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Easyy-S

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Sonntag, 8. April 2007, 12:54

Installation von Ubuntu 7.04 auf HP Pavilion dv6133eu (broadcom 4311)

Dieses HowTo kann in Form eines PDFs in unserer Datenbank herunter geladen werden: download

Im Gegensatz zu Ubuntu 6.06 und 6.10, ist die Installation von Ubuntu 7.04 und die Einrichtung des W-LAN's ein Kinderspiel.


Verwendetes System: Ubuntu 7.04 alternate
Notebook: HP Pavilion dv6133eu
Grafik: Nvidia 6150 go
W-LAN: bcm4311



Probleme:
1. Ubuntu lässt sich nach der Installation nicht booten.
2. Das W-LAN lässt sich nicht nutzen.

Grund:
zu 1. Die VGA-Auflösung des Terminals muss angepasst werden.
zu 2. Der Chipsatz ( bcm4311 ) funktioniert mit dem Kernelmodul nicht.

Lösung:
zu 1. Auflösung auf 1024x768 umstellen.
zu 2. Installation des Windowstreibers mittels ndiswrappers.
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Sonntag, 8. April 2007, 12:59

Installation und erster Start

Anmerkung: Während und nach der Installation muss eine Internetverbindung zur Verfügung stehen.


Nach dem einlegen der CD und booten des Notebooks bekommt man auf dem ersten screen diverse Einstellmöglichkeiten angezeigt.
Neben der Umstellung auf deutsche Sprache, sollte man die Auflösung auf 1024x768 umstellen und die Installation dann beginnen.

Während der Installation wird man nach den möglichen Auflösungen des Xserver gefragt. Die Vorauswahl von 640x480, 800x600 und 1024x786 erweitert man um den Eintrag 1280x800. Das ist die maximale und optimale Auflösung für das dv6133eu.

Ist die Installation abgeschlossen wird das System neu gestartet. Wenn der bootloader 'grub' angezeigt wird, drückt man auf die Taste 'E' um den ersten Eintrag zu editieren.
Man selektiert die Zeile
kernel /boot/vmlinuz-2.6.20-14-generic .......
und drückt erneut auf die Taste 'E' seiner Tastatur. Mit den Pfeiltasten bewegt man den curser etwas nach links um die beiden Worte 'splash' und 'quiet' zu entfernen.
Das macht es möglich, beim booten von Ubuntu zu sehen, was alles geladen wird. Sollte es zu Problemen kommen, kann man diese einfacher erkennen und beheben.

Wichtig ist die Einstellung der VGA-Auflösung. Stellt man diese nicht auf 1024x768 lässt sich Ubuntu zeitweise nicht starten.
Dazu machen wir an der Stelle wo wir 'splash' und 'quiet' entfernt haben folgenden Eintrag:

Quellcode

1
vga=792

Das Zeichen '=' liegt auf der Taste " ' " ( oben rechts neben der 'delete-Taste' )

Hat man die Änderungen vorgenommen drückt man eimal auf 'Enter' und anschliessend auf die Taste 'B' um das System zu booten.

Sollte Ubuntu bei einem Bootvorgang mal hängen bleiben, bleibt meist nichts anderes übrig, als das Notebook auszuschalten. Dazu die Powertaste ein paar Sekunden gedrückt halten.

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Sonntag, 8. April 2007, 13:00

grub anpassen

Damit beim nächsten Bootvorgang die oben bereits temporär geänderte VGA-Auflösung permanent eingestellt bleibt, editieren wir die 'menu.lst'

Wieder auf einem Terminal angemeldet, startet man gedit und liest die menu.lst ein:

Quellcode

1
sudo gedit /boot/grub/menu.lst

In Zeile 89 befindet sich der Eintrag
## defoptions=quiet splash locale=de_DE

Dort entfernen wir wieder 'splash' und 'quiet' und fügen den Eintrag vga=792 hinzu.
Das sieht dann so aus:
## defoptions=vga=792 locale=de_DE

Wir aktuallisieren grub:

Quellcode

1
sudo update-grub

und starten nun das System einmal neu.

