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ezazazel

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Montag, 19. Februar 2007, 19:56

Einführung in das Terminal / Kommandozeile

Anmerkung zum HOWTO: Dieses HOWTO wird von mir immer weiterentwickelt. Um die Übersicht zu wahren, wird die jeweils neueste Änderung wird von mir rot gekennzeichnet. Nach Abstand von zumindest einer Woche zwischen den Änderungen, wird rot wieder zu schwarz.

Da es offensichtlich immer wieder Probleme mit dem mächtigsten Werkzeug von LINUX/UBUNTU gibt, mache ich mich mal auf ein kleines HOWTO für die Besonderheiten der Konsole unter Linux zu schreiben.
Si non confectus, non reficiat (If it's not broken, don't fix it)
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Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von »ezazazel« (22. April 2007, 11:57)


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Sonntag, 22. April 2007, 11:58

1.Grundlagen
1.1 Wie komme ich in die Konsole
Es gibt mehrere Möglichkeiten die Konsole zu nutzen, hier die zwei wichtigsten exemplarisch dargestellt:

a) xTerm - ein Konsolenfenster in der graphischen Umgebung
Auf Hauptmenü>Zubehör>Terminal klicken
oder alternativ
die Tastenkombination ALT+F2 und in der Eingabeaufforderung

Quellcode

1
xterm

eingeben.

b) TTY nutzen - außerhalb von der graphischen Oberfläche arbeiten
Zuerst muss einmal verstanden werden, dass die graphische Oberfläche auf Linux aufgesetzt ist. Das bedeutet, dass ich mehrere Windowmanager paralell installieren und abwechselnd nutzen kann. Aufegsetzt ist dies auf dem Basissystem, dessen Herz der Kernel ist. Es muss demnach also möglich sein, auch außerhalb von X (dem graphischen Ausatz) zu arbeiten.
Das ist es auch, mittels den TTYs, den virtuellen Terminals.
Man kommt dorthin durch drücken der Tastenkombination

Zitat

STRG+ALT+F1

Damit kommt man zum ersten Terminal. Es ist aber auch möglich

Zitat

STRG+ALT+F2

einzugeben und so auf das zweite Terminal zu wechseln.
Auf

Zitat

STRG+ALT+F7
ist die graphische Oberfläche von UBUNTU aufgesetzt.
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Sonntag, 22. April 2007, 11:58

1.2. Eingaben auf der Konsole sind CASE SENSITIVE
Ein beliebter Fehler von Windows-Umsteigern ist zu vergessen, dass Linux (also auch UBUNTU) case sensitve ist, also zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird.
Es ist daher ein Unterschied, ob man

Quellcode

1
cp /home/benutzername/.Xauthority /home/benutzername/.xauthority.old

oder

Quellcode

1
cp /home/benutzername/.Xauthority /home/benutzername/.Xauthority.old

eingibt.
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Sonntag, 22. April 2007, 11:59

1.3. Automatische Vervollständigung von Befehlen
Linux (also auch UBUNTU) ist, wie oben bemerkt auf der Konsole sehr mächtig. Die Standard-Shell ist BASH und die liefert einige Hilfsmittel.
So werden zum Beispiel Befehle durch drücken der TAB-Taste (zweite Taste unterhalb von ESC, ganz links oben) vervollständigt.
Am einfachsten ist dies an einem Beispiel zu erklären.
Probiert einfach einmal folgendes

Quellcode

1
cd /ho
+ TAB Taste drücken
Was passiert? Auf der Konsole steht wie durch ein Wunder

Zitat

cd /home/

Oder ein anderes Beispiel:
Gebt folgendes ein:

Quellcode

1
cd ~/De
+ TAB Taste drücken
Was bekommen wir

Zitat

cd /home/deinbenutzername/Desktop


Nach dem selben System funktioniert auch die Vervollständigung von Befehlen.
Als Beispiel:
Eingabe auf der Konsole

Quellcode

1
fire
+ TAB Taste + ENTER
und siehe da, Firefox startet (dieser Befehl setzt voraus, dass ihr xterm benutzt habt, also auf der graphischen Oberfläche arbeitet)
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Sonntag, 22. April 2007, 11:59

1.4 Leerzeichen im Dateinamen - was jetzt?
Auch Leerzeichen dürfen in Dateinamen verwendet werden, doch wie greift man darauf zu. Vor dem Leerzeichen gibt fügt man ein Backslash, also dieses Zeichen

