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Walter_vdV

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Donnerstag, 2. Dezember 2010, 22:51

Warum versteckt Ubuntu (Linux) so konsequent Programme

Hallo zusammen,
ich mal wieder :-).
Heute habe ich mich mal so richtig geärgert. Ich habe TrueCrypt installiert um etwas zu testen. Da die Installation nicht über die Paketverwaltung läuft, taucht das natürlich nirgends zum Deinstallieren auf. Ich weiß aber, das es ein Uninstall-Script für TrueCrypt gibt. Wo ist das ? Zuerst mal ich finde es unpassend, um es gelinde auszudrücken, daß die Programme irgendwo hin installiert werden ohne mal den Besitzer des PCs zu fragen wo er es den haben will. Das ist genauso, wenn ich mir für meine Wohnung eine Küche bestelle und die Monteure machen gerade was sie wollen, Herd ins Wohnzimmer usw. usw. Wenn sich das Betriebssystem seine eigene Ordnung erstellt, OK, aber sonst hätte ich doch gern selber die Kontrolle über mein System.
Man könnte jetzt meinen, daß die Verknüpfung unter "Anwendungen" einem darüber Auskunft gibt (Eigenschaften) wo sich das Prog. befindet (abgesehen davon, daß die Verknüpfung nicht mal Auskunft darüber gibt, wo sie sich selber befindet) -> Fehlanzeige. Also die Suchfunktion im Dateimanager befragen (wobei man in diesem Fall das Glück hat, daß das Programm TrueCrypt auch TrueCrypt heißt (ich habe speziell unter Linux schon anderes gesehen). Das Suchergebnis liefert auch schön einige Dateien mit dem Namen TrueCrypt, werden auch toll aufgelistet aber in welchem Verzeichnis sie sich befinden -> Fehlanzeige. Zufällig ist in der Liste eine Datei dabei, die truecrypt-uninstall.sh heißt, trotzdem würde ich gerne mal im (in den) Installationsvezeichnis(-sen) kontrollieren, ob die Deinstallationsroutine auch alles erfaßt hat.
Ich habe über eine Stunde mit Suchen verbracht, ich finde den Installationsort nicht. Es muss doch eine Möglichkeit geben herauszufinden wo sich auf MEINEM PC was befindet und ohne dass ich mir lange Litaneien merken muss, dann brauch ich nämlich keinen PC. (den habe ich nämlich hauptsächlich dazu, daß mir "primitive" Arbeiten abgenommen werden).

Gruß Walter

OT:
Kann mir bitte vielleicht einer sagen, warum ich mit der Zeit immer mehr das Gefühl nicht los werde, daß ich bei Linux doch auf das falsche Pferd setze und es sich dabei eben doch um ein Bastlerprodukt handelt und als Produktivsystem .... na ja!
Wer in meinem Beitrag einen Fehler findet, darf ihn behalten

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Walter_vdV« (10. Dezember 2010, 20:10)


horstchen

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Freitag, 3. Dezember 2010, 12:52

ich kann Dich gut verstehen

mir - dem ich auch noch mit einem Bein in der Winwelt stehe - und bei ubuntu noch nicht ganz angekommen bin, stoßen dieselben Sachen immer wieder auf. Als noch micro-Softie fehlt mir ein hardware-manager mit Übersicht über die verwendeten Treiber, eine Übersicht installierte Programme jenseits der Paketverwaltung und auch immer noch eine Struktur im Kopf, wie ich Systemdateien wo finden kann.
Ist mir auch schon mal passiert, daß ich ein deb-Programm installiert hatte und nicht wiederfand. Programmstarter anlegen wäre auch nett gewesen, aber mit welcher Datei verknüpfen?
Da kann man tatsächlich nur hier fragen und mit diesem Forum beginnt dann auch schon die Aufzählung der ubuntu-Vorteile gegenüber win. Dazu hat man praktisch keinen Pflegeaufwand am System neben den automatisch angebotenen Aktualisierungen. Keine dauernde Wachsamkeit, wann flash, java, .net mal wieder Scheunentore geschlossen bekommen müssen, keine unnötigen Virenwächter, keine stundenlangen Bootvorgänge, keine vollgemüllte registry.
Windows ist für mich "Verwaltung", ubuntu bringt etwas Abenteuer ins Leben. Ich möchte unbedingt hineinwachsen, denn XP ist mein letztes win. Auch in den Konsolenbefehlen bin ich noch nicht angekommen, vielleicht auch, weil mir noch immer das DOS im Kopf herumspukt und ich mit mehr als einer Fremdsprache immer schon Probleme hatte. Ich habe es noch nicht mal geschafft, mir eine Übersicht über Befehle und optionen irgendwo zusammenzustellen. Umstellungsprobleme haben immer auch mit dem persönlichen overflow zu tun und vor ~25 Jahren eben alles noch ganz anders...
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3