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Sonntag, 8. April 2007, 13:16

W-LAN in Betrieb nehmen

Das W-LAN ist seit Ubuntu 7.04 recht einfach einzurichten.

Es bedarf lediglich der Installation des ndiswrappers und des entfernen des Kernel-Moduls 'bcm43xx'
Anschliessend kann man die Netzwerkschnittstelle einrichten und mittels des Gnome-Networkmanager mit einem Accesspoint verbinden.

Vorbereitung

Zu aller erst, entfernen wir das Kernel-Modul 'bcm43xx' und verhindern ein künftiges laden beim Bootvorgang.

Quellcode

1
sudo rmmod bcm43xx

Dann editiert man die 'blacklist' und fügt einen neuen Eintrag hinzu.

Quellcode

1
sudo vi /etc/modprobe.d/blacklist

An beliebiger Stelle fügt man folgendes ein:

Quellcode

1
blacklist bcm43xx

Wo wir einmal beim editieren von Dateien sind, sorgen wir direkt dafür, daß der ndiswrapper künftig beim booten geladen wird.
Dazu editiert man die '/etc/modules' und fügt 'ndiswrapper' hinzu:

Quellcode

1
sudo vi /etc/modules

Hier wieder an beliebiger Stelle einen neuen Eintrag hinzufügen, der wie folgt aussieht:

Quellcode

1
ndiswrapper


ndiswrapper-Installation

Den ndiswrapper bekommt man auf http://sourceforge.net oder auch in unserer Datenbank.

Nach dem herunterladen, verschiebt man das Archiv nach /usr/src/.
Dort liegt es ganz gut, wenn man es zukünftig nochmal braucht.

Quellcode

1
sudo cp ndiswrapper-1.41.tar.gz /usr/src/

Man wechselt nach /usr/src/ und entpackt das Archiv.

Quellcode

1
2
cd /usr/src/
sudo tar xfvz ndiswrapper-1.41.tar.gz

Wir wechseln in das neue Verzeichnis, kompilieren den ndiswrapper und installieren ihn.

Quellcode

1
2
3
cd ndiswrapper-1.41
sudo make
sudo make install


Nun gilt es den Windowstreiber zu installieren. Diesen findet man in dem vorinstallierten Windows und heisst 'bcmwl5.inf' (oder hier im Anhang)
Dieser wird mit dem ndiswrapper installiert.

Bei den folgenden Befehlen gehen wir davon aus, daß die benötigten Treiberdateien in /home/treiber liegen.


Treiber installation:

Quellcode

1
sudo ndiswrapper -i /home/treiber/treiber.inf

Ein alias 'wlan0' legt man wie folgt an:

Quellcode

1
sudo ndiswrapper -m

Jetzt kann das ndiswrapper Kernelmodul geladen werden:

Quellcode

1
sudo modprobe ndiswrapper

Nun sollte die W-LAN-LED am Notebook von orange auf blau umschwenken.
Ist dies nicht der Fall kann ein Neustart des System Abhilfe schaffen.
»Easyy-S« hat folgende Datei angehängt:

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Sonntag, 8. April 2007, 13:28

Netzwerk einrichten

Statisch

Ist alles wie oben beschrieben abgeschlossen, sollte man nun im Menü System / Administration / Netzwerk die W-LAN-Schnittstelle vorfinden.

Die normale Kabelgebundene Verbindung deaktiviert man am besten.

In die Eigenschaften der Funkverbindung trägt man einen beliebigen Netzwerknamen (ESSID) ein, damit die IP-Eingaben erhalten bleiben.
Das Netzwerkpasswort braucht nicht eingetragen zu werden. Das erledigt man anschliessend über den Gnome-Networkmanager.
Man gibt der Schnittstelle eine statische IP, schliesst den Dialog und überprüft noch einmal, ob die Funkverbindung aktiv gesetzt wurde.

