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Bernardo

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Freitag, 7. November 2008, 22:00

Modem Problem mit 8.04

Hallo,

hier schreibt ein Neuling mit Linux-Kenntnissen knapp über null.

Seit dem Umstieg auf 8.04 komme ich nicht mehr ins Internet mit meinem
Acer Modem 56 Surf (lief problemlos bis gestern unter 7.10). Kurz
gesagt: das Modem funktioniert, Firefox nicht.

Das Modem selbst piepst und blinkt wie gehabt, läßt sich per Applet
starten. Die Hardware-Kontrolle ('Hareware untersuchen') bestätigt das
ohne Einschränkung.

Modem-Einwahl, per pppconfig konfiguriert und mit 'pon'
gestartet, bringt keine Fehlermeldung, aber auch kein anderes Ergebnis.


Einstellungen: Im Gnome-Gui ist "Diese Verbindung als Internet-Verbindung ...." angekreuzt.
In den Einstellungen von Firefox ist 'kein Proxy' eingestellt. 'Proxy vom System übernehmen' ändert auch nix.
var/log/syslog wirft keine Fehlermeldung aus, außer: "cannot determine ethernet address for proxy ARP". Ist es das?

Hat jemand eine Idee? Oder soll ich mehr Details posten?

Saluti
Bernardo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bernardo« (10. November 2008, 23:47)


Fredl

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Sonntag, 9. November 2008, 01:13

Hallo,
Hast Du unter System/Netzwerk bei den Modem-Einstellungen die Optionen "Modem als Vorgabroute ..." und "Den Namens-Server des Anbieters..." aktiviert?

Grüße!

Bernardo

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Montag, 10. November 2008, 23:53

Hi,


vielen Dank Fredl für Deine Hinweise.
Ich habe zwischenzeitlich eine Lösung gefunden. Da hier vielleicht
noch ein Ubuntu-Neuling mit archaischer Netztechnik unterwegs sein
könnte, das Ganze noch mal komplett:



Das Problem: mit analogem Modem unter
Ubuntu 8.04 oder 8.10 ins Internet. Beide Versionen unterstützen
analoge Modems nicht mehr direkt: Der Netzwerk-Manager hat für
analoge (und Isdn-) Modems keine Funktionalitäten mehr, ppp-gnome
gehört nicht mehr zur Standardinstallation, also ohne Internet nicht
zu kriegen, und mit ppp habe zumindest ich keine Internet-Verbindung
ans Laufen bringen können (s. posting oben).



Die Lösung ist relativ einfach: wvdial
wurde von der alternate-CD, die ich verwendet habe, installiert.
Aufruf "sudo wvdialconf" fand mein Modem an ttyS0 (wo es
schon immer war). Legt ein File wvdial.conf in /etc an. Dieses File
bspw. mit "sudo gedit" editieren, um die Verbindungsdaten
einzugeben (Tel.Nr. des Providers, username, password). Wählvorgang
starten mit "sudo wvdial", beenden mit Ctrl+C. Tutto
pronto.


Um nicht ständig als root auf der
Konsole starten zu müssen, habe ich mir dann gnome-ppp
runtergeladen. Das Programm setzt ohnehin auf wvdial auf. Daten in
dessen GUI eintragen (dev/modem durch dev/ttyS0 ersetzen!). Damit hat
man nach dem Starten kleine Fenster auf dem Monitor und kann dort
auch die Verbindung beenden, aber starten muß man immer noch auf der
Konsole mit "sudo gnome-ppp".


Als user gnome-ppp starten: Problem
sind die Rechte. Der user muß Mitglied der Gruppe dialout und dip
sein. Bei dip war ich zunächst kein Vereinsmitglied. Dann habe ich -
sehr unelegant - die versteckte Konfigurationsdatei .wvdial.conf aus
dem root-Homeverzeichnis in mein Homeverzeichnis kopiert und mir
dafür die Rechte angeeignet. Das funktioniert, obwohl auf der
Konsole beim Starten Fehlermeldungen zu finden sind, da ein User die
Dateien /etc/ppp/pap-secrets bzw. und ~chat-secrets nicht
modifizieren darf. Weil's nun aber funktioniert, habe ich an diesen
Dateien die Rechte nicht geändert (soll man 'zu Fuß' auch nicht).
Wenn root und user denselben Provider aufrufen, würde das
Modifizieren am Inhalt der Datei - Username + Password - auch nix
ändern.


Mehrere Provider: Anders als bei ppp
kann man unter wvdial leider nicht mehrere Provider anlegen, was bei
internet-by-call ja sinnvoll ist (zeitl. begrenzte Billigtarife).
Dasselbe gilt für gnome-ppp, weil es ja, wie gesagt, auf wvdial
aufsetzt. Behelfen kann man sich, wenn dem Billig-Provider username
und password egal sind (Surf2go u.a.). Dann trägt man in die
wvdial.conf unter "Phone 2" dessen Tel.Nr. ein, und startet
z.B. mit "sudo wvdial phone 2".



Einiges an Zeit verbraten, und wieder
mal festgestellt: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.


Saluti

Bernardo


Nachtrag: vielleicht deshalb keine Modem-Unterstützung, weil bei Installieren keine Netzverbindung aktiv war - was ja nicht ging mit dem Modem?

Bernardo

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Donnerstag, 13. November 2008, 20:09

Danke für die Blumen, aber es war einfach so wie früher in der Schule: wenn einem keiner was vorsagt, muß man (lesen und irgendwo) abschreiben.
Vielleicht hätte ich erwähnen sollen, daß ich gaaanz früher mal, als Herr Gates sein Säckel noch nicht gefüllt hatte, auf Unix-Maschinen gearbeitet habe. Allerdings nicht großartig mit dem OS, sondern mit einem Statistik-Programm. Das macht es mir aber ein bischen leichter, mich einzulesen.

Schönen Abend noch ...
Bernardo