Freitag, 3. Dezember 2010, 19:57

Nun, man kann sich doch vorher informieren, wo die Dateien hin installiert werden. Mit dem Befehl

Quellcode

1
whereis

kannst du feststellen, wo sich Dateien befinden. Mit

Quellcode

1
whereis TrueCrypt

im Terminal, solltest du das finden.

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4

Freitag, 3. Dezember 2010, 20:25

Da die Installation nicht über die Paketverwaltung läuft, taucht das natürlich nirgends zum Deinstallieren auf.


Das stimmt nicht - natürlich geht es über die Paketverwaltung. Software wird unter Debian-Systemen nicht nur mit aptitude / apt-get / synaptics installiert - lokale Pakete installierst du mit dpkg. Genau genommen sind apt-get und Konsorten lediglich ein System, was die DEB-Pakete inklusive Abhängigkeiten herunterlädt und dann mittels dpkg die Pakete installiert. Ein installiertes Truecrypt kann mittels apt-get beispielsweise ganz leicht entfernt werden:

Quellcode

1
sudo apt-get remove --purge truecrypt


Zuerst mal ich finde es unpassend, um es gelinde auszudrücken, daß die Programme irgendwo hin installiert werden ohne mal den Besitzer des PCs zu fragen wo er es den haben will


Das ist IMHO ein sehr großes Feature und kein Nachteil. Gegenüber Windows-Systemen sind Linux- und unixoide Systeme dank FHS sehr sinnvoll strukturiert, was sich auch positiv auf die Sicherheit des Systems auswirkt. Könnte der Benutzer das selbst entscheiden, wäre dies u.U nicht mehr gewährleistet!

Also die Suchfunktion im Dateimanager befragen (wobei man in diesem Fall das Glück hat, daß das Programm TrueCrypt auch TrueCrypt heiß


Mir persönlich fällt adhoc keinen Fall ein, wo das Binary anders heißt als der Programmname in lower-case.

Kann mir bitte vielleicht einer sagen, warum ich mit der Zeit immer mehr das Gefühl nicht los werde, daß ich bei Linux doch auf das falsche Pferd setze und es sich dabei eben doch um ein Bastlerprodukt handelt und als Produktivsystem .... na ja!


Linux ist nicht Windows - es ist ein ganz anderes System. Vieles erscheint beim Umstieg erstmal umständlich und frickelig - wenn du aber einige Erfahrungen mit Linux gemacht hast, wirst du diese Eigenschaften sehr zu schätzen lernen.
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5

Freitag, 3. Dezember 2010, 21:13

Sagen wir es Mal so: Linux ist jetzt soweit, um auf Otto-Normal-User losgelassen zu werden. Vor ein paar Jahren war Linux in meinen Augen nur was für Freakies... Aber wer heute bereit ist, etwas Zeit und Interesse zu investieren und eine halbwegs gängige Hardware hat, der wird mit einem OS belohnt, welches sehr flexibel und anpassbar ist. Ist jetzt zwar etwas OT, man möge mir verzeihen.

basslord

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Montag, 6. Dezember 2010, 16:17

Hi all,

Zuerst mal ich finde es unpassend, um es gelinde auszudrücken, daß die Programme irgendwo hin installiert werden ohne mal den Besitzer des PCs zu fragen wo er es den haben will.
Das ist mitnichten unpassend und gelinde gesagt, hat einen einfachen Anwender das auch nicht zu interessieren. Mir ist schon klar, dass bei einem Desktop-PC @home der Anwender meist gleichzeitig der Administrator ist. Aber als solcher muss man sich eben auch mit den Eigenarten des Systems auseinandersetzen.
Den Verweis auf die FHS hatte Ovim ja schon geliefert. Und wer sich das mal zu Gemüte führt, muss doch die Vorteile klar erkennen.

