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Walter_vdV

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Sonntag, 24. Oktober 2010, 16:32

Aktualisierungsverwaltung sehr nützliches Tool, aber ...

Hallo zusammen,

Bis jetzt hatte ich ja Ubuntu nur als Virtuelle Maschine unter XP um darüber alles was mit dem Internet zusammenhängt
zu erledigen und natürlich zum Kennenlernen. Wenn dann eine Aktualisierung angestanden ist - immer drauf, Sicherung
meiner Daten auf den Windowsrechner und dann die Aktualisierungen installiert. Wenn was schief läuft ganze virtuelle
Maschine löschen und die letzte gesicherte VM verwenden. Es ist nie was schief gelaufen aber so waren meine Überlegungen.
Wenn ich jetzt aber ein Produktivsystem einrichte, hätte ich schon gern ein bisschen mehr Kontrolle darüber, was "Fremde" auf meinem Computer tun, insbesondere da unter Windows manchmal was schief gelaufen ist. Da war schon mal ein Patch dabei, bei dem Leute auf einmal Ihren PC nicht mehr benutzen konnten oder nach dem Upgrade einer Freeware waren auf einmal unerwünschte Add-Ons (Toolbars waren sehr beliebt) auf dem PC, die man schwer wieder los wurde, wenn überhaupt oder die Upgrades waren fehlerhaft. Ich habe da immer ein bisschen gewartet und wenn man nichts gehört hat, dann erst installiert. Ganz nebenbei, die Newsletter von PC-Welt sind dafür eine gute Quelle (für Win).

Bis ich natürlich beurteilen kann, welche Systemupdates unter Linux sinnvoll sind, wird noch einige Zeit ins Land
gehen. Trotzdem ist mir schon was aufgefallen. Es scheint mir schon ein bißchen komisch daß mir bei einer absolut
neuen Version (10.10) die Aktualisierung von "linux-image-2.6.35-22-generic" mit 3 dazugehörende Dateien, die laut Beschreibung den Linux-Kernel betreffen, angeboten wurde. Falls ich nicht ganz auf den Kopf gefallen bin, ist doch der Kernel das Herz eines Betriebssystem und das muß schon upgedated werden? Was mich auch wundert, genau diese Dateien mit der selben Vers.-Nr. wurden mir in meiner VM mit Ubuntu 10.04 im letzten halben Jahr x-mal, mindestens aber dreimal (ich habe dann eine Strichliste geführt) zum updaten angeboten. Das ist doch nicht normal - oder?.
Leider habe ich die Datei mit den genauen Aufzeichnungen (Datum, Dateinamen usw.) gelöscht, da ich dachte mit 10.10 ist der Spuk vorbei.
Als nächstes wurden mir als Update neun Dateien für irgendein PulseAudio angeboten. Ich habe nachgeschaut ich habe keine einzige Datei von PulseAudio installiert und das tollste ist, sogar irgendein Bluetooth-Modul von diesem PulseAudio
sollte installiert werden. Bluetooth habe ich aber zum abspecken, komplett (meiner Meinung nach) runtergeschmissen.
PulsAudio habe ich jetzt nicht aktualisiert.
Jetzt kommt aber das allerschönste, PulseAudio wird dann immer und immer wieder zum Updaten angeboten und das kann dann schon lästig werden, wenn zum Lebenszyklusende einer Version immer mehr Dateien aktualisiert werden müssen und man jedesmal manuell die Sachen raussuchen muss, die nicht upgedated werden sollen. Gibt es da nichts, von mir aus auch auf der Kommandozeile, mit dem bestimmte Anwendungen von der Aktualisierungsverwaltung ausgeschlossen werden können. Wenn nicht, fehlt einer sehr sinnvollen und auch tollen Sache doch eine sehr entscheidende Option (und riecht dann so ein bißchen nach Zwangsupdate - siehe Win). Bitte aber jetzt nicht das Argument von Windows "...ja zur Sicherheit, bla bla bla..". Weiter möchte ich mich zu den sogenannten Sicherheitsaktualisierungen in der Windows-Welt nicht äußern (siehe als Extrem-Bsp. NetFramework 3.5).
Hierzu noch ein Bsp.:
Sollte OpenOffice wie MSOffice diese komischen Ribbons einführen, wie schon in der ct gemunkelt wurde, kommt mir keine neuere Vers. von OpenOffice mehr auf den PC. Nur für neue Gimmicks, die sich irgendwelche Programmierer ausdenken, gebe ich mich nicht her. Die Office-Suiten sind in Ihren Hauptkomponenten sowieso ausgereift da gibt es nichts mehr zu verbessern außer bei Outlook (welcher vernünftige Mensch arbeitet mit Outlook?).
Und das Update wird mir dann angeboten und angeboten und ange... und an...
So jetzt muss ich aufhören, sonst brauche ich eine extra Portion Beruhigungsmittel.

