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basslord

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1

Sonntag, 21. Dezember 2008, 23:10

WLAN - MadWifi für (noch) problematische Chipsätze

Dieses HowTo soll eine Alternative bieten für diejenigen, die Probleme mit bestimmten Atheros-Chipsätzen haben. In meinem Fall war/ist dies der im Acer Aspire One verbaute AR242x. Es gibt verschiedene Ansätze, dies zu lösen. Ab Ubuntu 8.10 bietet sich die Installation der linux-backports-modules-intrepid an, wobei der zukünftige Treiber ath5k installiert wird, welcher auch im aktuellen 2.6.27er Vanilla-Kernel enthalten ist. Leider ist der Treiber noch in Entwicklung und erwies sich als nicht zuverlässig. So kann es häufig vorkommen, dass von einem Boot zum nächsten der Treiber komplett versagt. Siehe vollständige Bugliste hier.

Nun, da es wenig komfortabel ist, immer und immer wieder neu zu starten (ein einfaches Ent- und Neuladen des Moduls brachte nichts), musste eine andere Lösung her. Es liegt nahe, hier auf Bewährtes zurückzugreifen, nämlich MadWifi. Es folgt eine fixe Anleitung und die Hoffnung, dass das HowTo schnell überflüssig wird ;)

Ubuntu-Version: 8.10 Intrepid Ibex 32Bit
Hardware: Acer Aspire One 110L
WLAN-Chipsatz: Atheros AR242x
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." - Friedrich Nietzsche

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2

Sonntag, 21. Dezember 2008, 23:18

1. Voraussetzungen

Vorab müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden, bevor es an die Übersetzung und die Installation des Treibers geht. Benötigt wird Folgendes:
  • Kompilierungswerkzeuge
  • Kernel-Header
  • Subversion (nicht zwingend, s.u.)

Quellcode

1
sudo apt-get install build-essential linux-headers-$(uname -r)

Praktisch ist es zudem, Subversion zu installieren, sodass man sich den aktuellen Snapshot schnell besorgen kann:

Quellcode

1
sudo apt-get install subversion

Alternativ kann man auch auf subversion verzichten und sich einen aktuellen Tarball hier herunterladen:
http://snapshots.madwifi-project.org/madwifi-hal-0.10.5.6/

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Sonntag, 21. Dezember 2008, 23:29

2. System konfigurieren

Damit auch wirklich das manuell installierte MadWifi geladen wird, muss man seinem System beibringen, ein eventuell bereits vorhandes Modul nicht zu laden (dieses kommt über restricted-modules). Dazu sollte es reichen, im Restricted Manager (System->Systemverwaltung->Hardware-Treiber) den Support für Atheros WLAN-Karten zu deaktivieren. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird das Modul aber noch auf die Blacklist gesetzt:

Quellcode

1
sudo vi /etc/default/linux-restricted-modules-common

Falls noch nichts an abgeschalteten Modulen eingetragen ist, sollte es anschließend so aussehen:

Quellcode

1
DISABLED_MODULES="ath_hal"

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4

Montag, 22. Dezember 2008, 00:16

3. Treiber herunterladen, kompilieren und installieren

Dank Subversion kann man nun einen aktuellen Snapshot bequem wie folgt herunterladen:

Quellcode

1
svn checkout http://svn.madwifi-project.org/madwifi/trunk madwifi

Nun ins MadWifi-Verzeichnis wechseln:

Quellcode

1
cd madwifi

Falls noch alte Module vorhanden sind, diese per mitgeliefertem Skript entladen und entfernen:

Quellcode

1
./scripts/madwifi-unload

Quellcode

1
./scripts/find-madwifi-modules.sh

Werden Überreste gefunden und gelistet, müssen sie entfernt ([r]emove) werden.

Nun kann man den Treiber kompilieren und installieren:

Quellcode

1
2
make
sudo make install


Treiber laden:

Quellcode

1
sudo modprobe ath_pci

Interface starten, wenn noch nicht geschehen:

Quellcode

1
sudo ifconfig ath0 up

Gut möglich, dass trotz vorhandenem ath0 dennoch die Schnittstelle deaktiviert ist. Der Killswitch gibt leider keine Rückmeldung, daher einmal betätigen und etwas warten.

Damit das Modul bei jedem Start geladen wird, muss es noch in die /etc/modules eingetragen werden:

Quellcode

1
sudo vi /etc/modules

und den Eintrag hinzufügen:

Quellcode

1
ath_pci


Das war es schon und sollte funktionieren :)

Viel Spaß
Rodge

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Montag, 22. Dezember 2008, 00:19

4. Anmerkungen und Ergänzungen

Mit einem Eintrag in /etc/sysctl.conf ist es bei dieser Version möglich, die WLAN-LED blinken zu lassen:

Quellcode

1
2
dev.wifi0.ledpin=3
dev.wifi0.softled=1
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