Du bist nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

1

Sonntag, 6. Januar 2008, 17:15

Ubuntu 7.04 7.10 auf einem USB-Stick installieren (inkl. GRUB als Bootloader)

Dieses HowTo kann in Form eines PDFs in unserer Datenbank herunter geladen werden: download

Ein langes, aber wirkungsvolles HowTo

Ich habe etliche Möglichkeiten getestet, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, Ubuntu auf einem USB-Stick lauffähig zu bekommen. Das HowTo ist dadurch recht lang geworden, dafür aber auch sehr transparent, sodass alles gut nachvollziehbar sein sollte. Es sieht anfänglich schlimmer aus, als es wirklich ist. Wenn man es einmal abgearbeitet hat, wird man schnell erkennen, dass es doch recht schnell geht, das Ganze ans laufen zu bekommen.

Inhaltsverzeichnis

Das HowTo beschreibt, wie man Ubuntu 7.x auf einem USB-Stick installiert, um dieses anschließend von selbigen zu starten.
Ob man dafür Ubuntu 7.04 Feisty Fawn oder 7.10 Gutsy Gibbon verwenden möchte, kann frei gewählt werden.
Die Vorgehensweise ist in beiden Fällen identisch.
Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Am besten ist wohl, man testet beide Systeme mal aus, um sich das 'bessere' auszusuchen.
Ein Wechsel zwischen Feisy und Gutsy ist recht einfach möglich. Wie dies zu realisieren ist, kann man am Ende des HowTos nachlesen.

GRUB statt syslinux

Um Ubuntu vom Stick zu booten, wird GRUB als Bootloader eingesetzt. In vielen HowTos, die man im Internet findet, wird beschrieben, wie man Ubuntu mit Hilfe von 'syslinux' startet, was in meinen Augen allerdings nicht so komfortabel ist.
Darüber hinaus ist die Bootzeit mit GRUB um ein vielfaches geringer, als es mit syslinux der Fall ist.

In dem HowTo gehe ich davon aus, dass man bereits über ein installiertes Linux verfügt.
Sollte dem nicht so sein, muss man Ubuntu von einer Live-CD (Ubuntu-Desktop) starten.
Die hier verwendeten Dateien der Ubuntu-CD findet man nach dem Start der Live-CD dann unter /cdrom/.

Verwendungszweck - Bootoptionen

Das Bootloadermenü bietet mehrere Möglichkeiten, Ubuntu zu starten.

Zum einen gibt es die live Option, die Ubuntu im Standardmodus startet, ohne vorgenommene Änderungen oder Einstellungen am System zu speichern. In dem Fall verhält sich der USB-Stick genauso wie die bekannte Live-CD (Desktop).

Des Weiteren gibt es den persistent Modus (der beim Booten mehr Zeit benötigt als der Live-Modus). Startet man Ubuntu mit dieser Variante, werden Einstellungen und Änderungen auf der anzulegenden zweiten Partition gespeichert. Dabei legt Ubuntu eine Verzeichnisstruktur an, die unverändert bleiben sollte. Hat man einmal irgendetwas 'kaputtkonfiguriert', reicht es aus, den gesamten Inhalt der zweiten Partition (casper-rw) zu löschen (dazu gibt es einen Tipp am Ende des HowTos). Auf der ersten Partition (ubuntu) wird nichts geändert oder geschrieben. Somit sollte das System immer funktionieren und es bedarf keiner Neueinrichtung.

Sollte es beim Starten von Ubuntu zu dem Problem kommen, dass man nach oder während des Hochfahrens nichts auf dem Bildschirm sehen kann, gibt es die alternativen Bootoptionen 'Live VGA 791' und Live VGA 0x31B'. Teilweise wirkt sich dies auch auf die Desktopauflösung von Gnome aus. Hier gilt es dann zu testen, was auf dem jeweiligen System funktioniert.