Gruß Walter
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Walter_vdV« (27. Oktober 2010, 23:19)


basslord

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Sonntag, 24. Oktober 2010, 20:00

Hallo,

und weiter geht es mit sehr guten und vernünftigen Fragen. Das freut mich persönlich ja schon :)

Bis ich natürlich beurteilen kann, welche Systemupdates unter Linux sinnvoll sind, wird noch einige Zeit ins Land gehen.
Das lässt sich meiner Meinung nach schnell beantworten: Sicherheitsrelevante Updates sollten immer durchgeführt werden. Normale Updates beheben nichtkritische Programmfehler. Ich spiele auch diese blind ein und bin damit immer gut gefahren.
Ein wenig Hintergrundinfo zur Updatestrategie gibt es zudem hier:
http://wiki.ubuntuusers.de/Update

Es scheint mir schon ein bißchen komisch daß mir bei einer absolut
neuen Version (10.10) die Aktualisierung von "linux-image-2.6.35-22-generic" mit 3 dazugehörende Dateien, die laut Beschreibung den Linux-Kernel betreffen, angeboten wurde.
Mir scheint das nicht so komisch. Niemand kann in die Zukunft blicken. Wenn ich nun eine neue Ubuntuversion veröffentliche, die bis dato als fehlerfrei erachtet wurde, am nächsten Tag aber doch Bugs bekannt werden, dann biete ich doch wie selbstverständlich eine bereinigte Version an.

Falls ich nicht ganz auf den Kopf gefallen bin, ist doch der Kernel das Herz eines Betriebssystem und das muß schon upgedated werden?
Das stimmt, der Kernel ist das Herz. Aber eben auch nur ein Stück Software. Und da Software nunmal immer fehlerhaft ist (und der Kernel ist ja nicht gerade ein Minipaket), werden diese früher oder später auch entdeckt. Im konkreten Fall eben früher. Das ist doch eine feine Sache, dass man uns Fehlerbehebungen sobald bekannt nicht ewig vorenthält.

Was mich auch wundert, genau diese Dateien mit der selben Vers.-Nr. wurden mir in meiner VM mit Ubuntu 10.04 im letzten halben Jahr x-mal, mindestens aber dreimal (ich habe dann eine Strichliste geführt) zum updaten angeboten. Das ist doch nicht normal - oder?
Hm, das wiederum scheint mir komisch. Wenn du nicht als zusätzliche Paketquelle die sogenannten Backports aktiviert hast, ist genau dies ausgeschlossen. Innerhalb einer Ubuntuversion wird nie eine neue Programmversion eines Pakets angeboten, nur fehlerbereinigte Pakete derselben Version (deren Minor-Versionsnummern sich dann unterscheiden).

Als nächstes wurden mir als Update neun Dateien für irgendein PulseAudio angeboten. Ich habe nachgeschaut ich habe keine einzige Datei von PulseAudio installiert
Dann hast du noch nicht alles runtergeschmissen, irgendein Paket, eine Bibliothek, die PulseAudio als Abhängigkeit hat, muss noch im System existieren, sonst käme es nicht zu diesem Vorschlag.

