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bederf

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Samstag, 26. Januar 2008, 13:53

Kernel als deb: was wird da genau installiert?

Hi

In dem HowTo zum Kernel-Backen ( [HowTo] Kernel selber kompilieren (2.6.x) ) steht

Zitat

Ist der Kompiliervorgang abgeschlossen, findet man in /usr/src/ zwei deb's (Kernel und Quellen) die einfach mittels 'dpkg -i' installiert werden können.
Was genau wird wohin installiert, wenn man die debs auf das System los lässt? Was passiert mit dem alten Kernel?

Grüße,
bederf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bederf« (27. Januar 2008, 17:57)


basslord

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Samstag, 26. Januar 2008, 23:02

Hallo,

das ist schnell erklärt.

1. Der Kernel
Der Kernel landet in komprimierter Form als vmlinuz-<version> in /boot. Es wird ein neuer Link darauf mit Namen "vmlinuz" in / angelegt. Der alte Verweis bekommt den Namen vmlinuz.old.

2. initial ramdisk
Die initial ramdisk (initrd) wird, falls überhaupt in der Form kompiliert, ebenfalls in /boot abgelegt.

3. Module
Diese landen in /lib/modules/<version>

4. Sonstiges
Die aktuelle Konfigurationsdatei und die System.map befinden sich nach Installation in /boot unter dem Namen config-<version> bzw. System.map-<version>

Der alte Kernel bleibt unberührt von der Aktion. Bei der Installation über dpkg wird gleichzeitig GRUB aktualisiert und die menu.lst angepasst. Auch bleibt der alte Kernel als Alternative erhalten. Und bevor man einen alten Kernel löscht, sollte man wissen, was man tut. Er stört auch nicht, wenn er installiert bleibt.

Hoffe, ich konnte das soweit beantworten ;)

Gruß
Rodge
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." - Friedrich Nietzsche

bederf

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Sonntag, 27. Januar 2008, 09:56

Hi!
Ja, danke.

Ich hab den neuen Kernel (2.6.24) gestern nach Anleitung des HowTos unter Debian4Rc2 (alter Kernel: 2.6.18-5) kompiliert (Kompilier- und Packzeit ca. 60 min :D ) und die erzeugten debs dort installiert. Einziges Problem, das auftrat, war, dass das update von grub und der menu.lst nicht richtig funktionierte.

Für den Installer ist sicherlich erschwerend gewesen, dass bei der Installation auf der Boot-Partition (/dev/hdd7) von Debian ein eigenes Grub eingerichtet wurde, der Rechner aber mit dem Grub von Gutsy auf /dev/hda1 gestartet wird.
Gut, die Einträge aus der Debian-menu.lst in die Gutsy-menu.lst zu übertragen war ja ne Kleinigkeit. Allerdings war als root auch die UUID der Partition, auf der Gutsy installiert ist, eingetragen. Das konnte natürlich nur in die Hose gehen. Das System ist zwar hochgefahren, konnte aber die zugehörigen Kernel-Module nicht finden. Und lustigerweise wurde auch Gnome von Ubuntu gestartet, aber der einzige eingerichtete User war nicht bekannt.

Na, ich hab die Ursache schnell erkannt, die richtige root-Partition eingetragen und jetzt fetzt Debian echt los. Deutlich spürbare Zugewinne: die boot-Zeit ist erheblich geringer geworden und die Darstellung in Gnome, z.B. Schriften hat sich wesentlich verbessert.

Mal sehen, es wurde mit Sicherheit noch viel unnützes Zeug mit rein kompiliert. Da jibbet noch Optimierungs-Potential :D

Gruß,
bederf

basslord

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Sonntag, 27. Januar 2008, 17:11

Da jibbet noch Optimierungs-Potential

Bei 60min. mit Sicherheit :D Wenn ich dir deine Frage jedoch soweit beantworten konnte, markiere den Thread noch als [gelöst]. Thx.

Gruß
Rodge
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