Das ist genauso, wenn ich mir für meine Wohnung eine Küche bestelle und die Monteure machen gerade was sie wollen, Herd ins Wohnzimmer usw. usw.
Na, nicht ganz. Aber um im Bild zu bleiben: Das ist so, als bestelltest Du eine komplette Wohnungseinrichtung und die Monteure _wissen_ schon, wo alles hingehört. Also der Herd in die Küche, die Couch ins Wohnzimmer. Wenn der Hausherr/Anwender da nun eigene Ansichten hat, dann wäre das schon verwirrend für Mitbewohner/aufbauende Programme. Die würden nämlich den Herd garantiert nicht im Wohnzimmer suchen und schon hätte man den Salat.

Es muss doch eine Möglichkeit geben herauszufinden wo sich auf MEINEM PC was befindet und ohne dass ich mir lange Litaneien merken muss, dann brauch ich nämlich keinen PC.
Gibt es doch. whereis wurde schon genannt und ist das Mittel der Wahl. Grundsätzlich tun darüber hinaus noch locate und find einen guten Job.
Und Interessierte können sich mal ein deb entpacken und anschauen und so ganz einfach nachvollziehen, wo welche Dateien hinkopiert werden bei Installation.

Kann mir bitte vielleicht einer sagen, warum ich mit der Zeit immer mehr das Gefühl nicht los werde, daß ich bei Linux doch auf das falsche Pferd setze und es sich dabei eben doch um ein Bastlerprodukt handelt und als Produktivsystem .... na ja!
Nunja, ein subjektiver Eindruck. Ich arbeite schließlich mit produktiven Linux-Systemen :)

Als noch micro-Softie fehlt mir ein hardware-manager mit Übersicht über die verwendeten Treiber, eine Übersicht installierte Programme jenseits der Paketverwaltung und auch immer noch eine Struktur im Kopf, wie ich Systemdateien wo finden kann.
Gibt doch ein grafisches Tool für die Hardware-Übersicht. Und was die Treiber angeht: wen sollte es im Normalfall kümmern, welche Treiber gerade verwendet werden?

Das stimmt nicht - natürlich geht es über die Paketverwaltung.
Na, das kann sein, muss aber nicht. Man kann sich TrueCrypt auch ohne Paketverwaltung installieren.

Kurz: ich kann die Aufregung nicht verstehen oder gar nachvollziehen. Eine gute Distribution leistet hier alle Arbeit und verwaltet sich perfekt selbst. Nichtpaketierte Software oder Eigenkompilate sind ein anderes Thema. Aber auch das ist keine Hexerei.

Ich hoffe, hier wurden ein paar entkräftende Argumente gebracht. Denn ich wünsche dir natürlich noch viel Spaß mit deinem Linux :)

Gruß
Rodge
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7

Montag, 6. Dezember 2010, 16:59

Na, das kann sein, muss aber nicht. Man kann sich TrueCrypt auch ohne Paketverwaltung installieren.


Sorry, hab mich wohl falsch ausgedrückt - zu "Paketverwaltung" zähle ich nicht nur apt-get/aptitude/synaptic, sondern auch dpkg, mit welchem man lokale DEBs installieren kann. Und der tar.gz-Installer von Truecrypt installiert AFAIK mittels dpkg einfach ein vorkompiliertes DEB. Zumindest war das damals, als ich den tar.gz-Installer das letzte Mal benutzte, so.