Quellcode

1
 \

hinzu.
Zum Beispiel beim Erstellen einer leeren Datei mit Namen

Zitat

Ich bin eine leere Datei

gibt man folgendes auf der Konsole ein

Quellcode

1
touch Ich\ bin\ eine\ leere\ Datei
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Sonntag, 22. April 2007, 12:00

1.5 Versteckte Dateien
Versteckte Dateien beginnen unter Linux mit einem Punkt, also zum Beispiel

Zitat

.wine


Dateien die mit einem Punkt beginnen werden standardmäßig weder unter Nautilus (dem Dateimanager unter GNOME), und auch nicht durch den Konsolenbefehl

Quellcode

1
ls

angezeigt.
Ein Wechsel in das Verzeichnis ist durch Eingabe des vollen Dateinamens möglich.
Angezeigt werden die Dateien mittels des Befehls

Quellcode

1
ls -a

Auch funktioniert die Autovervollständigung wie oben beschrieben.
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Sonntag, 22. April 2007, 12:01

1.6 Und er letzte Befehl war...
Die Shell speichert die letzten Befehle eines Benutzers - so ist es möglich dieselben Befehle öfter hintereinander einzugeben. In der History bewegt man sich mit den Pfeiltasten RAUF / RUNTER.
Wenn also die letzten Befehle

Quellcode

1
2
3
cd ..
cd Desktop
ls -la

waren, so kann man durch drücken der Pfeiltatste nach oben zum letzten Befehl wechseln, also in diesem Fall

Quellcode

1
ls -la

wechseln.
Zweimaliges klicken bringt uns zum Befehl

Quellcode

1
cd Desktop


Will man in das letzte Verzeichnis wechseln so genügt die Eingabe von

Quellcode

1
cd -

also cd und das Minuszeichen. Ein erneutes Eingeben dieses Befehls wechselt wieder in das vorherige Verzeichnis zurück.
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Sonntag, 22. April 2007, 12:01

1.7 Zugriff verweigert, was nun..
Linux nutzt ein ausgeklügeltes System von Zugriffsberechtigungen. Das hat zur folge, dass nur Dateien gelesen, geschrieben und ausgeführt werden dürfen, die sich im Besitz des jeweiligen Nutzers befinden.
Prinzipiell kann man sagen, dass alle Dateien im Ordner

Zitat

/home/deinbenutzername

dem Benutzer mit dem dazugehörigen Namen gehören, er also lesen, schreiben und ausführen darf.
Anders ist es bei Dateien außerhalb dieses Verzeichnisses.
Je nach Einstellung, darf der Benutzer nur lesen oder ausführen, manchmal nicht einmal das.
Linux kann einer Datei drei verschiedene Berechtigungen setzen:

dem Besitzer, einer Gruppe und allen Anderen.
Eine Datei kann demnach so definiert werden, dass der Besitzer alles darf, die eingestellte Gruppe lesen und ausführen, alle Anderen nur lesen dürfen.

Doch wie jetzt eine Datei verändern bzw. ausführen die einem nicht gehört. Das selbe passiert auch bei der Installation, wo Dateien in Verzeichnisse geschrieben werden, die einem nicht gehören.

Das Zauberwort in diesem Fall heißt

Quellcode

1
sudo


Sudo lässt einen berechtigten Benutzer (also dem ersten durch Ubuntu während der Installation angelegten Benutzer) kurzzeitig als systemweiter Administrator zu arbeiten.

Hiezu fügt man sudo vor dem Befehl hinzu. Zum Beispiel

Quellcode

1
sudo cp /home/deinbenutzername/ZukopierendeDatei /opt/

Die Zukopierende Datei darf nun im Verzeichnis opt gespeichert werden, obwohl dieser Ordner einem nicht gehört.
Zur Sicherheit fragt Linux nach dem Passwort, es muss jenes eingegeben werden, dass dem Benutzer zugeordnet ist.
Nach ungefähr 10 Minuten, vergisst Ubuntu das Passwort wieder, bei einem erneuten sudo - Befehl, muss es erneut eingegeben werden.
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9

Sonntag, 22. April 2007, 12:02

2. Wichtige Konsolenbefehle
2.1 Change Directory
Zum Wechseln von Verzeichnissen.

Quellcode

1
cd

Möglichkeiten zur Nutzung:

Quellcode

1
cd ..

