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lacarpe

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Dienstag, 16. März 2010, 09:05

Fragen zur Einstellung von Festplatten

Guten Morgen zusammen,

ich habe eine 400 MB GB große Datenpartition und es startet darauf bislang alle 30 Neustarts das Fehlerdiagnosetool. Mich nervt das, da es jedesmal doch recht lange dauert, bis das durchgelaufen ist und ich dann endlich mit dem Arbeiten anfangen kann.

Es gibt ja die Möglichkeit die max-mount-Zahl zu verändern, z.B. auf 100 (Diagnose nach jedem 100. Neustart). Haltet ihr das für sinnvoll? Oder ist es zu riskant? Auf einem inkonsistenten System soll man ja nach Möglichkeit nicht allzu lange arbeiten um Folgedefekte zu verweiden.

Kennt ihr ein Skript, mit dem ich die Festplattendiagnose mit dem Runterfahren alle x Male automatisch starten kann?

Dann frage ich mich noch, wozu die 5% reservierter Speicherplatz auf einer Datenpartition wichtig sind. Auf der Root-Partition sehe ich das ja ein. Dort sollte die Partition nicht vollaufen können. Was kann aber passieren, wenn eine Datenpartition mit 0% reserviertem Platz volläuft, außer dass die letzte Transaktion nicht mehr möglich ist?

Und dann habe ich mich ein wenig mit dem Journalkonzept beschäftigt (Wikipedia und hier). Was ich noch nicht so richtig verstanden habe: Wie und wann bereinigt sich so ein Journal eigentlich? (Bei mir für ext3). Wird es immer fetter (unwahrscheinlich) oder geschieht die Bereinigung nach jedem "commit", wenn die einzelne Datenmodifizierung abgeschlossen ist oder wird das Journal bei der nächsten Prüfung der Datenkonsistenz bereinigt (glaube ich nicht)?

Herzlicher Gruß,
lacarpe
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lacarpe« (16. März 2010, 12:34)


basslord

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Dienstag, 16. März 2010, 11:44

Hi lacarpe,

ich habe eine 400 MB große Datenpartition und es startet darauf bislang alle 30 Neustarts das Fehlerdiagnosetool. Mich nervt das, da es jedesmal doch recht lange dauert, bis das durchgelaufen ist und ich dann endlich mit dem Arbeiten anfangen kann.
Das stört nicht mehr, wenn man ext4 einsetzt ;) Kaum gestartet, schon vorbei. Und bei einer 400MB großen Partition... bei 400GB hätte ich ja ein Einsehen *fg*

Es gibt ja die Möglichkeit die max-mount-Zahl zu verändern, z.B. auf 100 (Diagnose nach jedem 100. Neustart). Haltet ihr das für sinnvoll? Oder ist es zu riskant?
Nun, jeder ist bekanntlich selbst für das verantwortlich, was er tut... Im Ernst, ich habe die Diagnose noch nicht höher gestellt. Als Begründung kann ein Zitat aus der manpage von tune2fs herhalten:

Zitat

You should strongly consider the consequences of disabling mount-count-dependent checking entirely. Bad disk drives, cables, memory, and kernel bugs could all corrupt a filesystem without marking the filesystem dirty or in error. If you are using journaling on your filesystem, your filesystem will never be marked dirty, so it will not normally be checked. A filesystem error detected by the kernel will still force an fsck on the next reboot, but it may already be too late to prevent data loss at that point.


Kennt ihr ein Skript, mit dem ich die Festplattendiagnose mit dem Runterfahren alle x Male automatisch starten kann?
Yep, guckst du hier:
https://wiki.ubuntu.com/AutoFsck
http://linux.dipin.info/2008/11/ubuntu-3…-annoyance.html

Dann frage ich mich noch, wozu die 5% reservierter Speicherplatz auf einer Datenpartition wichtig sind. Auf der Root-Partition sehe ich das ja ein. Dort sollte die Partition nicht vollaufen können. Was kann aber passieren, wenn eine Datenpartition mit 0% reserviertem Platz volläuft, außer dass die letzte Transaktion nicht mehr möglich ist?
Nichts ;) Kann man auf allen Datenpartitionen komplett weglassen. Nur man bedenke, dass man die Platte so oder so besser nicht so voll laufen lässt aus Performancegründen. Gibt kaum was grottigeres als zu volle Festplatten.
Auch auf der /-Partition sind bei sehr großen Platten 5% viel zu viel. 1% dürfte es bei den heutigen Festplattengrößen locker tun.
Nachtrag: Das automatische "Defragmentieren" funktioniert auch nur, solange die Platte nicht zu voll ist.

Was ich noch nicht so richtig verstanden habe: Wie und wann bereinigt sich so ein Journal eigentlich?
Hm, dazu finde ich das hier eine verständliche Erklärung:
http://geekblog.oneandoneis2.org/index.p…d_defragmenting

Gruß
Rodge
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lacarpe

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Dienstag, 16. März 2010, 12:59

Hallo Rodge,

Hinsichtlich max-mount=100 hast du mir hinreichend ins Gewissen geredet. Ich werde eine fsck-at-shutdown-Lösung installieren. An autofsck gefällt mir nicht so gut, dass kdm oder gdm benötigt wird und ich a) xfce4 habe und b) keinen Login-Manager verwende. Vielleicht baue ich mir ein eigenes Skript...

Was ext4 angeht: Vor einem Jahr gab es noch einige Bedenken hinsichtlich der Datenverlustmöglichkeiten bei Stromverslust oder Hardreset (z.B. hier ). Gibt es hier mittlerweile Verbesserungen?

Herzlicher Gruß
lacarpe
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basslord

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Dienstag, 16. März 2010, 13:22

Nun ja, also was heißt Verbesserungen? Das Problem lag nicht bei ext4, sondern eigentlich bei den Anwendungen. Das geht aus dem Bericht im Link ja auch hervor. Dort ist ja auch auf den entsprechenden Bug-Report verwiesen, wo das ganze Thema auch nochmal ganz gut durchleuchtet wird.

Kurz: Ja, es gibt einen Patch. Dieser Workaround imitiert das alte, gewohnte ext3-Verhalten in bestimmten Fällen. Eine Verbesserung ist das allerdings nicht.

Gruß
Rodge
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Dienstag, 16. März 2010, 23:45

Das stört nicht mehr, wenn man ext4 einsetzt


Zwei Doofe, ein Gedanke.
Als ich den Beitrag gelesen habe, musste ich erstmal überlegen, wann mein System das letzte mal ein Dateisystemcheck gemacht hat. Dabei ist mir aufgefallen, daß er zwischendurch gemacht wird, er jedoch dank ext4 kaum auffällt. Auch nicht bei meiner Datenpartition die im RAID läuft und mit ca. 300GB Daten belegt ist.
Easyy-S

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