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Easyy-S

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Freitag, 19. Januar 2007, 00:11

LevelOne WNC0301 mit rt73 (rt73usb) inkl. WPA2

Dieses HowTo kann in Form eines PDFs in unserer Datenbank herunter geladen werden: download

Umgebung: Ubuntu 6.10
W-LAN USB-Stick: LevelOne WNC0301 V.3 mit rt73 Chispsatz



Der USB-W-LAN-Stick wird unter Edgy von hause aus erkannt und wird als wlan0 im System angezeigt.
Das zugehörige Kernelmodul 'rt73usb' wird auch automatisch geladen, funktioniert jedoch leider nicht.

Ich habe mehrere Versuche gestaratet, den Stick out of the box ans laufen zu bekommen. Alles ohne Erfolg.
Die Einrichtung des Sticks bedarf des Treibers von Ralink, des Herstellers des Chipsatzes.

Die Einrichtung ist nicht ganz ohne, aber nach erfolgreicher Installation läuft das ganze absolut stabil.
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Freitag, 19. Januar 2007, 00:11

Vorbereitung

Ein paar Vorbereitungen:

tofrodos braucht man, um die Treiberdateien von Ralink zu konvertieren.

Quellcode

1
sudo apt-get install tofrodos

build-essential muss ebenfals installiert sein:

Quellcode

1
sudo apt-get install build-essential

Die Kernelquellen (headers) sollten von hause aus bereits vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, diese nachinstallieren.

Nun entledigt man sich den Kernelmodul 'rt73usb' indem man zuerst entlädt und dann blacklistet, damit es beim nächsten Start des Systems nicht wieder geladen wird:

Quellcode

1
sudo rmmod rt73usb

Quellcode

1
sudo vi /etc/modprobe.d/blacklist

Hier erstellt man einen neuen Eintrag

Quellcode

1
blacklist rt73usb
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Freitag, 19. Januar 2007, 00:11

Treiber von Ralink installieren

Auf der Website von Ralink findet man einen Treiber für Linux, den man sich herunterlädt.
http://www.ralinktech.com/ralink/Home/Support/Linux.html
Der Name des Treibers wird 'fälschlicherweise' als 'RT2571W/RT2671USB' angezeigt.
Beim herunterladen sieht man jedoch, daß der Treiber den Namen 'RT73.....' trägt. Den braucht man.

Den Treiber findet man auch in unserer Datenbank.

Nach dem herunterladen des Treibers, wird das Archiv entpackt ( in meinem Beispiel die Version 1.0.3.6. Die Versionsnummer ist ggf. anzupassen )

Quellcode

1
tar xfvz RT73_Linux_STA_Drv1.0.3.6.tar.gz

Man wechselt in das Verzeichnis 'Module' in dem neu entstandenen Verzeichnis (darauf basieren alle folgende Befehle).
Dort müssen zu erst die Dateirechte aller Dateien geändert werden:

Quellcode

1
chmod -R 755 *

Nun konvertiert man die Dateien:

Quellcode

1
fromdos *

Der 'Makefile.6' ist für Kernelversionen 2.6.x und muss in 'Makefile' umbenannt werden.

Quellcode

1
mv Makefile.6 Makefile

Jetzt kann das ganze kompiliert und installiert werden:

Quellcode

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make
sudo make install

Dabei wird auch das alias rausb0 angelegt, welches der name für die Schnittstelle ist ( anstatt wlan0 )
In /lib/modules/2.6.17-10-generic/extra/ sollte nun die Datei rt73.ko zu finden sein.

Die Firmware ( Treiber ) benötigt ein Verzeichnis, welches man manuell anlegen muss:

Quellcode

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2
sudo mkdir /etc/Wireless
sudo mkdir /etc/Wireless/RT73STA

In das neue Verzeichnis kopiert man nun zwei Dateien:

Quellcode

1
sudo cp rt73.bin rt73sta.dat /etc/Wireless/RT73STA/

Das Einrichten der Hardware ist hiermit abgeschlossen. Nun muss das Netzwerk bzw. die neue Schnittstelle konfiguriert werden.
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Freitag, 19. Januar 2007, 00:12

Netzwerkkonfiguration

In einem Editor seiner Wahl, öffnet man die /etc/network/interfaces und entfernt dort die Einträge für 'wlan0'
Anschliessend fügt man die neuen Einträge für 'rausb0' hinzu.
Wichtig hierbei ist der Eintrag 'pre-up ifconfig rausb0 up' !