Im oberen Panel findet man ziemlich weit rechts den Networkmanager. Klickt man ihn einmal mit der linken Maustaste an, sollten alle verfügbaren Funknetzwerke angezeigt werden.
Man wählt sein Netzwerk aus und bekommt einen Dialog zu sehen, in den der Netzwerkschlüssel eingetragen werden muss.
Die Einstellungen in diesem Dialog kann man auf 'automatisch' stehen lassen. Der Networkmanager erkennt in der Regel alles richtig.

An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, daß man bei der Verschlüsselung WPA oder WPA2 nichts weiter einrichten braucht.
Wer sich bisher mit dem wpa_supplicant und/oder dem wpa_gui abgemüht hat, braucht dies nicht mehr zu tun.

Das war's. Viel Spaß mit dem dv6133eu und dem funktionierenden W-LAN.

Dynamisch

Natürlich lässt sich das ganze auch dynamisch mittels DHCP betreiben. Sollte der Gnome-Networkmanager mit einer statischen konfiguration nicht zu recht kommen, ist man dazu quasi gezwungen.

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Sonntag, 8. April 2007, 13:39

nvidia-Treiber installieren

Wer möchte kann noch den nvidia Grafikkartentreiber installieren.
Es ist zwar nicht zwingend notwendig, jedoch ratsam, da die Installation sehr einfach und schnell von statten geht.

Dabei wäre noch zu erwähnen, daß einige Pakete deinstalliert werden müssen, damit der Nvidiatreiber den reboot des Systems überlebt.
Entfernt man die Pakete nicht, kommt es nach jedem reboot zu einer Fehlermeldung und der xserver wird nicht gestartet.

Pakete deinstallieren

Quellcode

1
sudo apt-get remove xserver-xorg-video-nv nvidia-kernel-common


Installation

Auf der website von nvidia lädt man sich den aktuellen Treiber für linux herunter.
Dabei darauf achten, daß man den 'Aktuellen Treiber' und nicht den 'Legacy' herunterlädt.

Nach dem download meldet man sich von Gnome ab. Sieht man den login-Bildschirm schaltet man mit der Tastenkombination 'Strg + Alt + F1' auf das erste Terminal um, drückt anschliessend einmal auf die Enter-Taste und melden sich am System an.

Wir stoppen den Gnome-Desktop-Manager:

Quellcode

1
sudo killall gdm

Jetzt installieren wir die Entwicklungspakete für den xserver (xorg-dev). Das sollte man nicht vergessen. Ohne dieses Paket lässt sich das nvidia-Kernel-Modul nicht korrekt erstellen !

Quellcode

1
sudo apt-get install xorg-dev build-essential

Man wechselt in das Verzeichnis, in dem der zuvor heruntergeladene nvidia-Treiber liegt, ändert die Dateirechte und startet dessen setup:

Quellcode

1
2
sudo chmod 777 NVIDIA-Linux-x86-1.0-9755-pkg1.run
sudo ./NVIDIA-Linux-x86-1.0-9755-pkg1.run

In meinem Fall handelt es sich um Version 1.0-9755 des Treibers. Die Versionsnummer ist ggf. anzupassen.

Setup

Das Treibersetup ist relativ einfach. Es gibt nichts einzustellen.
Alle Fragen die einem begegnen, werden einfach bestätigt.

Einzig der Punkt an dem man gefragt wird, ob die nvidia-xconfig automatisch gestartet werden soll, bestätigt man mit 'ja'. ( die Vorauswahl steht auf nein )

Ist das setup abgeschlossen kann gdm wieder gestartet werden.

Quellcode

1
sudo gdm start


Wenn das System wieder hochgefahren wurde, sollte man von einem nvidia-Bild begrüsst werden.