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Walter_vdV

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Freitag, 10. Dezember 2010, 22:29

whereis, locate - ich steige nicht mehr durch

Hallo zusammen,
bezugnehmend auf einen anderen Beitrag von mir, auf den ich jetzt nicht weiter eingehen will und denen in diesem Beitrag ausgesprochenen Empfehlungen habe ich mal mit den obigen Befehlen rumprobiert. Also ich habe TrueCrypt installiert ohne apt-get oder synaptic, oder was es da sonst noch alles gibt, zu benutzen sondern mit dem Installer der im gepackten TrueCrypt-Paket enthalten war. Das Problem für mich war, rauszufinden, wohin sich Truecrypt installiert hat, da es nach der Installation weder in der Synaptic-Pakeverwaltung noch im Ubuntu Software-Center aufgetaucht ist (erscheint mir nach meinen Spielereien mittlerweile auch logisch). Ich wollte TrueCrypt nach meinen Tests ja wieder loswerden.

Quellcode

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whereis truecrypt

lieferte nur zwei Einträge, während

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locate truecrypt

ein ganze Latte von Einträgen also auch z.B im Ordner Pixmaps etc. Einträge lieferte. Im ersten Ansatz ist für mich locate der bessere Befehl aber ..... -> siehe weiter unten.
Zum Deinstallieren habe ich nun den Befehl

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sudo apt-get remove --purge truecrypt

so wie im anderen Beitrag empfohlen, verwendet. Mit dem mittlerweile angeigneten Wissen brauche ich wohl nicht zu erwähnen, daß dies ein Schuss in den Ofen war. Da hat der Empfehlende wohl nicht richtig mitgekriegt wie ich installiert habe. OK ist kein Vorwurf.
Interessant war aber, daß vom Terminal ein Hinweis kam, daß irgendwie ein Linux-Header Version xx.xx.22 nicht entfernt werden konnte und ich soll doch bitte autoremove verwenden (sorry den genauen Wortlaut habe ich mir nicht gemerkt und auch nicht gespeichert). Zwischenzeitlich hatte meine Aktualisierungsverwaltung irgendwelche linux-headers von Version xx.xx.22 nach .23 upgedated und ich hatte mich schon gewundert, daß in der Paketverwaltung die Version .22 weiterhin installiert ist. Ich habe zwar schon in C++ programmiert und Header-Dateien sind mir durchaus ein Begriff aber diese linux-header scheinen wohl was anders zu sein, anders kann ich mir so ein Versions-Kuddelmuddel nicht erklären (bitte jetzt dazu keinen Kommentar von Linux-Hörigen).
Ich habe dann

Quellcode

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sudo apt-get autoremove

aufgerufen und es wurde mir auch ein Erfolg gemeldet aber es sind bei mir immer noch irgendwelche Version-.22-Systemdateien zumindestens aufgelistet.
Aber zurück zum eigentlichen Problem.
Ich habe dann im Verzeichnis "/usr/bin/" die Datei "truecrypt-uninstall.sh mit sudo ausgeführt und es wurde mir gemeldet, daß Truecrypt deinstalliert wurde.

Quellcode

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whereis truecrypt

lieferte dann auch nichts.
Aber locate lieferte dann

Quellcode

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walter@VMUbuntu1010:~$ locate truecrypt
/home/walter/.gconf/apps/nautilus/desktop-metadata/truecrypt1@46@volume
/home/walter/.gconf/apps/nautilus/desktop-metadata/truecrypt1@46@volume/%gconf.xml
/usr/bin/truecrypt
/usr/bin/truecrypt-uninstall.sh
/usr/share/truecrypt
/usr/share/applications/truecrypt.desktop
/usr/share/pixmaps/truecrypt.xpm

Also die ganze Litanei wie bei installiertem TrueCrypt (wobei ich mir nicht sicher bin ob es exakt das gleiche ist, ich glaube mich zu erinnern daß da zumindest noch ein png-Datei war). In "Anwendungen - Zubehör" war allerdings der Link auf TrueCrypt nicht mehr vorhanden also dürfte doch zumindestens
"/usr/share/applications/truecrypt.desktop" auch nicht mehr vorhanden sein.
OK. Ich habe dann mit "ls" im Terminal und mit dem Dateimanager alles überprüft. Bis auf die Sachen in ".gconf" war keine Datei mehr vorhanden (ich geh mal davon aus, daß gerade "ls" ein sehr "zuverlässiger" Befehl ist). Komischerweise gibt es aber noch zusätzlich die Konfigurations-XML in "/home/walter/.truecrypt" (hat sich wohl sehr geschickt der Entdeckung durch locate entzogen).
Ich habe dann das System neu gestartet, dies hat aber an dem Ergebnis von locate nichts geändert. Auch der Rechner-Hausmeister konnte mir nichts "sagen".
Und da soll ein Anfänger nicht die Krise kriegen?
Kann es sein, daß dieses Ergebnis des locate-Befehls ein geniales Feature von Linux ist, um mich daran zu erinnern, was auf meinem PC schon mal installiert war.

