basslord hat an anderer Stelle auf
diesen Artikel hingewiesen und ich dachte mir, ich fasse mal die vier wesentlichen Punkte in einem extra Thread (damit man es bei Bedarf leichter wiederfindet) auf Deutsch zusammen:
1. Festplattenzugriff
Der Ubuntu-Serverkernel betont bei den Zugriffen auf die Festplatte das Lesen zu Lasten des Schreibens. Beim Desktop-Kernel halten sich Lesen und Schreiben die Waage.
2. Preemption
Beim Serverkernel ist No_Preemption eingestellt. Das bedeutet: Begonnene Kernelprozesse laufen stets zu Ende durch und werden nicht durch andere Prozesse unterbrochen. Das erhöht die Performance des Systems, verringert aber die Reaktionsgeschwindigkeit, wenn neue Aufgaben angestoßen werden (Stichwort responsiveness).
3. Memory
Ein Desktop-Kernel kann in der 32-Bit-Version bekanntlich 4GB Speicher ansprechen. Der Serverkernel kann in der 32-Bitversion 64 GB ansprechen. Letzteres geht, wenn der Prozessor PAE einsetzt. Die Einschränkung bei PAE besteht allerdings darin, dass zwar 64GB angesprochen werden können, pro Prozess/Task aber trotzdem nur 4GB (
Quelle)
4. Energie sparen
Es lässt sich einstellen, wie oft der Kernel in der Sekunde überprüft ob neue Aufgaben anstehen. In der Serverversion ist diese Rate niedriger eingestellt, was dazu führt, dass CPU-Last (und damit Energie) eingespart wird und im Gegenzug die Reaktionsgeschwindigkeit sinkt.
Viele Grüße,
lacarpe
P.S. Korrekturen und Ergänzungen sind willkommen!