Sehr schönes Beispiel mit dem Herd übrigens. :)
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Montag, 6. Dezember 2010, 19:58

Hallo zusammen,
erst mal Entschuldigung daß ich mich so spät zurückmelde, aber ich war ein paar Tage außer Haus und hab mir den Ärger über Linux beim Skifahren vom Leibe gewedelt
@Horstchen erst mal ein paar Worte an Dich. Wir sind wohl Leidensgenossen und haben bezüglich PC die gleichen Intentionen. Wenn Du diese Frage gestellt hättest, hätte ich Wort für Wort die gleich Antwort geschrieben. Wir werden wohl noch ein Weile einen gemeinsamen Weg gehen
An die anderen mal wieder vielen Dank, der Lernfaktor war wieder enorm! Rodge die Aufregung kommt daher, wenn Du dich 1 Std. mit so einem Kleinkram beschäftigst, da geht zumindest mir die Hutschnur hoch, insbesondere wenn man zu keinem Ergebnis kommt, deshalb auch dieser Beitrag.
Trotzdem kann ich einiges nicht unwidersprochen lassen. Wie bitte schön soll ich auf den Befehl "whereis" und das auch noch im Terminal kommen. Dateien sind so viel ich weiß im Dateisystem untergebracht und da erwarte ich von einem entsprechenden Verwaltungsinstrumentarium, daß es mir die notwendigen Auskünfte gibt. Wenn ich ein Schriftstück in meinem Aktenschrank brauche, schaue ich doch auch nicht im Kühlschrank nach. Das ist wohl wenig intuitiv und hat auch mit Verlaub rein gar nichts mit Win <-> Linux zu tun. Es kann auch nicht sein, daß man wegen jedem Kleinkram im Forum fragen muß, wobei man mit diesem Forum noch Glück hat, ich kenne auch andere Foren, da braucht man mit solchen Fragen nicht zu kommen. Außerdem ist die Herangehensweise auch falsch. Programme installieren und deinstallieren gehören zumindestens auf einem privaten PC zu den grundlegenden Tätigkeiten. Da muß ich mich doch nicht zuerst mit aptget und notaptget und synpgetapt (diesen Teil habe ich in den Antworten immer noch nicht verstanden) rumschlagen, wobei ich schon gar nicht weiß, was diese Worte bedeuten und Ihr könnt mir glauben ich bin ganz gut im Englischen. Oder muß ich da zuerst wieder ein Kursus in Lenglisch belegen. Das ist genauso wenn ich Autofahren lernen will und mich zuerst in die Arbeitsweise von Planetengetrieben an der Antriebsachse einarbeiten muß. Programme installiert und deinstalliert man in der heutigen Zeit mit einem Mausklick oder fahrt ihr noch mit einem Vierspänner zur Arbeit!!!
Aber jetzt kommt es. Zu behaupten, daß eine Standartisierung, wie mit dem FHS, zur Erhöhung der Sicherheit beiträgt, widerspricht allen Kenntnissen der Sicherheitstechnik. Nur ein Frage, warum wechseln Sicherheitstransporte immer mal wieder den Fahrweg? Außerdem halten sich, daß weiß ich definitiv aus der Win-Welt, gerade die Herren Programmierer nicht an solche Softwarestandards. Jetzt aber bitte nicht - Linuxprogrammierer sind gegenüber den Windowsprogrammierern die besseren Menschen.
Um meinem Redeschwall noch ein versöhnliches Ende zu geben. Ich habe schon vor mich durchzubeißen und ich denke auch, je mehr ich weiß wird mir auch mehr intuitiv gelingen. Ich bin eben sehr oft ziemlich ungeduldig. Meinen ersten PC wollte ich zuerst auch wie eine Fräsmaschine bedienen

Gruß Walter

PS. Noch ne Frage, werden Programme durchweg kleingeschrieben. "whereis TrueCrypt" hat nämlich kein Ergebnis geliefert.
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Montag, 6. Dezember 2010, 21:37

wenn Du dich 1 Std. mit so einem Kleinkram beschäftigst, da geht zumindest mir die Hutschnur hoch, insbesondere wenn man zu keinem Ergebnis kommt, deshalb auch dieser Beitrag.


Ich denke, das ist der Augenblick, an dem man ohnehin nicht mehr produktiv arbeiten kann - hier hilft eine Pause, um wieder einen kühlen Kopf zu bekommen. Danach geht es sicherlich wieder besser.

Wie bitte schön soll ich auf den Befehl "whereis" und das auch noch im Terminal kommen.


Nunja - es zählt zu den typischen Linux-Grundlagen. Wer sich mit Linux beschäftigt sollte sich wirklich mit den Grundlagen des Betriebssystems auseinandersetzen. Zu diesen Grundlagen gehören ebenfalls so Dinge wie:

PS. Noch ne Frage, werden Programme durchweg kleingeschrieben. "whereis TrueCrypt" hat nämlich kein Ergebnis geliefert.