Der USB-Stick

Benötigt wird ein USB-Stick mit mindestens 1GB Speicherkapazität. Sinnvoller sind 2GB oder mehr, da allein Ubuntu schon gut 700 MB des Sticks belegt. Je größer der Stick, desto mehr Platzt bleibt für eigene abzuspeichernde Dateien.

Laufwerksangaben im HowTo ( /dev/sdX )

Meine Erklärungen bauen darauf auf, dass der USB-Stick unter /dev/sde angesprochen wird.
Dies ist beispielhaft und an die eigenen Gegebenheiten anzupassen!
Wie man die Zuweisung des Sticks im eigenen System herausfindet, wird weiter unten beschrieben.

Damit das Ganze auch funktioniert,
sollten alle Anweisungen genau befolgt werden. Jede Abweichung (sei es auch nur ein '/' am Ende eines Verzeichnisnamens) kann dazu führen, dass sich das Ubuntu nicht booten lässt.
Wenn einmal alles läuft, kann man immer noch Änderungen vornehmen und das System an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Easyy-S

Mein pubkey

Dein eigener UbuntuFreunde-Avatar: hier - Dein UbuntuFreunde-Banner: hier

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

2

Sonntag, 6. Januar 2008, 17:25

Vorbereitungen

Zu Beginn lädt man sich das ISO-Image der Ubuntu Desktop CD für 32-Bit-Systeme herunter.
Die ISO-Images findet man hier:
Ubuntu 7.04
Ubuntu 7.10

Wichtig hierbei ist, dass es sich um die Variante 'Desktop CD' und nicht um die 'Alternate install CD' handelt.
Auf CD brennen muss man das Abbild nicht, da wir es in unser Dateisystem einhängen, um auf den Inhalt zugreifen zu können.
Hat man die Desktop-Variante von Ubuntu bereits auf einer CD und möchte das ISO-Image nicht erneut herunterladen, kann auch diese verwendet werden. In dem Fall kopiert man alle benötigten Dateien direkt von der eingelegten Installations-CD.

Anschließend meldet man sich in einem Terminal dauerhaft als root an:

Quellcode

1
sudo -s

und mountet das heruntergeladene ISO-Image nach /mnt:

Quellcode

1
mount -o loop -t iso9660 /PFAD/ZUM/ISO.iso /mnt

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

3

Sonntag, 6. Januar 2008, 17:28

USB-Stick partitionieren

Dazu muss man zunächst den zuvor eingesteckten USB-Stick ausfindig machen, damit man weiß, unter welcher Adresse er zu erreichen ist:

Quellcode

1
fdisk -l

In meinem Beispiel ist dies /dev/sde

Das HowTo baut auf dieser Bezeichnung auf. Der Laufwerksname ist ggf. den eigenen Gegebenheiten anzupassen!
Wer einfach die Beispiele kopiert und ins Terminal einfügt, riskiert u.U. Datenverlust!

Eventuell vorhandene Partitionen (in der Regel dürfte der Stick bereits über mindestens eine Partition verfügen) werden ausgehangen:

Quellcode

1
umount /dev/sde1

Sollten weitere Partitionen auf dem Stick existieren, sind diese ebenfalls auszuhängen (sde2, sde3, usw.)


Mit den folgenden Schritten werden alle Daten auf dem USB-Stick unwiederbringlich gelöscht!

Es ist unbedingt auf die richtigen Laufwerksangaben zu achten, sodass man nicht "aus Versehen" eine Festplatte löscht!

Zu allererst löscht man alle Daten auf dem Stick (dies entfernt ebenso alle vorhandenen Partitionen).
Der folgende Befehl beschreibt den kompletten Stick mit Nullen. Es kann einen Augenblick dauern bis dieser Vorgang abgeschlossen ist:

Quellcode

1
cat /dev/zero > /dev/sde

Abschließend kommt es zu dieser Meldung:

Zitat

cat: Schreibfehler: No space left on device

Das ist in Ordnung und bedeutet schlicht, dass der Vorgang abgeschlossen ist und der gesamte Stick überschrieben wurde.

