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stefan315

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Dienstag, 27. Mai 2008, 19:49

Unterschiede zwischen den Linux-Distributionen

Hallo!

Ich habe jetzt mal angefangen einen Blick auf andere Distributionen zu werfen.

Mit Ubuntu bin ich ganz zufrieden und ein Wechsel sehe ich als nicht Notwendig an.

Trotzdem interessieren mich auch andere Betriebssysteme.

Ich habe mir folgende Linux-Distributionen angeguckt: Debian, Sidux, ArchLinux und OpenBSD

Einen Unterschied zwischen Debian und Ubuntu kann ich nicht erkennen, höchstens die Grafik. Die würde sich aber bestimmt auch noch verändern lassen können. Ist ja nicht weiter verwunderlich, da Ubuntu ja von Debian abstammt.

Sidux habe ich mir Hauptsächlich wegen KDE angesehen. Es soll auch mehr Einstellungen geben. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich solche Detail-Einstellungen noch nicht vermisst ;)

ArchLinux sieht sehr interessant aus. Vorallem ist es verwunderlich, dass überall in eckigen Klammer die Standardparameter nur mit einem Enter bestätigbar sind. Das ist doch ein genereller Unterschied im Hinblick auf die anderen Distris.

OpenBSD habe ich noch nicht installiert bekommen :D Beim ersten mal hatte ich den X-Server vergessen und jetzt kommen immer Segfaults. Naja. Das wird schon noch. Aber auf jeden Fall ist das das komplizierteste OS der getesten.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will:
Gibt es wirklich riesengroße Unterschiede zwischen den Distris? Ich habe hier im Forum gelesen, dass manch einer auf ArchLinux umgestiegen ist, der Performance wegen. Aber ist das wirklich spürbar?

Ist ein Ubuntu-Command-Line-System nicht das selbe wie ArchLinux? Gut die Programme sind anders und die Paketverwaltung ist anders, aber das sind doch Kleinigkeiten. Wenn man am Ende die selben Programme installiert ist der "Unterbau" doch immer der selbe (wenn man von einer identischen Kernel-Version ausgeht.) Sicherlich legen die unterschiedlichen Distributionen eine andere Priorität bei den Updates.

Ob nun meinetwegen ein Apache-Server auf Ubuntu-Server, ArchLinux oder OpenBSD läuft ist doch prinzipiell egal, oder?

Was meint ihr zu dem Thema? :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stefan315« (28. Mai 2008, 15:25)


lacarpe

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Mittwoch, 28. Mai 2008, 10:11

Hallo Stefan,

also das mit Arch und dem Commandline-System war ich. Da ich eine sehr rechen- und zeitintensive Anwendung betreibe, hat mich vor 2 Monaten interessiert, ob es in der Performance einen Unterschied macht, wenn ich ein 32- oder ein 64-Bitsystem verwende oder wenn ich einen anderen Windowsmanager verwende oder eben eine andere Distri. Meine Antwort ist: Ja und nein! :D

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Arch und Ubuntu ist, dass man bei Arch quasi standardmäßig sein eigenes System schrittweise aufbaut. Bei Ubuntu/Kubuntu/Xubuntu ist das standardmäßig nicht so. Hier läuft out of the box schon ganz viel an Prozessen, die man zum Teil nicht braucht und die die Performance verschlechtern. Die Commandline-Version von Ubuntu dagegen entspricht in etwa dem Basissystem von Arch. Kurzum: Ob du nun Arch oder Ubuntu-Commandline nimmst ist im Grunde egal. In beiden Fällen kannst du dir ein schönes, schlankes und performantes System bauen.

Meine zweite Erkenntnis: Der Unterschied zwischen 32-Bit und 64-Bit ist in meinem rechenintensiven Anwendungsfall marginal was die Performance angeht. Auch allgemein liest man, dass 64-Bit kaum Geschwindigkeitsvorteile bringt.

Meine dritte Erkenntnis: Was die Desktopumgebungen angeht, sind schon deutliche Performanceunterschiede festzustellen. Xfce ist bei mir deutlich performanter als Gnome. Und ich mag auch die Schlichtheit von Xfce sehr (Compiz&Co interessieren mich nicht). Fluxbox und IceWM sind sehr schlanke und schnelle Windowsmanager, die mir ebenfalls sehr gut gefallen haben.

Noch was zu Arch versus Linux: Die 32-Bitversion von Ubuntu und Debian wird nur für den 386-Prozessor optimiert, während Arch hier auf i686 optimiert, was leichte Performanceunterschiede bringen soll.

Ein letztes zu Arch versus Linux: Arch ist ein Rolling Release und Ubuntu hat feste Releasezyklen. Das ist Geschmackssache. Ich persönlich bevorzuge feste Releasezyklen, da ich mir lieber einmal zu Beginn richtig Arbeit mache um dann 3 Jahre lang Ruhe zu haben. Deswegen bevorzuge ich Ubuntu mit LTS.

Fazit: Ich finde es mittlerweile am besten, sich selbst ein System zusammenzustellen. Und die Ubuntu-Commandline ist eine schöne Basis dafür.