...oder:

Außerdem ist die Herangehensweise auch falsch. Programme installieren und deinstallieren gehören zumindestens auf einem privaten PC zu den grundlegenden Tätigkeiten. Da muß ich mich doch nicht zuerst mit aptget und notaptget und synpgetapt (diesen Teil habe ich in den Antworten immer noch nicht verstanden) rumschlagen


Sei mir nicht böse, aber ich habe bei dir den Eindruck, du hast dich vor deinem Umstieg nicht wirklich über die Unterschiede von Linux gegenüber Windows erkundigt - und bist damit nun "auf die Nase gefallen".

Dateien sind so viel ich weiß im Dateisystem untergebracht und da erwarte ich von einem entsprechenden Verwaltungsinstrumentarium, daß es mir die notwendigen Auskünfte gibt.


Über den Datei-Manager kannst du ebenfalls suchen, also hättest du das Tool finden können/müssen. ;)

Zu behaupten, daß eine Standartisierung, wie mit dem FHS, zur Erhöhung der Sicherheit beiträgt, widerspricht allen Kenntnissen der Sicherheitstechnik.


Interessante Aussage - es trägt aber in der Tat zur Erhöhung der Sicherheit bei. Wenn ich deinen Kommentar richtig interpretiere hast du dich allerdings nicht mit FHS beschäftigt. Les es dir mal durch und du wirst erkennen, was der Vorteil daran ist.

Nur ein Frage, warum wechseln Sicherheitstransporte immer mal wieder den Fahrweg?


Das ist etwas gänzlich anderes - und hat nicht wirklich etwas mit FHS oder dem damit verbundenen Prinzip/System zu tun.

Außerdem halten sich, daß weiß ich definitiv aus der Win-Welt, gerade die Herren Programmierer nicht an solche Softwarestandards


Und das ist auch der Grund, warum vieles auf der Windows-Ebene so suboptimal ist - z.B. instabile Programme, die den benutzten Speicher nicht freigeben und so auf kurz oder lang einen Reboot provozieren oder Abstürze verursachen.
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10

Dienstag, 7. Dezember 2010, 11:07

Gibt doch ein grafisches Tool für die Hardware-Übersicht. Und was die Treiber angeht: wen sollte es im Normalfall kümmern, welche Treiber gerade verwendet werden?
Welches Tool meinst Du? Aber das ist doch genau die Herangehensweise von Windoofis, wenn etwas nicht funzt. Was ist das für ein Gerät? Welchen Treiber verwendet es? Finde ich bessere?
Bei ubuntu brauche ich auch das Gerät und dann suche ich erst mal im Netz, was ich an Kommentaren und Tipps dazu finde. Dann weiß ich aber immer noch nicht, ob das Gerät bei der ubuntu-Installation erkannt wurde, ob es vielleicht doch schon funktioniert und lediglich eine Softwareschnittstelle muckt, die ich nicht gefunden habe. Also probiere ich stundenlang mit irgendwelchen nonfree-Treiberpaketen in den Quellen rum und wenn ich Glück habe, funktioniert es irgendwann. Weiß ich dann aber auch weshalb und aufgrund welchen Treibers? Ich nicht. Und so bescheuert und kryptisch bei win eine registry werkelt, umso genialer ist doch der Gerätemanager.
Alles kein Grund, sich aufzuregen, und nur insofern ärgerlich, weil ich z.B. für einige wenige Funktionen immer noch aufwendig ein XP durchpäppeln muß: fritzcard USB und mein Analogmodem funktionieren noch und beide verwende ich gelegentlich zum Faxen. Es sind die Grenzen an die man anstößt, die an Linux einerseits den Reiz ausmachen, andererseits je nach Stimmung auch wieder nerven, wenn man nicht weiß, ob es die eigene Unerfahrenheit, Dummheit oder aber das ubuntu ist, an denen man sich die Nase stößt.
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Mittwoch, 8. Dezember 2010, 13:21

@Walter_vdV: Man darf in der Welt der freien Software nie davon ausgehen, dass sie versucht proprietäre Programme nachzuahmen. So einfach ist das. Wenn man Gnu/Linux nutzt, dann muss man sich bewusst sein, dass es nie das Ziel war, Windows nachzubauen. Man legte Wert auf Unix- und POSIX-Kompatibilität. Auf beides legt Windows so gar keinen Wert (wenn man mal Winsocks ausnimmt, diese sind sogar POSIX kompatibel).