Nachdem der USB-Stick nun komplett leer ist und auch die Partitionstabelle nicht mehr existiert, werden neue Partitionen erstellt. Es werden zwei Partitionen benötigt. Die erste für das Grundsystem und die zweite, um auf dieser Änderungen und Einstellungen speichern zu könnnen.

Dieser Schritt wird mit fdisk erledigt:

Quellcode

1
fdisk /dev/sde

Nun werden die folgenden Befehle ausgeführt, die über einzelne Buchstaben und Zahlen gesteuert werden:
Den jeweiligen Buchstaben oder die Zahl eingeben und mit 'Enter' bestätigen:

Zitat

n = Neue Parition
p = Primäre Partition
1 = Erste Partition
Enter = Übernimmt die Vorgaben für den ersten Zylinder
+750M = Legt die Größe der neuen Partition fest ( 750 MB )
t = Dateisystemtyp festlegen
b = FAT32
a = Zum Setzen des Parameters 'aktiv / boot'
1 = Auswahl der ersten Partition

Da künftig nichts in diese Partition geschrieben wird, muss die Partition nicht größer sein.
Für eigene Daten und das Speichern von Einstellungen wird die bereits erwähnte zweite Partition angelegt:

Zitat

n = Neue Parition
p = Primäre Partition
2 = Zweite Partition
Enter = Übernimmt die Vorgaben für den ersten Zylinder
Enter = Übernimmt die Vorgaben für den letzten Zylinder
w = Schreibt die Änderungen auf den Stick

Nun müssen die beiden neuen Partitionen noch ein Dateisystem bekommen.
Die erste Partition bekommt FAT32 die zweite ext2.

Quellcode

1
2
mkfs.vfat -F 32 -n ubuntu /dev/sde1
mkfs.ext2 -L casper-rw /dev/sde2

Hier angekommen, ist es ein guter Zeitpunkt die Anzahl von mounts der zweiten Partition zu ändern, bis das Dateisystem gecheckt wird:

Quellcode

1
tune2fs -c 80 /dev/sde2

Sind die Dateisysteme angelegt worden, zieht man der Einfachheit halber den Stick ab und steckt ihn wieder ein.
Feisty hängt die beiden neuen Partitionen nun automatisch nach /media/ubuntu und /media/casper-rw ein.
Die beiden Nautilusfenster, die sich u.U. dabei öffnen, können geschlossen werden.

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

4

Sonntag, 6. Januar 2008, 17:52

Installation des Bootloaders GRUB

In diesem Schritt wird der Stick bootfähig gemacht, indem GRUB installiert wird.

Der folgende Befehl erledigt alles Notwendige:

Quellcode

1
grub-install --no-floppy --root-directory=/media/ubuntu /dev/sde

Hat alles funktioniert, wird unter anderem die folgende Meldung ausgegeben:

Zitat

Installation finished. No error reported.


Nun fehlt noch eine menu.lst, damit GRUB auch anzeigen kann, welche Optionen wir zum Booten zur Auswahl haben.
Mit einem Editor seiner Wahl erstellt man in /media/ubuntu/boot/grub/ die Datei 'menu.lst' mit folgendem Inhalt und speichert diese:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
default 2
timeout 30

## Deutsches Tastaturlayout fuer grub
setkey y z
setkey z y
setkey Y Z
setkey Z Y
setkey equal parenright
setkey parenright parenleft
setkey parenleft asterisk
setkey doublequote at
setkey plus bracketright
setkey minus slash
setkey slash ampersand
setkey ampersand percent
setkey percent caret
setkey underscore question
setkey question underscore
setkey semicolon less
setkey less numbersign
setkey numbersign backslash
setkey colon greater
setkey greater bar
setkey asterisk braceright

title UbuntuFreunde.de
root
title ----------------
root

## Ubuntu im Live-Modus starten.
title UsBuntu - Live
root (hd0,0)
kernel /vmlinuz file=/preseed/ubuntu.seed boot=casper live locale=de_DE console-setup/layoutcode=de ramdisk_size=1048576 --
initrd /initrd.gz

