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Donnerstag, 3. April 2008, 12:34

UUID aus fstab entfernen?

Hallo zusammen,

ich hatte ein blödes Problem: Ich hatte meine Gutsy-Partition mit dd gesichert und dann Hardy auf eine andere Partition gespielt. Die Gutsy-Partition habe ich dann mit etwas anderem überspielt und auch formatiert. Schließlich wollte ich die Gutsy-Installation doch noch einmal wiederherstellen (warum das alles ist eine andere Geschichte) und habe wiederum dd verwendet. Danach konnte ich nichts mehr booten. Beim Start von Hardy gab er mir aus, dass irgendeine UUID nicht aufgelöst werden konnte. Ich vermute mal, dass sich auf der ehemaligen Gutsy-Partition die UUID durch das mehrfache Formatieren und Zurückspielen verändert hat. Kann das sein?

How ever. Ich habe dann in der fstab von Hardy die UUIDs gelöscht und die durch Pfadangaben ersetzt, also etwa: /dev/sda1 wird mit /media/hda1 gemountet usw. Nun konnte ich Hardy auch wieder vernünftig starten.

Nun meine eigentliche Frage: Gibt es irgendwelche wichtigen Gründe, warum in den neueren Ubuntu-Versionen immer die UUIDs der Festplatten und nicht die klassischen Mountangaben (wie /dev/sda1 -> /media/hda1) in fstab eingetragen werden? Ist es aus irgendwelchen Gründen problematisch, dass ich die UUIDs durch klassische Mountangaben ersetzt habe?

Viele Grüße,
lacarpe
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »lacarpe« (3. April 2008, 16:15)


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Donnerstag, 3. April 2008, 13:35

Ich hatte ja das heftige Problem unter Feisty daß meine Platten ständig vertauscht wurden ohne UUID.
Das lag daran daß ich 2 SATA Controller im Rechner habe ,am 1. 120 gig boot,120 gig daten und den Plextor Brenner.Am 2.200 gig Daten usw.
Je nachdem welcher Controller zuerst angesprochen wird beim booten dreht es also die erkannten Platten,Deswegen UUID und jede Platte wird immer richtig angesprochen.

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Donnerstag, 3. April 2008, 13:46

Ah ja, das macht Sinn. Ich entnehme dem, dass es hardwareabhängige, technische Gründe gibt, die für UUID sprechen können. Ich habe einfache IDE-Platten und bei mir wurde noch nie etwas vertauscht. Demnach wäre das bei mir kein Grund für UUID.

Gibt es auch sicherheitstechnische Gründe (im Sinne von Hacking usw.), die für UUID sprechen?
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Donnerstag, 3. April 2008, 14:07

Hi,

Gibt es auch sicherheitstechnische Gründe (im Sinne von Hacking usw.), die für UUID sprechen?

und nein ;) Die Verwendung der UUID dient lediglich dazu, ein Dateisystem eindeutig zu identifizieren. Sicherheitsrelevant ist das in keiner Weise.

Man kann auch wie früher die Devicenamen nehmen, wenn nicht groß rumgestöpselt wird. Beim Formatieren gibt es sowieso eine neue UUID. Man mag das für sich selbst entscheiden.

Gruß
Rodge
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Donnerstag, 3. April 2008, 14:18

Beim Formatieren gibt es sowieso eine neue UUID

Ah ja. Dann wird es wohl das Formatieren gewesen sein, dass den gestählten Reiher beim Booten verwirrt haben dürfte. Hat wohl ein doch nicht so gestähltes Herz, der Gute ;)

Wird eigentlich auch beim Sichern einer Partition mit dd die UUID mitgesichert, so dass diese UUID beim Zurücksichern wieder eingespielt wird? Das wäre natürlich tragisch, wenn sich die UUID zwischen Sichern und Zurücksichern geändert hätte und man auf die neue (und beim Zurücksichern verloren gehende) UUID angewiesen wäre.
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Donnerstag, 3. April 2008, 14:27

Ich habe auf letztere Frage eine Aussage gefunden:

Zitat

Eine mit dd oder ähnlichem kopierte Partition bekommt die gleiche UUID wie die Quellpartition. Im gleichen System führt das zu Problemen, da nicht mehr klar ist, was gemountet werden soll. (Quelle)


Demnach kann die Sicherung mit dd ein Problem sein, wenn es um UUID geht. Wobei ich nicht verstehe, was mit "UUID wie die Quellpartition" gemeint ist: Die UUID der gesicherten Partition vor dem Sichern oder die UUID der Partition, auf der sich die Sicherungsdatei befindet. Vermutlich ist das Erste gemeint.
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Donnerstag, 3. April 2008, 14:53

Die UUID der gesicherten Partition vor dem Sichern oder die UUID der Partition, auf der sich die Sicherungsdatei befindet.

Die UUID der zu sichernden Partition ist vor und nach dem Sichern die selbe. Und in ein Image gesichert, ändert das nichts an der UUID der Zielpartition, auf der das Image landet.
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Donnerstag, 3. April 2008, 15:13

Mit anderen Worten: Die Aussage im Zitat oben ist falsch?
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Donnerstag, 3. April 2008, 15:35

Nein, im Zitat ist von kopierten Partitionen die Rede, nicht von Image-Files. Zur Verdeutlichung mal ein Beispiel.
Wenn ich Partitionen 1 zu 1 mit dd kopiere, dann hat man anschließend ein Problem:

Quellcode

1
dd if=/dev/sda1 of=/dev/sdb1

Unterschiedliche Devices, nach Ausführung gleiche UUID. Schlecht.

Anders das hier:

Quellcode

1
dd if=/dev/sda1 of=/media/sdb1/backup.img 

Die Partition wird in ein File gespeichert und überschreibt das darunter liegende Dateisystem nicht. Ergo bleibt die UUID erhalten.
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Donnerstag, 3. April 2008, 15:46

Und wenn ich in deinem zweiten Beispiel das Image mit dd nach sdb1 kopiere, habe ich dann auch das Problem, dass sdb1 (vermittelt über das Image) die UUID von sda1 erhält?
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Donnerstag, 3. April 2008, 15:51

Das zeige mir jemand, wie geht ;) Das img auf sdb1 über sdb1 drüberbügeln? Könnte schwierig werden. Habe sowas zwar noch nie probiert, aber ohne dass das komplette image irgendwie zwischengespeichert wird, kann das nicht klappen.
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Donnerstag, 3. April 2008, 15:58

Ich meine es so:

Betriebssystem läuft auf sda5.

Quellcode

1
2
dd if=/dev/sda1 | gzip -9 > ~/image.img.gz
gunzip -c ~/image.img.gz | dd of=/dev/sda2


(wobei sda2 in meinem Fall etwas mehr Speicherkapazität als sda1 hat)
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Donnerstag, 3. April 2008, 16:09

Ah, ok. Hier wäre es so, dass sda2 die UUID von sda1 erhalten wird. Und schon ist das Problem da.
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Donnerstag, 3. April 2008, 16:14

Danke dir, basslord! Jetzt habe ich einiges verstanden. Kein Wunder, dass das gestern schiefging.
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