Deswegen kann man die Installationprozedur von Windows nicht vergleichen. Man hat mit Absicht einen anderen Weg genommen, um produktiver zu sein. Natürlich ist Produktivität, so wie natürlich alles, relativ. Ein „einfacher“ Computerbenutzer hat definitiv andere Vorstellungen, als ein Administrator, der mehrere Server warten muss.

Man darf einfach nicht sagen, dass etwas falsch ist, nur weil der Hersteller des am meisten verbreitesten Betriebssystem alles anders macht. ;)

Natürlich hat alles irgendwo Vor- und Nachteile. Eine Einarbeitung in ein Linux-System braucht nun einfach mal mehr Zeit. Aber prinzipiell ist es Absicht, denn es ist sehr schwer, etwas wirklich einfach und zudem wirklich mächtig zu machen.

@horstchen: Es gibt, so weit mir bekannt, keinen Ersatz für einen Gerätemanager. Wenn man davon ausgeht, dass zwar nichts unmöglich ist, dann ist es für Linux doch relativ schwer so etwas umzusetzen ;)

Windows besteht aus einem kleinen Kernel und vielen Treibern, welche separat vorliegen. Linux war ursprünglich so aufgebaut, dass alle Treiber im Kernel integriert sind. Heute ist das nicht mehr ganz so. Die Geräteerkennung funktioniert dafür doch schon relativ gut, denn ein Kernelmodul weiß, welche Geräte mit welchen Geräteidentifikationen es selbst zu verwalten vermag. Deswegen braucht man so etwas wie einen Gerätemanager nicht. Für jedes Gerät gibt es optimalerweise genau einen Treiber. Man braucht den Treiber deswegen nicht angeben. Das wäre ja irgendwo unnötig.

Wenn man weiß wie, dann kann man auch ganz einfach herausfinden, ob der Linux-Kernel das Gerät korrekt erkannt hat.

Zuerst einmal kann man sich mit lspci und lsusb die Geräte anzeigen lassen (je nach Typ). Wenn es erkannt wurde, dann wird es aufgelistet. Außerdem gibt es noch das Kernel-Log, welches man mit dmesg anzeigen kann. Wahlweise noch durch less oder tail pipen, da die Ausgabe sehr lang ist: dmesg | less respektive dmesg | tail -f. Der Kernel plaudert viel, wenn man z.B. ein USB-Gerät ansteckt. Wenn man ein USB-Gerät ansteckt meldet es der Kernel und man kann der Ausgabe meist auch entnehmen, wie das Gerät angesprochen wird und wie man darauf zugreifen kann. Andere Geräte natürlich auch, solange sie Hotplug-Fähigkeiten besitzen. Also bei serieller Schnittstelle meldet der Kernel kein Gerät, denn das Gerät (die Schnittstelle) ist ja immer da. Die Software kommuniziert nur über die Schnittstelle mit einem eventuell angeschlossenen Gerät. So etwas gibt es heute kaum noch.

Wenn das Gerät nun korrekt erkannt wurde, es aber nicht funktioniert, dann kann man meist sowieso nicht viel machen. Aber Googlen schadet ja nicht.

Wie man sieht geht es. Allerdings eben nicht ganz so einfach. Und kryptisch passt prima als Beschreibung für die Ausgaben des Kernels ;)

Wer weiß, vielleicht wird irgendwann ein Gerätemanager entwickelt. Die Kernelentwickler sehen wohl einfach keinen Bedarf dafür, da sie sich mit der Materie auskennen.