## Ubuntu im Live-Modus mit angepasster Aufloesung starten.
title UsBuntu - Live VGA 1024
root (hd0,0)
kernel /vmlinuz file=/preseed/ubuntu.seed boot=casper live locale=de_DE console-setup/layoutcode=de ramdisk_size=1048576 vga=791 --
initrd /initrd.gz

## Ubuntu im Live-Modus mit angepasster Aufloesung starten.
title UsBuntu - Live VGA 1280
root (hd0,0)
kernel /vmlinuz file=/preseed/ubuntu.seed boot=casper live locale=de_DE console-setup/layoutcode=de ramdisk_size=1048576 vga=794 --
initrd /initrd.gz

## Ubuntu im Persistent-Modus starten. Speichert Aenderungen und Einstellungen am System.
title UsBuntu - Persistent
root (hd0,0)
kernel /vmlinuz file=/preseed/ubuntu.seed boot=casper persistent locale=de_DE console-setup/layoutcode=de ramdisk_size=1048576 --
initrd /initrd.gz

## RAM-Test
title Arbeitsspeichertest
root (hd0,0)
kernel /install/mt86plus
quiet

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

5

Sonntag, 6. Januar 2008, 18:05

Ubuntu auf den Stick kopieren

Nun werden alle notwendigen Daten auf den Stick kopiert.

Dazu wechselt man in das Verzeichnis /mnt, in welchem wir alle Dateien der Live-CD finden:

Quellcode

1
cd /mnt/

und kopiert folgende Dateien und Verzeichnisse auf den Stick (diesen Befehl am besten kopieren und in das eigene Terminal einfügen, da beim Kopieren Dateien anders auf dem Stick abgelegt werden, als sie auf der CD vorliegen):

Quellcode

1
cp -rf casper casper/vmlinuz casper/initrd.gz disctree .disk dists install isolinux/splash.* md5sum.txt pool preseed README.diskdefines /media/ubuntu/

Die folgenden Fehlermeldungen können ignoriert werden:

Zitat

cp: Erzeugen der symbolischen Verknüpfung „/media/ubuntu/dists/stable“ nicht möglich: Operation not permitted
cp: Erzeugen der symbolischen Verknüpfung „/media/ubuntu/dists/unstable“ nicht möglich: Operation not permitted

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

6

Sonntag, 6. Januar 2008, 18:52

Anpassen der initrd.gz

Damit das Ubuntu-System auf dem Stick in der Lage ist, Änderungen am System zu speichern, bedarf es einer Anpassung der initrd.gz.

Bevor man die initrd.gz entpackt, wird ein ein Arbeitsverzeichnis erstellt:

Quellcode

1
mkdir /var/tmp/initedit

In dieses Verzeichnis wechseln:

Quellcode

1
cd /var/tmp/initedit

und die initrd.gz unseres USB-Sticks in das neue Verzeichnis entpacken:

Quellcode

1
gzip -dc /media/ubuntu/initrd.gz | cpio -i

Die Datei 'init' mit einem Editor (hier: gedit) öffnen:

Quellcode

1
gedit init

Zu findender Eintrag:
Feisty: Zeile 119 bis 121
Gutsy: Zeile 128 bis 130

Zitat

break)
break=premount
;;

Darunter den Eintrag um das Folgende erweitern:

Quellcode

1
2
3
4
5
	persistent)
		PERSISTENT=yes
		root_persistence=casper-rw
		home_persistence=casper-rw
		;;

Abschließend die Datei speichern.