Die IP-Adressen und die ESSID sind den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Sie dienen lediglich als Beispiel !
Bei dieser Konfiguration wird keinerlei Verschlüsselung für das W-LAN eingesetzt. Zur Einrichtung und zum testen, sollte man einen eventuell vorhandene Verschlüsselung temporär deaktivieren.
Weiter unten wird auf die WPA2-Verschlüsselung eingegangen.

Quellcode

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# rt73 - statisch, ohne DHCP

iface rausb0 inet static
pre-up ifconfig rausb0 up
address 192.168.1.100
netmask 255.255.255.0
network 192.168.1.0
broadcast 192.168.1.255
gateway 192.168.1.1
wireless-essid ESSID
dns-nameservers 192.168.1.1

auto rausb0

Die neue Konfiguration wird gespeichert, der USB-Stick entfernt und der Rechner neugestartet.
Den USB-Stick erst wieder einstecken, wenn das System komplett hochgefahren ist !

Der W-LAN Accesspoint sollte sich nun pingen lassen.
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Freitag, 19. Januar 2007, 00:12

WPA2

Nun geht es an die Verschlüsselung mit WPA2


Den wpa_supplicant 0.5.5 der in unserer Datenbank zu finden ist, herunterladen und entpacken.
Der in Ubuntu enthaltene wpa_supplicant braucht nicht deinstalliert werden. Bei der nachher folgenden Installation des wpagui's würde er eh wieder mit installiert werden.

Im Verzeichnis des RT73-Treibers befindet sich ein Ordner WPA_supplicant, in dem sich die Dateien driver_ralink.c und driver_ralink.h befinden, die in das wpa_supplicant-0.5.5-Verzeichnis kopiert werden.

In das wpa_supplicant-0.5.5-Verzeichnis wechseln und in die Datei 'defconfig' folgendes einfügen:

Quellcode

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# Driver interface for Ralink rt73 driver
CONFIG_DRIVER_RALINK=y

Dies am besten unter den ndiswrapper-Eintrag. Da lässt er sich gut wiederfinden.
# Driver interface for ndiswrapper
#CONFIG_DRIVER_NDISWRAPPER=y

In die Datei 'drivers.c' trägt man folgendes ein:
( In den ersten Textblock der Datei )

Quellcode

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#ifdef CONFIG_DRIVER_RALINK
extern struct wpa_driver_ops wpa_driver_ralink_ops; /* driver_ipw.c */
#endif /* CONFIG_DRIVER_RALINK */

( In den zweiten Textblock der Datei )

Quellcode

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3
#ifdef CONFIG_DRIVER_RALINK
&wpa_driver_ralink_ops,
#endif /* CONFIG_DRIVER_RALINK */

Zur Wiederfindung suchen wir uns beide male den Eintrag für den ndiswrapper und fügen die neuen Einträge darunter ein.

Das sieht dann wie folgt aus:

Quellcode

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#ifdef CONFIG_DRIVER_NDISWRAPPER
/* driver_ndiswrapper.c */
extern struct wpa_driver_ops wpa_driver_ndiswrapper_ops;
#endif /* CONFIG_DRIVER_NDISWRAPPER */
#ifdef CONFIG_DRIVER_RALINK
extern struct wpa_driver_ops wpa_driver_ralink_ops; /* driver_ipw.c */
#endif /* CONFIG_DRIVER_RALINK */

Quellcode

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#ifdef CONFIG_DRIVER_NDISWRAPPER
        &wpa_driver_ndiswrapper_ops,
#endif /* CONFIG_DRIVER_NDISWRAPPER */
#ifdef CONFIG_DRIVER_RALINK
        &wpa_driver_ralink_ops,
#endif /* CONFIG_DRIVER_RALINK */

Nun editiert man den 'Makefile'. Dort fügt man ( wieder unter den ndiswrapper ) folgende Zeilen ein:

Quellcode

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ifdef CONFIG_DRIVER_RALINK
CFLAGS += -DCONFIG_DRIVER_RALINK
OBJS_d += driver_ralink.o
endif

Die 'defconfig' wird nach '.config' kopiert.