Eine Ebene in der Verzeichnishierarchie zurück
zum Beispiel von

Zitat

/home/deinbenutzername/Desktop

auf

Zitat

/home/deinbenutzername/


Quellcode

1
cd /

Auf oberste Ebene der Verzeichnishierarchie, dem so genannten root Verzeichnis.
zum Beispiel von

Zitat

/home/deinbenutzername/Desktop

auf

Zitat

/


Quellcode

1
cd ~

Wechselt in das Homeverzeichnis des angemeldeten Benutzers.
zum Beispiel von

Zitat

/

auf

Zitat

/home/deinbenutzername


Quellcode

1
cd ../Verzeichnisname

Wechselt vom Verzeichnis zuerst eine Ebene höher, dann in das gewählte Verzeichnis.
zum Beispiel von

Zitat

/home/deinbenutzername/Desktop

auf

Zitat

/home/deinbenutzername/Verzeichnisname


Quellcode

1
cd -

Wechselt in jenes Verzeichnis, in dem man sich zuletzt - vor dem letzten cd Befehl - bewegt hat. Ein erneutes Eingeben von cd - wechselt wieder in das Verzeichnis zurück.
Zum Beispiel:

Zitat

dein-benutzername:/home$ cd /opt
dein-benutzername:/opt$cd -
dein-benutzername:/home$



2.2 List
Listet die Dateien eines Verzeichnisses auf.

Quellcode

1
ls

Möglichkeiten zur Nutzung:

Quellcode

1
ls TeiledesNames*

Listet alle Dateien auf die mit einer bestimmten Zeichenkette beginnen.
zum Beispiel im Homeverzeichnis

Zitat

ls .w*

eingegeben liefert

Zitat

.wapi:
shared_data-eza-laptop-Linux-i686-308-10-0
shared_fileshare-eza-laptop-Linux-i686-36-10-0

.wine:
dosdevices drive_c system.reg userdef.reg user.reg


Quellcode

1
ls -la

Listet alle Dateien, inklusive der Versteckten auf und zeigt erweiterte Informationen an.
zum Beispiel im Homeverzeichnis

Zitat

ls -la

eingegeben liefert (auszugsweise)

Zitat

drwx------ 2 eza eza 4096 2007-02-18 00:53 .scim
drwx------ 3 abc abc 4096 2007-02-14 19:47 .Skype
drwxr-xr-x 2 abc abc 4096 2007-02-19 17:00 .wapi
drwxr-xr-x 9 abc abc 4096 2007-02-14 17:36 win2day
drwxr-xr-x 4 abc abc 4096 2007-02-18 16:33 .wine
-rw------- 1 abc abc 121 2007-02-19 17:00 .Xauthority
drwxr-xr-x 2 abc abc 4096 2007-02-15 23:10 .xine
-rw-r--r-- 1 abc abc 8132 2007-02-19 20:50 .xsession-errors


2.3 Copy
Kopiert Dateien von einem Ort zu einem anderen.

Quellcode

1
cp

Möglichkeiten zur Nutzung:

Quellcode

1
cp ../verzeichnis1/datei1 /home/benutzername/verzeichnis2/datei1

Kopiert eine Datei mit Namen datei1 des Ordners verzeichnis1, welcher eine Ebene höher liegt in das Verzeichnis home/benutzername/verzeichnis2/

2.4 Move
Verschiebt eine Datei von einem Ort zu einem anderen. Kann auch für das Umbenennen von Dateien verwendet werden.

Quellcode

1
mv

Möglichkeiten zur Nutzung:

Quellcode

1
mv ../verzeichnis1/datei1 /home/benutzername/verzeichnis2/datei1

Verschiebt eine Datei mit Namen datei1 des Ordners verzeichnis1, welcher eine Ebene höher liegt in das Verzeichnis home/benutzername/verzeichnis2/

Quellcode

1
mv datei1 datei2

Benennt datei1 in datei2 um.

2.4 Remove
Löscht eine Datei oder einen Ordner.

Quellcode

1
rm


2.5 Touch
Erstellt eine nicht vorhandene Datei beziehungsweise ändert den Zeitstempel bei vorhandenen Dateien

Quellcode

1
touch
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ezazazel« (27. April 2007, 22:07)


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Sonntag, 22. April 2007, 23:22

Hier eine kleine Hilfe zum Ausdrucken, der Linux Spickzettel.
Anmerkung: Diese Bilder wurden nicht von meiner Person erstellt sondern von
Dipl.Inf. (FH) Bernd Schwägerl und
Dipl.Inf. (FH) Stefan Edenhofer
»ezazazel« hat folgende Datei angehängt:
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