Gruß, Stefan

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Mittwoch, 8. Dezember 2010, 15:54

Welches Tool meinst Du?
Hm, ich meinte den gnome-device-manager. Der schaffte es wohl ab 8.04 nicht mehr auf die Installations-CD. Keine Ahnung, ob Platzmangel der Grund war oder das Tool inzwischen veraltet ist, bzw. nicht mehr als Frontend taugt (HAL ist ja abgelöst worden). Versuch macht kluch.
Weiter gäbe es auch noch HardInfo. Aber Näheres dazu kann man auch hier nachlesen:
http://wiki.ubuntuusers.de/Ger%C3%A4temanager

Gruß
Rodge
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Donnerstag, 9. Dezember 2010, 00:02

Hallo zusammen,
ich möchte mal etwas klarstellen. Mir ist und war auch immer bewußt, das Linux ein anderes Betriebssystem ist als Windows, mit allen Konsequenzen. Ich habe auch keine Probleme damit mit dem Terminal zu arbeiten. Ganz im Gegenteil, ich habe unter Win relativ viel mit der Kommandozeile gearbeitet und nicht deswegen weil es en vogue ist, sondern weil es einem gewisse Möglichkeiten eröffnet hat.
In Linux bin ich davon natürlich noch meilenweit entfernt aber auch hier ist es mir schon gelungen ein kleines Backup-Script zu produzieren.
Nur meine Kenntnisse unter Win habe ich mir im Laufe der Zeit angeeignet, dabei hatte ich die ganze Zeit ein funktionierendes Betriebssystem auf dem ich Programme installieren und Deinstallieren konnte wie und wann ich wollte.
Selbst wenn ich es akzeptiere (was ich wahrscheinlich wohl muss) ist des doch in meinen Augen ziemlich befremdlich daß ich zuerst das ganze Betriebssystem kennenlernen muß um eine Gebrauchsgegenstand zu benutzen. Im OpenOffice-Writer wil ich zuerst mal einen Brief schreiben und später werde ich mich mal mit der implementierten Scriptsprache beschäftigen um mir gegebenenfalls die Arbeit zu erleichtern.
Auch wenn ich mich mal daran gewöhnt habe, daß ich sinnvollerweise daß Terminal befrage, wenn mir irgendwelche Betriebssystemprogramme nicht weiterhelfen, weiß ich immer noch nicht wie mir das Terminal weiterhilft und wie schwierig das gegenüber der Batchprogrammierung unter Win ist habe ich am o.g. Script gesehen.
Ich habe mich ganz bewußt für Linux entschieden und das hat keine finanziellen Gründe. Innerhalb von Linux habe ich mich wiederum zuerst mal für Ubuntu entschieden weil es meiner Meinung nach den Umstieg am leichtesten macht.
Das soll aber nicht heißen, das ich alles von Linux gut finde, geschweige denn in den Himmel hoch lobe. Was hier alles als vermeintliches Feature dargestellt wird möchte ich jetzt nicht mehr weiter kommentieren und akzeptiere es mal als persönliche Meinung. Aber bitte akzeptiert auch die Meinung anderer, auch wenn sie vieles an Windows gut finden. Windows ist nicht umsonst das weitverbreiteste Betriebssystem und sicher entgegen irgendwelcher Verschwörungstheorien oder sonstiger Diebstahlgeschichten.
Und noch was, daß Programme unter Windows instabil laufen und einen Absturz verursachen ist mir in meiner ganzen langen Zeit seit ich Win benutze nur dann passiert wenn ich selber Mist gebaut habe und ich habe schon die obskursten Programme ausprobiert, während mir in der kurzen Zeit seit ich Ubuntu benutze schon mehrmals der Bildschirm eingefroren ist und das im Gnome-Commander beim Dateien kopieren.
Ich möchte aber auch mal Vorteile von Linux hervorheben, z.B. als ich meinen HP-Drucker angeschlossen habe, funktioniert einfach ohne das klitzekleinste Hinweisfensterchen. Wenn ich da an die Installationsorgie unter Win denke (da dauert die Installation gefühlt länger als die von XP) oder wenn ich daran denke daß ein Browser und ein Mediaplayer integraler Bestandteil eines Betriebssystems sind, brrrhh.
Was das FHS anbelangt kann man doch sehr geteilter Meinung sein, das ist wohl immer die gleiche Frage wie in der Büroverwaltung, ordne ich was themenbezogen oder funktionsbezogen. Grundsätzlich halte ich eine funktionsbezogene Ordnung (FHS) schon für besser, ist aber extrem elitär, weil für einen Nicht-Insider schwer zu durchschauen. Wenn ich z.B. daran denke wieviel dll's auf meinem PC x-fach vorhanden sind (auf die Schnelle fällt mir da gerade die WinAspi ein), klarer Vorteil für funktionsbezogen. Da könnte man doch auf einem PC ohne Aufwand virtuelle Ordner themenbezogen zum besseren Verständnis einrichten oder zumindestens Zuordnungslisten. Ich liebe unter Win Programme, die in der ReadMe nicht nur Lizenzgeschw... stehen haben, sondern auch welche Dateien Sie wohin zu installieren gedenken.