Gibt es da nichts, von mir aus auch auf der Kommandozeile, mit dem bestimmte Anwendungen von der Aktualisierungsverwaltung ausgeschlossen werden können.
Hier kann ich dich beruhigen, sowas gibt es. Und das in doppelter Ausführung. Entweder in synaptic - hier das Paket auswählen/markieren und über Paket->Version sperren, oder mittels apt-pinning. Das ist schon etwas komplexer und daher hier auch gleich der entsprechende Wiki-Artikel:
http://wiki.ubuntuusers.de/Apt-Pinning

Bitte aber jetzt nicht das Argument von Windows "...ja zur Sicherheit, bla bla bla..".
Ohhh, leider doch ;) Genau das ist das Argument, wenn es um Sicherheitsupdates geht. Ein gravierend fehlerhaftes Paket bedeutet ein Risiko auch für ein Linux-System. Es wäre grob fahrlässig, wenn wir z.B. unsere Server nicht regelmäßig mit Sicherheitsupdates versorgen würden.

Um noch mal auf das genannte Win-Horrorszenario eines sytemzerstörerischen Patches einzugehen: Ohne externe Paketquellen ist Ubuntu (wie jede Distribution) ein ziemlich homogenes System. Denn hier gibt es eine zentrale Paketverwaltung. Etwas, das Windows im Heimbereich in der Art so nicht kennt. Für Firmen sieht es da schon etwas anders aus. Aber das ist ein anderes Thema (ebenso übrigens wie Linux im Enterprisebereich).
Ich bin bisher mit den angebotenen Updates immer sehr gut gefahren. Ausschließen kann man kaptitale Patchdesaster leider nie, doch mich hat es noch nicht ereilt. Auch wenn ein neuer Kernel das System unbrauchbar machen sollte, reicht ein Reboot mit dem alten Kernel und gut ist's.

Gruß
Rodge
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Sonntag, 24. Oktober 2010, 20:30

Hi Walter,

also ich finde die AV eine tolle Sache, da wird immer das ganze System mit allen installierten Paketen auf den neuesten Stand gebracht (MS macht das nur mit dem OS selber, aber nicht mit den installierten Programmen). Und wie Rodge hau ich die blind drauf und hatte bis zum heutigen Tag noch nie Probleme damit.
Ich halt mich aber auch weitgehend an Ubuntueigene Programme. Einzig haliners DesktopNova und tlp sind bei mir Fremdquellen. Medibuntu betrachte ich nicht als Fremdquelle sondern als Ergänzung.

Ach ja, und ein Kernel besteht nun mal aus 3 Paketen, also müßen bei einem update auch drei Stück installiert werden.

Gruß

Montiernix

p.s. ich finde deine Fragen auch sehr belebend - es schadet ja nicht, sich mal mit dieser Thematik ausführlicher auseinander zu setzen :thumbup:
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basslord

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4

Sonntag, 24. Oktober 2010, 22:02

Ach ja, und ein Kernel besteht nun mal aus 3 Paketen, also müßen bei einem update auch drei Stück installiert werden.
Nope, tut er nicht. Der Kernel ist ein Paket. Punkt. Die Kernel-Header sind ein zusätzliches Paket. Und selbst wenn man dieses Paket hinzurechnet, macht es zwei Pakete ;)

Gruß
Rodge
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Sonntag, 24. Oktober 2010, 22:11

Hi Rodge,

ok so gesehen hast du recht, aber wenn ich mir nen anderen Kernel wie z.B diesen hier installiere, dann brauch ich doch alle 3 ganz unten aufgelistete Pakete ( hab den in einer Testinstallation mit 10.10 und btrfs für/home), um Ihn zum Arbeiten zu überreden.
Oder hab ich da mal wieder was nicht richtig mitbekommen?

Gut, bei nem Kernelupdate via AV, oder auch via Terminal hab ich jetzt noch nie genau drauf geachtet, wieviele Pakete da für den Kernel angeboten werden, bin irgendwie immer von 3 ausgegangen.

Na denn, zum Glück haben wir ja hier im Forum jemanden, der alles hinterfrägt ;) , und so auch mal wieder ein bischen Basiswissen dazugelernt werden kann.

