungen, um die neueren Kernel unter 1.) und 2.) zum Starten zu bekommen:
1. Dass der Upgrade-Manager beim Neu-Konfigurieren zu blöd ist, den Bootloader auf C zu erkennen. Zwei unterschiedliche Festplatten sind für das Teil vielleicht zu viel.
2. Dass meine Grafikkarte wohl ab jetzt zu alt ist für den Upgrademanager und man bei Ubuntu auch anfängt, "alte" Bauteile zu vergessen. Ich habe übrigens eine Matrox AGP-Grafikkarte mit 16 oder 32 MB RAM.

Was die Menu.lst angeht, ruinieren möchte ich sie nicht. Sie funktioniert. Es muß an anderer Stelle hängen. Eine Drehschraube könnte "/etc/kernel-image.conf" sein.

Beim Upgraden hatte ich immer folgende komische Fehlermeldungen (Versuch der Rekonstruktion): "Update initramfs Generating /boot/Grub-..." in Verbindung mit "CP: Stat 85-brtty.rules" und nochmal "Stat 05-options.rules". Oder so ähnlich.

Gibt es Lösungsideen?

Upgraden mit der Alternate-CD:

Wer mit der Alternate-CD upgraden will, muß Alt-F2 drücken und dann

Quellcode

1
gksu "sh /media/cdrom0/cdromupgrade"
eingeben, um die Upgrade-Prozedur über die Alternate-CD zu starten. /media/cdrom0/ ist bei mir der Pfad zum CDRom-Laufwerk, er kann auch anders lauten.
q. e. d.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Bernhard« (21. April 2007, 13:09)


basslord

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Samstag, 21. April 2007, 00:51

Hallo,

das klingt ja alles nach einem "interessanten" Tag. Jetzt weiß ich wieder, weshalb ich immer von diesen unsäglichen Upgrades abrate.

Zum Problem: brennend scheint das Nichtbooten des Feisty-Kernels zu sein? Die 17er sind Edgy-Relikte.

Wenn sie in der menu.lst stehen, ist das ein gutes Zeichen. Außer Ubuntu hast du ja nur noch ein Win auf C:\
Also keine weiteren Linux-Systeme, die sich um den MBR streiten.

Und die Kernel werden ja auch, hm, angebootet :D Ergo wird grub nicht das Problem sein. Weswegen ein 'sudo update-grub' wohl nichts bringen würde.

Natürlich kannst du die nichtfunktionierenden Kernel, wie ezazael bereits sagte, über synaptic löschen. Grub wird bei der Aktion neu geschrieben und es gibt nichts weiter zu beachten. Und daher auch nicht wirklich zu konkretisieren.
Danach muss man auch nichts autocleanen.

Geben die logs denn nichts Brauchbares her, weswegen das System nicht in die Pötte kommt?

Und ich gehe stark davon aus, dass mit der /etc/kernel-img.conf alles in Ordnung ist. Was willst du da groß ändern? Das bezieht sich auf jedes Kernel-Image. Oder genauer: nach jedem Kernel-Update wird sich darauf bezogen. Mein Tipp: Don't touch.

Tja, irgendwie bringt mich das zu der unvermeidbaren Frage, warum du nicht zwei Stündchen opferst und Feisty frisch installierst?
Dann kannst du auch sicher sein, dass alles läuft. Habe eben erst Feisty auf zwei Uralt-PCs installiert. Fluppte 1a.

Ein Backup hast du ja, also was spricht dagegen? Feisty mit einem 2.6.17er Kernel ist ja nicht gerade das gelbe vom Ei ;)

Gruß
Rodge
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Bernhard

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Samstag, 21. April 2007, 02:21

Hallo Rodge,

Danke für die Antwort. Ich werde mal die Live-CD testen.

Unter dem 2.6.17er Kernel läuft Ubuntu Feisty ja. Aber das Ganze müßte doch auch unter dem neuen Kernel gehen.

/lib/modules/2.6.20-15-generic/volatile ist im Gegensatz zu dem 2.6.17-10...-Ordner bei mir leer. Ist das normal? Weiß jemand die genaue Bedeutung dieses Ordners?

Gruß
Bernhard
q. e. d.