Quellcode

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cp defconfig .config

Bevor die ganze Sache mit einem 'make' kompiliert werden kann, muss libssl-dev installiert werden.

Quellcode

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sudo apt-get install libssl-dev
sudo make


Beim kompilieren kommt es zu diversen Fehlermeldungen wie dieser:
driver_ralink.h:238: warning: ‘packed’ attribute ignored
Das kann ignoriert werden und hat keinelei Auswirkungen auf die Funktionsweise des wpa_supplicants !

wpa_supplicant wird nicht installiert ! Also kein 'make install' ausführen !

Zur künftigen Nutzung kopiert man das wpa_supplicnat-0.5.5-Verzeichnis nach /opt/

Quellcode

1
sudo cp -r wpa_supplicant-0.5.5 /opt/

In /etc/ eine Datei namens 'wpa_supplicant.conf' mit folgendem Inhalt anlegen:

Quellcode

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ctrl_interface=/var/run/wpa_supplicant
ctrl_interface_group=0
update_config=1

Mehr bedarf es nicht !


Den wpa_supplicant starten:

Quellcode

1
sudo /opt/wpa_supplicant -c /etc/wpa_supplicant.conf -i rausb0 -D ralink

Nach Ausführen dieses Befehls, ist das Terminal erstmal nicht mehr zu gebrauchen, weil dort das Programm läuft !



Die hier angehängten Dateien, beinhalten alle hier beschriebenen Änderungen.
Das Archiv einfach herunterladen, entpacken und die Dateien in das wpa_supplicant-0.5.5-Verzeichnis kopieren.
Einzig das umbenennen der defconig nach .config muss noch durchgeführt werden. Die wpa_supplicant.conf ist auch nicht enthalten.
»Easyy-S« hat folgende Datei angehängt:
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Freitag, 19. Januar 2007, 00:12

Verbindung aufbauen mit wpa_gui

Jetzt bedienen wir uns eines grafischen Programms ( wpagui ) um die Verbindung zum AP herzustellen.

Zuvor aktiviert man die WPA-Verschlüsselung auf seinem Accesspoints.
Wer detailliertere Informationen zu WPA2 benötigt: W-LAN Verschlüsselung mit WPA2
Auf einem Terminal installiert und startet man das wpagui:

Quellcode

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2
sudo apt-get install wpagui
sudo wpa_gui

Auch hier ist das Terminal erst einmal nicht mehr verwendtbar, da wpa_gui nun darauf läuft.

Es öffnet sich ein kleines Fenster, in dem man auf 'Scan' klickt. Ein weiteres Fenster öffnet sich, in dem der eigene Accesspoint angezeigt werden sollte.
Diesen wählt man mit einem Doppelklick aus und trägt seinen WPA-Key, den man zuvor erstellt hat und auch auf dem AP eingetragen wurde, in das Feld 'PSK' ein.
Nun kann mit dem Accesspoint verbunden werden.


Well done :)
Easyy-S

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Sonntag, 11. Februar 2007, 12:57

Nach einem Kernelupdate

Ist die ganze Sache einmal eingerichtet und es kommt irgendwann zu einer Aktuallisierung des Kernels, sind die oben bereits durchgeführten Schritte noch einmal durchzuführen.
Der Übersicht halber, liste ich diese hier noch einmal seperat auf.

Zu Beginn sollte man die alten Dateien, die beim kompilieren erstellt wurden löschen.
In das Verzeichnis 'Modules' der Treiberquellen wechseln

Quellcode

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make clean

Dann kompiliert man die Sache mit den neuen Kernelquellen neu:

Quellcode

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make
sudo make install

Die neu erzeugten Dateien kopiert man wieder nach /etc/Wireless/RT73STA/

Quellcode

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sudo cp rt73.bin rt73sta.dat /etc/Wireless/RT73STA/


Jetzt sollte der USB-Stick und somit auch das W-LAN wieder funktionieren.
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