Gruß

Frieder
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6

Montag, 25. Oktober 2010, 10:09

Hm... müsste eigentlich nicht sein, die Header müsstest Du nicht installieren.

Header werden in der Regel nur gebraucht, um Applikationen für den aktuellen Kernel zu kompilieren. Auf den normalen Systemalltag haben sie keinen Einfluss.

Ausserdem bräuchtest Du, soweit ich das sehe, ohnehin nur einen der Header. Kann ich auf den ersten Blick nicht mit Sicherheit behaupten, aber der all-Header müsste für alle Architekturen funktionieren. Wenn Du ein 64bit-System hast, solltest Du auch nur mit dem amd64.deb auskommen.

Man möge mich korrigieren, sollte ich mich irren ;)

Walter_vdV

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Montag, 25. Oktober 2010, 16:05

Hallo zusammen und danke gleich mal (sonst vergesse ich es wieder).

Also wenn Ihr sagt, daß Systemupdates bis jetzt keine Probleme verursacht haben und ich ja bis jetzt auch keine
festgestellt habe > Thema erledigt. Das mit "linux-image-2.6.35-22-generic" werde ich mal verfolgen, ob mir das
unter 10.10 wieder ein paar Mal zur Aktualisierung angeboten wird obwohl ich es installiert habe und werde mich
gegebenenfals noch mal melden.
Das kurz nach Auslieferung eines Release gleich, sagen wir mal, Unzulänglichkeiten festgestellt werden ist für mich auch normal.
Dafür gibt es ja auf der Gegenseite die berühmten ReadMe-Dateien, wo dann steht, daß man kurz vor/nach Auslieferung
noch diesen einen oder anderen Bug fetgestellt hat. Da ist die Aktualisierungsverwaltung haushoch überlegen.
Das ganze hat sich eher auf "linux-image-2.6.35-22-generic" bezogen. Wie schon gesagt trotz Installation in 10.04
immer und immer wieder in der Aktualisierungsverwaltung und dann gleich wieder in 10.10. Hat mich stutzig gemacht und
so ganz traue ich diesem Frieden noch nicht. OK, aus dem ganzen resultierte kein für mich sichtbarer Fehler.
Das Thema Sicherheit (mein ...blah, blah, blah...) hat sich auch mehr auf Applikations, als auf Systemupdates
bezogen.

Synaptic-Menu -> "Paket > Version sperren" = genial, trotzdem mea culpa, auf so was muss ich in Zukunft selber kommen.
Das mit Apt-Pinning habe ich mir mal durchgelesen und von dem was ich bis jetzt verstanden habe, brauche ich es
im Moment nicht. Der Artikel ist trotzdem in meinen Browserfavoriten im UbuntUsersWiki-Ordner gelandet. Für
mein geschildertes Szenario mit OpenOffice könnte es relevant werden.

Jetzt noch zu Thema PulseAudio. Rodge Du hattest recht, da gibt es noch drei installierte Pakete im
Zusammenhang mit PulseAudio, die von anderen Anwendungen benutzt werden. Allerdings sind diese in der
Aktualisierungsliste für PulseAudio nicht enthalten. Also muß es doch schon mal jemand gelungen sein, diese
drei Dateien zu installieren ohne den anderen Kram (ist nicht negativ gemeint).
Ich habe jetzt mal die Aktualisierungsverwaltung die angebotenen Pakete installieren lassen. Die drei
bereits installierten Pakete wurden meines Erachtens nicht upgedatet. Hätte ja sein können, daß sie sich in anderen
Paketen versteckt haben, wer weiß schon was alles in Paketen steckt insbesondere jetzt kurz vor Weihnachten.
Also eine GUI, die ich in "Anwendungen" aufrufen kann wurde nicht installiert, Kommandozeilentools - weiß ich
jetzt nicht.
Das ganze ist mir schon gewaltig suspekt, warum wird irgendwas upgedatet, was nicht installiert ist. Das sind irgendwelche
Multimedia-Sachen, wer braucht die und wer fordert die an?