Gruß Walter

PS. Ist mal wieder alles ziemlich OT. Werde mich bemühen in Zukunft meine Fragen an das Forum weniger emotional zu stellen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Walter_vdV« (9. Dezember 2010, 00:02)


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Donnerstag, 9. Dezember 2010, 00:45

ich möchte mal etwas klarstellen. Mir ist und war auch immer bewußt, das Linux ein anderes Betriebssystem ist als Windows,

Sorry, und ist nicht böse gemeint, aber diese Aussage von dir wage ich zu bezweifeln.

Du vergleichst hier immer mal wieder Birnen mit Mangos. Claro, beides wächst auf Bäumen, aber das wars dann auch schon mit der Gemeinsamkeit. Mangos sind exotisch - aber sowas von Lecker.

Und Linux ist nicht Win. Linux ist nicht perfekt. Aber Linux ist wie ne Mango - lecker

Zurück zum Thema: du gehst in den Süpermarkt und kaufst dir was, das sieht aus wie ne Birne - du isst es, es schmeckt, aber dann beschwerst du dich, dass es keine Birne ist.

Grüße

Montiernix
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Donnerstag, 9. Dezember 2010, 01:31

Hi Montie,
ich glaube schon, das mir das bewußt war, aber ok, da kann man sicher auf Grund meiner Äußerungen zu einem anderen Schluß kommen. Ist aber keine weitere Diskussion wert. Aber das man Dinge vergleicht ist doch ganz normal. Mein Beitrag ging eigentlich davon aus, daß es für einen Anfänger schwer ist, herauszufinden wo sich im Dateisystem was befindet und da laß ich mich nicht davon abbringen, daß ist in Win einfach besser gelöst und horstchen, auch Anfänger, hat mich ja auch in gewisser Weise unterstützt. Ich habe eigentlich nur gefragt ob es nicht eine einfache Möglichkeit gibt mein Problem zu lösen. Und es waren ja auch vernünftige Antworten dabei und gut ist. Aber die Diskussion ging damit los, daß mir eigentlich indirekt Majestätsbeleidigung an Linux vorgeworfen wurde und wie kann ich nur und, und, und. Ich habe noch eine andere für mich wichtige Frage, die trau ich mir schon gar nicht mehr zu stellen, weil es dafür in Linux so viel ich bis jetzt weiß nichts adäquates gibt, aber ich würde halt gerne wissen ob es dafür evtl. eine andere Lösung gibt.
Aber ich schlage vor, wir lassen das jetzt und ich konzentriere mich darauf, das Noch-Problem Linux zu lösen. Und ich habe es schon gesagt, ich werde solche Aussagen, daß ich mich geärgert habe usw. in meinen zukünftigen Fragen weg lassen.

Gruß Walter
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Donnerstag, 9. Dezember 2010, 11:58

Hi Walter,

ärgern gehört doch genau so wie meckern dazu - alles alles im grünen Bereich.

Und lass die Frage ruhig raus. Majestäten müssen ne Beleidigung abkönnen.

Mich ärgert halt manchmal dieses "aber bei Win .... blablubb", da könnte man auch sagen " aber beim Apfel..blablub". Sei skrupellos, kauf die "angebissenes Obst", und du hast ein tadellos funktionierendes System.

Die Linuxe sind wahrscheinlich die am wenigsten perfekten Systeme, da sollte man doch etwas Nachsicht walten lassen - und trotzdem kann ich mir nicht mehr vorstellen, ein Win zu benutzen, ich bin aber auch nicht auf Win angewiesen da ich keine spezial Programme nutze.
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