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Walter_vdV

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Mittwoch, 29. Juni 2011, 18:04

Versuch einer Parallelinstallation oder wie man sich einen ganzen Tag versaut und zwischenzeitlich noch den PC zerschiesst

Hallo zusammen,
dass ist jetzt eigentlich keine Frage, sondern eher ein Erfahrungsbericht. Nach dem ich mich für Linux Mint LXDE als erste Alternative für Ubuntu-Unity entschieden habe, habe ich mir "Linux Mint -11 LXDE - 32bit-rc.iso" runtergeladen. Zuerst habe ich das ganze zum Antesten erst mal in einer Virtuellen Maschine installiert. Funktionierte prima nur eben mit den Einschränkungen einer VM (Bildschirmgrösse etc.). Nach umfangreichen Recherchen bezüglich einer Parallelinstallation (das üblich halbe Jahr Studium von Linunx/Gnome/Ubuntu.... wie eben auch vor der Installation eines Texteditors) noch mal hier im Forum nachgefragt und mir zur Sicherheit meine Erkenntnisse bestätigen lassen bzw. zusätzliche Tipps geholt (DANKE noch mal Montiernix).
Da CD/DVD für mich Anachronismen (auch wegen Umweltüberlegungen) sind, mit dem genialen Tool "Startmedienersteller" (letzten schlechten Erfahrungen mit diesem Tool waren in 10.04, also vor über einem Jahr) eine bootbaren Stick erstellt. PC gestartet -> Fehlermeldung "vesamenu.c32 : not a COM32 image". Abgesehen davon, dass ich ein 100%-Spezialist bin und alle kryptischen Fehlermeldungen sofort eine Lösungsmöglichkeit in meinem Gehirn produzieren, habe ich nach Studium des entsprechenden Wiki-Artikels festgestellt, dass dieser Fehler ja schon seit einem Jahr besteht und das der Startmedienersteller eigentlich nur brauchbare Ergebnisse liefert wenn auch der Goldfisch des Programmierers gerade seinen Nachtisch verspeist hat und dieser ihm auch geschmeckt hat. Aber dazu ein gesonderter Artikel.
Nicht lange mit dem Problem aufgehalten - doch eine CD gebrannt (Brennprogramm Brasero! siehe gesonderter Artikel).
CD eingelegt PC gestartet -> Startbildschirm -> durchweg schwarzer Bildschirm (nicht ganz richtig, zwischendurch mal ein paar statische weisse Pünktchen und der Schriftzug "ready"). Gott sei Dank hat der Mensch ja nicht nur Augen sondern auch Ohren und an den Zugriffen auf das CD-LW konnte man hören das sich was tut. Ich finde, die Multitasking-Fähigkeit des Menschen haben die Entwickler (im Gegensatz zu Ihren Programmen) genial in Ihrer Installationsroutine berücksichtigt. Aber, Hut ab, die Installationsroutine führte zu einem Ergebnis (da ist man ja schon happy) allerdings nicht zu dem Erwarteten, sondern es erschien nur der Prompt der Kommandozeile. Wie schon gesagt ich bin 100%-Spezialist ..... usw.
Naja bei allen Erfahrungen mit Brasero - scheint beim Brennen wieder mal was schief gelaufen zu sein.
Aber es gibt ja noch Unetbootin mit dem es mir schon mal problemlos gelungen ist einen bootbaren Stick mit 10.04 zu erstellen allerdings damals unter Windows. (diesen Stick hüte ich wie meinen Augapfel). Also im Wiki noch mal alles zu Unetbootin gelesen und dabei erfahren, dass der Umweg über einen Stick gar nicht notwendig ist sondern das man direkt von der iso auf eine Partition installiern kann, aber aufgepasst.... -- Habe ich, nachweisbar! --
Installation ging relativ flott (zu flott?). PC neu gestartet, ach Du Schreck - Fehlermeldung "Missing Operating System" und bla bal bla.
Im Bios noch mal nachgeschaut, ob alle Einstellungen stimmen, weil "/dev/sda2" in "/media/wrzlprftl../" eingehängt wurde was mich schon etwas stutzig machte. OK - PC war auf jeden Fall nicht mehr zunm Hochfahren zu bewegen.
Ich hatte aber noch eine Live-DVD aus der ct mit 11.04. Also diese gestartet (Wie man von einer LIve-CD Reparaturversuche an einem Betriebssystem auf der Festplatte durchführen kann, weiss, glaube ich, auch nur der Liebe Gott und zig selbsternannte so genannte Experten im Netz. Das scheitert bei Linux schon an der Rechteverwaltung, oder kann mir mal einer verraten wie man auf die Rootrechte eines anderen Betriebssystems zugreifen kann. Das führt ja die Rechteverwaltung ad absurdum). OK ich habe dann 11.04 auf der sda2 installiert und Linux Mint überschrieben. Ich konnte dann auch wieder 10.10 auf sda1 starten, obwohl das lt. aller Beschreibungen eigentlich gar nicht funktionieren dürfte, da ich den Grub von 11.04 ja auf sda2 installiert habe, und mit grub-update hätte ich ja erst in 10.10 sagen müssen, dass es noch ein Betriebssystem gibt, aber 10.10 ist ja vor der Installation von 11.04 gar nicht gestartet.
Ich spare mir jetzt wüste Beschimpfungen aber werde es mir wahrscheinlich nicht verkneifen noch einen OT-Thread zu schreiben über ein halbes Jahr Erfahrung mit Ubuntu/Linux eines durchaus ambitionierten und auch nicht dummen PC-Nutzer (Vorschau: vernichtend).