@Frieder, Aktualisierungsverwaltung und Paketverwaltung sind für mich positive SCHWERGEWICHTE wenn man zwischen
XP und Ubuntu entscheiden soll, speziell im Bereich Usability (tolles Wort, wird in letzter Zeit leider viel zu selten
gebraucht)

@5e4n also täuscht mich mein Magengefühl doch nicht ganz, das was nicht ganz koscher ist. Du hast recht, Headerfiles
updaten? Die werden doch nur beim Compilieren eingebunden. Andererseits wird bei der Installation von
VBoxGuestAdditions auch was neucompiliert. Ich steig da noch nicht so richtig durch. Nur was sind die
Konsequenzen bzw. welche Schlussfolgerungen bleiben bezüglich der Aktualisierungsverwaltung, weil Schaden tut es ja
nicht.

Gruß Walter
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Montag, 25. Oktober 2010, 16:20

Was man nicht unbedingt unter den Tisch fallen lassen sollte ist, dass gar nicht immer alle Einzelpakete, welche geupdatet werden, Updates enthalten.

Der Kernel und PulseAudio sind gleich zwei wunderschöne Beispiele. Die Programme werden nach der Fehlerkorrektur neu gebaut und in Pakete gepackt.. Ein Projekt wird oft aber in verschiedene Pakete gepackt (z.B. werden die Header-Dateien und das Kernel-Abbild in getrennte Pakete verpackt, da nicht jeder Benutzer die Header braucht und so entscheiden kann, ob er sie installiert oder nicht.). Allerdings werden für die Projekte immer alle Pakete neu gebaut und hochgeladen.

Falls nun in einem Projekt ein klitzekleiner Fehler behoben wird, dann erscheinen beim Benutzer alle daraus resultierenden Pakete als Update. Wenn man die Augen offen hält, wird man feststellen, dass die Anzahl von Updates so maßgeblich sinkt. (Z.b. werden eben immer gleich alle pulseaudio*-Pakete mit einmal geupdatet, was natürlich auf den ersten Blick nach einem großen Haufen aussieht.)

Außerdem ist nicht jedes Update für den Endnutzer gut. Einige Updates ändern nur die Paketbeschreibungen oder die Abhängigkeiten zu anderen Paketen. Alles immens wichtige Updates, aber eben nicht für den Endanwender. Denn der bekommt davon vermutlich gar nichts mit. Was genau geändert wurde, kann man natürlich in den Changelogs nachlesen. Diese werden, falls ich mich richtig erinnere, auch in der Aktualisierungsverwaltung angezeigt.

Gruß, Stefan

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Montag, 25. Oktober 2010, 18:35

@haliner, was mich jetzt ein bisschen irritiert, ist folgendes:
Gehen wir mal davon aus mit PulsAudio ist sowas passiert wie Du es geschildert hast. Klitzekleiner Fehler in einem Paket, daraus folgt, alle Pakete werden neu geschnürt. Nur, warum werden Sie mir jetzt geschickt ich will Sie gar nicht und das habe ich damit zum Ausdruck gebracht, daß ich es nicht installiert habe. Das heißt auf meinem PC wird jetzt was abgelegt was ich nicht brauche und schon gar nicht will. Das hat dann aber schon eine Ähnlichkeit damit, daß mir in der Win-Welt
eine für mich durchaus nützliche Freeware irgendeine Toolbar installiert.
Spinnen wir das Thema mal weiter. Angenommen die drei PulsAudio-Pakete, die bereits bei mir installiert waren, weil sie von anderen Anwendungen zur Funktion gebraucht werden (ich denke mal, das ist systematisch so, wie dll's unter Windows), dann ist doch die Anwendung xy dafür verantwortlich, daß die richtigen/neuesten, wie immer man das nennen mag, Pakete auf meinem Rechner landen, da die Anwendung xy ja schon bei seiner Erstinstallation das Paket installiert hat, auch unter dem Aspekt daß das entsprechende Paket in der Form "PulseAudio-Library für xy" oder ähnlich deklariert ist.
Ich kapier es einfach nicht. Ich weiß nur, daß bei mir auf dem PC jetzt was ist, was vorher nicht da war, also systembedingt nicht gebraucht wurde und das ich auch nicht bestellt habe. Ist halt so weil es mir aufgefallen ist. Wenn ich aber auf aktualisieren klicke und dann zum Kaffe trinken gehe? Nach 3 Monaten wundere ich mich dann warum mein Root-Verzeichnis auf einmal verhältnismäßig mehr Speicherplatz belegt als normale Updates mit sich bringen.
Oder habe ich Dich jetzt total falsch verstanden?