Nun muss aus den entpackten Dateien wieder eine initrd.gz erstellt werden.
Sich immer noch im Verzeichnis /var/tmp/initedit befindend, führt man folgenden Befehl aus, welcher die initrd.gz nach /var/tmp/ schreibt:

Quellcode

1
find . | cpio -o -H newc | gzip -9 > ../initrd.gz

Die initrd.gz darf nicht in das gleiche Verzeichnis erstellt werden, in dem die entpackten Dateien liegen, da sie sich sonst selber einpackt und somit die initrd.gz doppelt so groß wird.
Dann ändert man die Rechte der neuen Datei und kopiert sie auf den Stick:

Quellcode

1
chmod 700 /var/tmp/initrd.gz

Quellcode

1
cp /var/tmp/initrd.gz /media/ubuntu/

Um sicher zu stellen, dass alle Daten auf den Stick geschrieben werden, hängt man diesen aus:

Quellcode

1
umount /media/ubuntu/ /media/casper-rw/

Dabei werden eventuell noch ein paar Daten auf den Stick geschrieben.
Nun kann der Stick herausgezogen werden. Die Installation ist fertig und der Stick kann nun verwendet werden.

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

7

Sonntag, 6. Januar 2008, 20:39

Aufräumarbeiten

Wer möchte, kann auf dem Stick ein bisschen aufräumen.
Notwendig ist es nicht, aber ein wenig Ordnung kann nie schaden.

Löschen überflüssiger Dateien:

Quellcode

1
rm /media/ubuntu/casper/initrd.gz /media/ubuntu/casper/vmlinuz

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

8

Montag, 7. Januar 2008, 22:49

Bekannte Probleme (Bugs) - Feisty Fawn

Shutdown / Reboot

Wenn man den PC neustarten oder herunterfahren möchte, wird man von Ubuntu aufgefordert, den Vorgang mit 'Enter' abzuschließen. Das Betätigen der 'Enter'-Taste hat jedoch meistens keine Reaktion zur Folge, sodass der Rechner über die Powertaste ausgeschaltet werden muss.
Dieser Bug ist unter Feisty nicht ganz unbekannt. Eine Lösung habe ich dafür leider noch nicht gefunden.

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

9

Dienstag, 8. Januar 2008, 22:58

Bekannte Probleme (Bugs) - Gutsy Gibbon

Schwarzer Bildschirm nach/wärend des Starts

Nach dem Bootvorgang
Nach dem Hochfahren von Gutsy kann es dazu kommen, dass der Bildschirm schwarz bleibt. Hierfür gibt es zwei Abhilfen.
Eine mögliche Lösung ist es, den Grafikmodus in den GRUB-Optionen zu ändern ( z.B. VGA=791, 792, 795, ... ).
Eine weitere mögliche Lösung, ist das betätigen einer beliebigen Taste, nachdem der Bootvorgang abgeschlossen ist.
Dies kann, muss aber nicht funktionieren. Hier gilt es zu testen, was auf dem jeweiligen System zum Erfolg führt.

Während des Bootvorgangs
Beim booten von Gutsy kann es oft dazu kommen, daß während des bootens, nichts als ein schwarzer Bildschirm zu sehen ist. Dieses Problem lässt sich im Normalfall recht einfach beheben, was sich allerdings nicht ohne weiteres auf das Live-System für den USB-Stick anwenden lässt.
Es bedarf einiger Änderungen an der initrd.gz, welche sich leider nur mittels 'ubuntu customization kit' bewerkstelligen lässt. Dazu erstellt man sich mittels 'uck' eine neue Live-CD, an der man folgende Änderungen vornimmt:

Es müssen ein paar Module geladen werden, wozu die 'modules' in /etc/initramfs-tools/ um einige Einträge erweitert werden muss.

Quellcode

1
vi /etc/initramfs-tools/modules

Hier fügt man folgendes hinzu:

Quellcode

1
2
3
fbcon
vesafb
vga16fb

Des weiteren müssen in der 'blacklist-framebuffer', welche in /etc/modprobe.d/ zu finden ist, zwei Einträge entfernt werden müssen.

