Hm, mich würde ja mal interessieren, was das Proggie so alles anstellt auf dem System. Was ist da alles an der Abarbeitung beteiligt?
Es rechnet und rechnet und rechnet. Fremdprogramme sind nicht beteiligt.
Ich stelle mir nur die Frage, woher der Performanceunterschiede bei den vorangegangenen Tests gekommen waren.
Das verstehe ich auch nicht. Die CPU-Auslastung im Ruhezustand ist bei Gnome gegenüber Xfce imho kaum größer. Somit steht in beiden Fällen dieselbe CPU-Power für das Javaprogramm zur Verfügung. Gnome belegt zwar direkt nach dem Start mehr RAM als Xfce, aber das RAM ist auch mit Javaprogramm nicht ausgelastet. Zumindestens wird nicht geswapt.
Und an dieser Stelle würde ich mich über einleuchtende technische Erklärungen freuen. Es muss ja einen Grund haben, dass mein Programm unter Ubuntu-Standard-Installation langsamer läuft.
Aber als Benchmark eine Rechenaufgabe stelle ich mir nicht sonderlich aussagekräftig vor. Aber ich bin auch kein AEler...
Es ist kein offizieller Benchmarktest. Ich habe lediglich für mich und
meine(!) sehr spezifische Anwendungssituation herausfinden wollen, ob Ubuntu an sich tatsächlich zu weniger Performance bei meinem Programm führt. Ob 64-Bit gegenüber 32-Bit zu signifikanten Steigerungen führt, welchen Einfluss die Wahl eines anderen Windowsmanagers/Desktopsystems hat usw.
In wiefern solche Ergebnisse verallgemeinerbar sind, kann ich nicht sagen. Aber ich vermute einfach mal eine Tendenz.
Tja, spannend aber auf jeden Fall.
Find ich auch.
Also ich habe gestern noch mal ein bisschen rumgetestet und ergänze mal:
Archlinux-Basissystem-64-Bit + enlightenment + nv-Treiber:
80 Rechendurchläufe in 10 Minuten
Ubuntu-Basissystem-64-Bit + enlightenment + nv-Treiber:
80 Rechendurchläufe in 10 Minuten
Ubuntu-Basissystem-32-Bit + enlightenment + nv-Treiber:
77 Rechendurchläufe in 10 Minuten
Ubuntu-Basissystem-32-Bit + fluxbox + nv-Treiber:
77 Rechendurchläufe in 10 Minuten
Ubuntu-Basissystem-32-Bit + enlightenment + nvidia-proprietär-Treiber:
77 Rechendurchläufe in 10 Minuten
Ubuntu-Basissystem-32-Bit + xfce4 + nvidia-proprietär-Treiber:
70 Rechendurchläufe in 10 Minuten
Ubuntu-Basissystem-32-Bit + xfce4 + nv-Treiber:
69 Rechendurchläufe in 10 Minuten
Ubuntu-Standardinstallation-32-Bit (Live-CD) + nvidia-proprietär-Treiber:
65 Rechendurchläufe in 10 Minuten
Das bedeutet für mich (persönlich!) konkret:
Ein Wechsel von Ubuntu auf Arch (geweils 64 Bit) würde bringen:
0% Performancegewinn
für mein Javaprogramm (nichts anderes messe ich!)
(Allerdings könnte Arch in der 32-Bit-Version Vorteile bringen, denn dort wird auf i686 optimiert, während Debian und Ubuntu nur auf i386 optimieren.)
64-Bit statt 32-Bit bringt
+3,9%
für mein Javaprogramm
(Das rechtfertigt für mich derzeit keinen Wechsel auf 64-Bit)
Basissystem+Xfce statt Ubuntustandardinstallation bringt
+7,7%
für mein Javaprogramm
(Fluxbox und enlightenment würden gegenüber Ubuntu-Gnome-Standard sogar +18% bringen, wobei dort noch keine Dienste wie HAL oder CUPS laufen)
nv (640x480) oder nvidia (1280x960) macht keinen Unterschied.
Fazit:
Ein Wechsel auf ArchLinux kommt für mich damit derzeit nicht in Frage. Bin erleichtert
Letztlich würde ich mal vermuten, dass die Diskussion ArchLinux versus Ubuntu (von der man derzeit ja öfters mal liest) schieflagig ist. Wenn man Ubuntu eine "Langsamkeit" gegenüber ArchLinux unterstellt, dann stimmt das (vermutlich) ersteinmal nur dann, wenn man das Ubuntu-Standardsystem mit Arch vergleicht. Und da vergleicht man nun mal Äpfel mit Birnen. Ubuntu kann genauso wie Arch auf "schnell" getrimmt werden. In beiden Fällen beginnt man halt mit einem Basissystem, dass man schrittweise aufbaut (mit der damit verbundenen Mehrarbeit und dem notwendigen Wissen).
Und mit meinem Basissystem+Xfce bin ich nun erstmal glücklich