Gruß Walter
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Walter_vdV« (13. Dezember 2010, 17:38)


basslord

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Samstag, 11. Dezember 2010, 14:00

Hallo Walter,

ich doch gleich ein paar Kommentare ;)

Das Problem für mich war, rauszufinden, wohin sich Truecrypt installiert hat, da es nach der Installation weder in der Synaptic-Pakeverwaltung noch im Ubuntu Software-Center aufgetaucht ist
Dass dies daran lag, dass an der Paketverwaltung "vorbei installiert" wurde, ist ja nun geklärt. Und im Regelfall sollte man dies vermeiden. Das Repository ist schon verdammt umfangreich, da braucht es nur äußerst selten Software aus anderen Quellen.

ich hatte mich schon gewundert, daß in der Paketverwaltung die Version .22 weiterhin installiert ist.
Zugegeben, weiß ich gerade auch nicht. Aber da auch der vorangegangene Kernel installiert ist (als Fallback denkbar), sehe ich da durchaus einen Zusammenhang in dem Kuddelmuddel ;)

hat sich wohl sehr geschickt der Entdeckung durch locate entzogen
Naja, jein. Geduld oder Wissen hätten hier geholfen. locate besitzt eine Datenbank, die regelmäßig geupdatet wird. Daher ist die Suche damit auch um ein Vielfaches schneller als mit find zum Beispiel (find hätte hier gleich die "richtigen" Ergebnisse geliefert).

Ich habe dann das System neu gestartet, dies hat aber an dem Ergebnis von locate nichts geändert.
Reboot war schon ein netter Ansatz, aber das sollten wir anderen überlassen, damit Probleme zu lösen :D
Ganz einfach aktualisiert man die Datenbank von locate per

Quellcode

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sudo updatedb

Muss man wissen, keine Frage. Beim Tipp hätte man also auch darauf hinweisen können/sollen.

Und da soll ein Anfänger nicht die Krise kriegen?
Aber nein. Warum auch? Ich finde, dazu gibt es keinen Grund. Den Anfängerstatus wirst du schon hinter dir lassen. Und in meinen Augen befasst du dich ja auch mit Dingen, die anderen Anwendern garnicht in den Sinn kämen (supporte auch im Bekanntenkreis reine Anwender - nie Beschwerden, selten Fragen)
Der beste Ansatz ist immer noch ne Tasse Tee und ein Wiki. Die Dokumentation ist meist sehr umfangreich und ausführlich.

Kann es sein, daß dieses Ergebnis des locate-Befehls ein geniales Feature von Linux ist, um mich daran zu erinnern, was auf meinem PC schon mal installiert war.
Hehe, die Überlegung war schon gut. Aber siehe oben :)

Nun denn, lass dich nicht allzu sehr vom Pinguin nerven. Bald steckst du mittendrin und willst nichts anderes mehr haben, sicher.

Ein schönes WE noch,
Rodge
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." - Friedrich Nietzsche

Walter_vdV

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Samstag, 11. Dezember 2010, 23:27

@Rodge, danke! Klasse Antworten! Ihre seid schon tolle Typen hier. Wenn man hier noch ein Bier bestellen könnte würde ich diese Forum sofort zu meiner Stammkneipe erklären. Wäre doch noch eine nette Stufe im User-Ranking "...sitzt hier in seiner Stammkneipe".
OK. Grundsätzlich ist der Hinweis, daß man im Wiki nachschauen soll, sehr gut. Das sind Mechanismen, die einem (mir) noch in Fleisch und Blut übergehen müssen. Wobei man jetzt eine Diskussion anzetteln kann, was Leute machen, die kein Internet haben. Aber verschieben wir das auf einen späteren Zeitpunkt.
Warum ich "find" nicht genommen habe - ich habe

Quellcode

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find truecrypt

eingegeben - weiter brauche ich wohl nichts sagen.
Jetzt habe ich aber mal im Wiki den Artikel über find gelesen und ein bißchen damit gespielt - ich kann nur sagen "Wow" - das sind die Sachen die man wissen muss.
Was "locate" angeht, dies ist eigentlich der Befehl, der auf die Schnelle mit dem notwendigen Hintergrundwissen ein Ergebnis liefert welches die Diskussion in meinem vorigen Artikel ad absurdum führt. Mit diesem Befehl habe ich ja die Informationen die ich wollte und damit kann Linux hin installieren wo es will unter der Voraussetzung, daß alle Dateien die ein Programm installiert auch den "Root"-namen in sich tragen. Ist das so???
Falls nicht, könnte man doch mit folgenden Anweisungen die entsprechenden Infos bekommen (ist jetzt kein richtiger Code, nur Hervorhebung)