Trotzdem doch noch eine Frage.
Meine /dev/sda1 hat jetzt kein bootable-Flag mehr, während /dev/sda2 dieses Flag hat. Ist das richtig? Wenn ja was, was passiert dann wenn ich das Betriebssystem von /dev/sda2 lösche?

Gruß, mit soooo einem Hals , Walter
Wer in meinem Beitrag einen Fehler findet, darf ihn behalten

basslord

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Donnerstag, 30. Juni 2011, 11:16

Na, ich hoffe, dein Hals ruiniert Dir nicht die Stimmung am heutigen Tage ;)
Da ist ja einiges verquer gelaufen. Ehrlich, nach dem Huddel mit den Startmedien hätte ich ja schon keine Lust mehr gehabt. Ich nutze seit einiger Zeit den Startmedienersteller, weil funktioniert total gut damit. Kein Scherz.

Das scheitert bei Linux schon an der Rechteverwaltung, oder kann mir mal einer verraten wie man auf die Rootrechte eines anderen Betriebssystems zugreifen kann. Das führt ja die Rechteverwaltung ad absurdum
Hm, nein. Das tut es nicht. Du bekommst ja nicht die Rechte des quasi abgeschalteten Systems, sondern hast arbeitest mit den Rechten deiner Live-Distri. Will man verhindern, dass ein Angreifer Zugriff aufs System erhält, der sich physisch Zugang auf ein abgeschaltetes System verschaffen kann, dann hilft nur eine Verschlüsselung.

Meine /dev/sda1 hat jetzt kein bootable-Flag mehr, während /dev/sda2 dieses Flag hat. Ist das richtig?
Das ist für Linuxdateisysteme ziemlich egal und nur für Win relevant.

Wenn ja was, was passiert dann wenn ich das Betriebssystem von /dev/sda2 lösche?
Dann ist es weg :D Nein, im Ernst: Kann ich schwerlich sagen, da ich nicht weiß, wie und wo Du deinen GRUB installiert hast und wie dieser konfiguriert ist. Toller Artikel dazu hier:
http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_Umgebung_analysieren

Gruß
Rodge
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Walter_vdV

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Donnerstag, 30. Juni 2011, 23:36

Hallo,
ich fasse mal die Antworten für beide Beiträge hier zusammen. Montiernix ich hoffe dass Du diesen Beitrag auch liest.
Thanks Rodge, thanks Montiernix für die aufmunternden Worte und Tipps. Also der dicke Hals hat sich zwischenzeitlich abgebaut.
Wie man so schön sagt "shit happens" oder "Murphys Gesetz..." oder was es sonst noch für Synonyme für sowas gibt. Balsam für meine Nerven war, dass in Euren Beiträgen doch ein gewisser Mitleidsfaktor rauszulesen war. Ich bitte um Verständnis, das ich an das Thema, falls notwendig, erst nächste Woche wieder anknüpfe, ich kann das Thema Installation und alles was damit zusammenhängt im Moment gerade nicht mehr hören. Da kümmere ich mich lieber wieder eine Weile um die Konsorten bash, sed, awk, grep etc. Das ist zwar auch, sagen wir mal etwas krude, aber auf die Ergebnisse kann man sich wenigstens verlassen und der Lernfaktor gibt einem doch gewisse Hochgefühle.
Eins ärgert mich nämlich an dem Thema am meisten, ich weiss nicht was, wie und warum schief gelaufen ist. D.h. der/die Fehler können wieder passieren (nicht ganz weil Startmedienersteller, Brasero und vielleicht auch LinuxMint sind ab sofort aus meinem Sprachschatz gestrichen und UnetBootIn-Linux kann man sicher durch ein Script ersetzen) und ich hasse nichts mehr, als einen Fehler zweimal zu machen, weil dann begebe ich mich auf das Niveau von Politikern.
Sorry, für diesen "philosophischen" Beitrag in einem Technikforum.

Gruß Walter
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