Mal sehen wofür du dich erwärmen wirst ^^
Viele Grüße,

lacarpe

P.S.: Und nein, ich bin nicht auf Arch umgestiegen :D
ubuntufreund No. 30
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stefan315

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Mittwoch, 28. Mai 2008, 15:24

Hallo Stefan,

also das mit Arch und dem Commandline-System war ich. Da ich eine sehr rechen- und zeitintensive Anwendung betreibe, hat mich vor 2 Monaten interessiert, ob es in der Performance einen Unterschied macht, wenn ich ein 32- oder ein 64-Bitsystem verwende oder wenn ich einen anderen Windowsmanager verwende oder eben eine andere Distri. Meine Antwort ist: Ja und nein! :D
Das hatte ich verfolgt. Fande ich sehr interessant.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Arch und Ubuntu ist, dass man bei Arch quasi standardmäßig sein eigenes System schrittweise aufbaut. Bei Ubuntu/Kubuntu/Xubuntu ist das standardmäßig nicht so. Hier läuft out of the box schon ganz viel an Prozessen, die man zum Teil nicht braucht und die die Performance verschlechtern. Die Commandline-Version von Ubuntu dagegen entspricht in etwa dem Basissystem von Arch. Kurzum: Ob du nun Arch oder Ubuntu-Commandline nimmst ist im Grunde egal. In beiden Fällen kannst du dir ein schönes, schlankes und performantes System bauen.
Genau das meinte ich. Was ich von den CL-Systemen mitbekommen habe ist: Sie ähneln sich doch sehr. Man erkennt das erst im Detail. Die meisten Unterschiede gibt es sicher bei den Programmen und den Paketmanagern. Aber das System was dahintersteckt ist doch oft gleich.

Meine zweite Erkenntnis: Der Unterschied zwischen 32-Bit und 64-Bit ist in meinem rechenintensiven Anwendungsfall marginal was die Performance angeht. Auch allgemein liest man, dass 64-Bit kaum Geschwindigkeitsvorteile bringt.
Ich nutze auch ein 64-Bit System. Es gibt nur einen Nachteil: Ich habe noch ein paar 32-Bit Rechner und da muss ich das Image immer mehrmals ziehen und ich habe mehr CDs im Schrank liegen. Sonst wüsste ich keine Gründe die volle Power (die man wahrscheinlich in den allerwenigstens Fällen merkt ;) ) nicht zu nutzen.


Meine dritte Erkenntnis: Was die Desktopumgebungen angeht, sind schon deutliche Performanceunterschiede festzustellen. Xfce ist bei mir deutlich performanter als Gnome. Und ich mag auch die Schlichtheit von Xfce sehr (Compiz&Co interessieren mich nicht). Fluxbox und IceWM sind sehr schlanke und schnelle Windowsmanager, die mir ebenfalls sehr gut gefallen haben.
Habe ich mir auch mal angesehen. Da erkennt man wirklich die Unterschiede. Das ist dann auf jeden Fall Geschmackssache.

Noch was zu Arch versus Linux: Die 32-Bitversion von Ubuntu und Debian wird nur für den 386-Prozessor optimiert, während Arch hier auf i686 optimiert, was leichte Performanceunterschiede bringen soll.
Bringt sicherlich etwas, wenn auch nicht viel. So viele 386er gibt es doch heute bestimmt nicht mehr.

Ein letztes zu Arch versus Linux: Arch ist ein Rolling Release und Ubuntu hat feste Releasezyklen. Das ist Geschmackssache. Ich persönlich bevorzuge feste Releasezyklen, da ich mir lieber einmal zu Beginn richtig Arbeit mache um dann 3 Jahre lang Ruhe zu haben. Deswegen bevorzuge ich Ubuntu mit LTS.
Bei den Updates mache ich mir keine Gedanken. Wenn was da ist wird es installiert. Bisher ging das immer ganz gut.

Fazit: Ich finde es mittlerweile am besten, sich selbst ein System zusammenzustellen. Und die Ubuntu-Commandline ist eine schöne Basis dafür.
Für einen alten PC auf jeden Fall. Der Unterschied ist spürbar. Ich weiß nicht, aber auf meinem Rechner mache ich das bestimmt das nächste mal auch wieder per Alternate-CD, aber dafür alles mit einmal draufhauen. Viele Dinge brauche ich zwar nicht, aber das ist doch angenehmer.

Ich will demnächst mal auf einen alten Rechner Linux draufmachen, deswegen eigentlich die Frage.

Mal sehen wofür du dich erwärmen wirst ^^
Im Moment bleibe ich auf jeden Fall bei Ubuntu. Bei dem obengenannten alten Rechner werde ich auf jeden Fall mein eigenes System auf CL Basis aufbauen. Was genau werde ich noch testen. (Das ist doch gerade das schöne an Linux. 8) )

P.S.: Und nein, ich bin nicht auf Arch umgestiegen :D
Sorry, falsch gelesen.

Vielen Dank für deine Antwort. Ist für mich zwar immer noch nicht ganz ersichtlich, warum jeder seine eigene Suppe kochen will. Es gibt so viele Linux-Distributionen, ich weiß gar nicht welche ich mir als nächstes angucken soll.
Denn weiter testen werde ich auf jeden Fall. Das interessiert mich einfach zu sehr.

//edit:
Ich habe das Thema mal als [erledigt] markiert. Falls aber noch jemand etwas zu sagen hat und seine Meinung äußern will, würde ich mich natürlich trotzdem freuen :)