Quellcode

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updatedb
copy db to db.save
- Programminstallation -
updatedb
copy db to db.new
compare db.save / db.new
- Schreibe Vergleichsergebnis in eine Textdatei -

Wenn einem alle notwendigen Optionen und Informationen zur Verfügung stehen, weiß man, wo sich ein Programm einnistet. Falls nicht ließe sich das mit
den find-Optionen und einem kleinen Compareprogramm leicht realisieren. Aber warum soll man das ganze Dateisystem in eine Datei einlesen wenn es schon in einer db steht und man davon ausgehen kann, daß die Aktualisierung in der db inkrementell erfolgt.
OK, das sind jetzt alles so Spinnereien von mir, bei denen ich nicht weiß ob sie wirklich notwendig sind, siehe "Root"-Namen.
Übrigens, wenn man im Wiki nach "locate" sucht, wird einem auch ein Artikel angezeigt, der sich mit der Installation von TrueCrypt beschäftigt. Ist doch putzig oder?

Gruß Walter
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basslord

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Montag, 13. Dezember 2010, 15:20

Hallo Walter,

unter der Voraussetzung, daß alle Dateien die ein Programm installiert auch den "Root"-namen in sich tragen. Ist das so???
Dem ist nicht so, nicht alle mit einem Paket installierten Dateien tragen den Namen des Softwarepakets. Also muss man sich da anders behelfen.

Falls nicht, könnte man doch mit folgenden Anweisungen die entsprechenden Infos bekommen
Ja, das ist ein guter Ansatz. Aber ich finde das Hantieren mit der DB nicht so praktisch. Zudem setzt das ja voraus, dass man weiß, wonach man sucht. Und das weiß man ja in der Regel nicht.

Aber warum soll man das ganze Dateisystem in eine Datei einlesen wenn es schon in einer db steht und man davon ausgehen kann, daß die Aktualisierung in der db inkrementell erfolgt.
Eben weil man ja nicht genau weiß, nach welchen Dateien man suchen muss (okay, locate * gibt es - aber dann muss man auch aus 2 DBs lesen, in Textdateien schreiben und vergleichen - umständlicher als direkt in Textdatei zu schreiben).

Dafür ist find eigentlich genau das Richtige. Du kannst alle Dateien deines Systems in eine Datei einlesen, installierst dein Paket und anschließend liest du das Dateisystem in eine weitere Datei. Die beiden dann vergleichen und fertig.
Das könnte wie folgt aussehen (wenn jemand einen eleganteren Weg parat hat, immer her damit):

Alle Dateien im System (außer in /proc) in Datei einlesen:

Quellcode

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sudo find / | grep -v '/^proc' > /tmp/vorher

Dann das Programm installieren und anschließend den Stand in eine weitere Datei einlesen:

Quellcode

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sudo find / | grep -v '/^proc' > /tmp/nachher

Und zum Schluss die zusätzlichen Dateien in eine dritte Datei schreiben:

Quellcode

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diff /tmp/vorher /tmp/nachher | egrep '^>' | awk '{print $2}' > /tmp/aenderungen


Hoffe, das hilft weiter ;)

Gruß
Rodge
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Montag, 13. Dezember 2010, 17:24


das es dann noch "diff" dazu gibt und man gar kein "kleines Vergleichsprogrämmchen" mehr schreiben muß, macht die Sache in meinen Augen perfekt.
Danke und Gruß
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frostbeule

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Montag, 13. Dezember 2010, 21:17

Auch wenn es etwas spät ist:

vielleicht ist diese Übersicht für dich was: http://helmbold.de/linux/Linux-auf-einem-Blatt.pdf
Da stehen ein paar wichtige Befehle drauf, guck dir das mal an.

@Admins und Quasi OT: Wäre es nicht möglich, den in einem Thema das "Sticky" ist dauerhaft oben zu halten? Ist nur ein Vorschlag...

Walter_vdV

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Dienstag, 14. Dezember 2010, 12:40

@frostbeule, danke.
Übersichten sind immer gut und die ist eigenlich sehr gut. Bei mir ist aber das Problem, das ich oft nicht weiß, was, wo, wie usw. ich suchen muß und natürlich, wie man mir in diesem Forum schon ein paarmal geraten hat, "Denk (ein bißchen) anders".
Gruß Walter
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