Gruß Walter
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Montag, 25. Oktober 2010, 19:14

Bei einem Update werden nie neue Pakete installiert. Nur Pakete welche vorher installiert waren, werden erneuert. Folglich müssen die Pakete vorher installiert worden sein.

PulseAudio dürfte als Abhängigkeit von deiner Desktopumgebung (Gnome) installiert worden sein.

(Eine Ausnahme dieser Regel wäre, wenn ein Paket aktualisiert wird, so dass es jetzt von einem nicht installiert abhängt. Dann wird das neue Paket benötigt und wird installiert. Allerdings muss der Benutzer diesem Vorgang sogar explizit zustimmen. So etwas gibt es innerhalb einer Ubuntu-Version jedoch nicht.)

//edit: Ich darf das so bestimmt sagen, da die Debian Policy dieses Verhalten sehr genau festlegt.

Walter_vdV

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Montag, 25. Oktober 2010, 23:38

Zitat

Bei einem Update werden nie neue Pakete installiert. Nur Pakete welche vorher installiert waren, werden erneuert. Folglich müssen die Pakete vorher installiert worden sein.
Diese Ausführung von haliner, die ja völig kontrahär zu meiner Aussage steht, hat mich bewogen noch mal ein jungfräuliches System in einer virtuellen Maschine aufzusetzen.

PulsAudio war von Anfang an installiert

Sorry, daß ich mit einer Falschinformation das Forum verrückt gemacht habe und einigen Leuten die Zeit gestohlen habe.
Ich weiß nicht, woran das liegt, aber solche Aussetzer passieren mir in letzter Zeit öfter aber ich war fest davon überzeugt, daß usw. usw.

Also ein extra Danke an Alle, die sich mit dem Thema beschäftigt haben und nochmal ....

Gruß Walter
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Dienstag, 26. Oktober 2010, 10:49

Hi,

Bei einem Update werden nie neue Pakete installiert.
Hm, das stimmt. Aber es gibt Ausnahmen. Zuletzt cups. Da wurde ein Paket extra installiert. Natürlich nur, wenn man dem vorher zustimmt.
Allerdings muss der Benutzer diesem Vorgang sogar explizit zustimmen.
Exakt. Den Unterschied macht ein apt-get upgrade <-> apt-get dist-upgrade. Näheres dazu auch aus der manpage:

Zitat

dist-upgrade
dist-upgrade führt zusätzlich zu der Funktion von upgrade intelligente Handhabung von Abhängigkeitsänderungen mit neuen
Versionen von Paketen durch. apt-get hat ein »intelligentes« Konfliktauflösungssystem und es wird versuchen, Upgrades der
wichtigsten Pakete, wenn nötig zu Lasten der weniger wichtigen, zu machen. So könnte der dist-upgrade-Befehl einige Pakete
entfernen. Die /etc/apt/sources.list-Datei enthält eine Liste mit Orten, von denen gewünschte Paketdateien abgerufen werden.
Siehe auch apt_preferences(5) für einen Mechanismus zum überschreiben der allgemeinen Einstellungen für einzelne Pakete.


So etwas gibt es innerhalb einer Ubuntu-Version jedoch nicht.
Siehe oben ;)
Sorry, daß ich mit einer Falschinformation das Forum verrückt gemacht habe und einigen Leuten die Zeit gestohlen habe.
Wie gesagt, ich finde Fragen dieser Art belebend.

Gruß
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Dienstag, 26. Oktober 2010, 11:01

Hi,
hatte gerade zufällig die apt-get Seite offen, da lag es nahe, das kurz zu verlinken.

Gruß

Montiernix
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