Quellcode

1
vi /etc/modprobe.d/blacklist-framebuffer

Am Ende der Datei entfernt man diese beiden Einträge:

Quellcode

1
2
vesafb
vga16fb

Das ganze wird dann mit einem update abgeschlossen:

Quellcode

1
update-initramfs -u

Man stellt die Live-CD mit 'uck' fertig und verwendet die darin enthaltene initrd.gz, wie sie in diesem HowTo beschrieben ist.

Easyy-S

Boardgrafiker

  • »Easyy-S« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 015

Wohnort: /home/horrem

Beruf: Geschäftsleiter

  • Private Nachricht senden

10

Dienstag, 8. Januar 2008, 23:05

Tipp - Zwischen Feisty und Gutsy wechseln

Hat man den USB-Stick einmal eingerichtet und das installierte System auf Funktionstüchtigkeit getestet, kann man recht einfach von Feisty nach Gutsy oder umgekehrt wechseln.
Es muss nichts weiter getan werden, als alle Dateien und Verzeichnisse in /media/ubuntu/ zu löschen und die Dateien des anderen Systems auf den Stick zu kopieren. Hierbei ist darauf zu achten, das Verzeichnis /media/ubuntu/boot/ nicht zu löschen.
Dieses funktioniert bei beiden Systemen gleich. Man braucht es somit nicht erneut einzurichten.
Weiter ist beim Löschen darauf zu achten, dass auch das versteckte Verzeichnis /media/ubuntu/.disk entfernt wird. Am besten führt man die Löschung in einem Terminal durch.

Sind alle Dateien kopiert worden, muss anschließend die entsprechende, zuvor editierte, initrd.gz auf den Stick geschrieben werden.

Das war's schon. Nun kann man das neue System starten.

Hat man den Stick einmal im persistent-Mode gestartet und möchte ein anderes System verwenden, sind die Dateien und Verzeichnisse in /media/casper-rw/ zu löschen oder man kopiert sie für eine spätere Verwendung auf die lokale Festplatte.
Hierbei kann man bei Bedarf das Vezeichnis 'ubuntu' übrig lassen. Das ist das Homeverzeichnis des users, in dem man vielleicht schon Dateien abgelegt hat, die man nicht löschen möchte.
Der Ablageort dieses Verzeichnisses unterscheidet sich zwischen Feisty und Gutsy.
Feisty legt den Ordner 'ubuntu' direkt in /media/ubuntu/ ab. Gutsy hingegen in /media/ubuntu/home/.
Die eigenen Dateien müssen entsprechend veschoben werden. Nicht den gesamten Ordner verschieben! Ubuntu legt in dem Verzeichnis etliche Einstellungsdateien ab! Hier sollte man sich auf Dateien beschränken, die man selber hinzugefügt hat.

Hier in einer kurzen Zusammenfassung die entsprechenden Befehle:
(USB-Stick angeschlossen)

Quellcode

1
sudo su

Quellcode

1
cd /media/ubuntu/

Daten löschen:

Quellcode

1
rm -rf casper/ disctree/ .disk/ dists/ initrd.gz install/ md5sum.txt pool/ preseed/ README.diskdefines splash.* ubuntu.ico vmlinuz

Das ISO-Image von Ubuntu nach /mnt mounten (Beschreibung siehe weiter oben)

Die neuen Dateien auf den Stick kopieren:

Quellcode

1
cp -rf casper casper/vmlinuz casper/initrd.gz disctree .disk dists install isolinux/splash.* md5sum.txt pool preseed README.diskdefines ubuntu.ico /media/ubuntu/

initrd.gz anpassen und ebenfalls auf den Stick kopieren (Beschreibung siehe weiter oben)

Löschen der Dateien und Verzeichnisse auf casper-rw ( ausgenommen dem Ordner 'ubuntu' / 'home/ubuntu' ):

Quellcode

1
cd /media/casper-rw/

Quellcode

1
rm -rf cdrom/ etc/ lib/ media/ rofs/ root/ sbin/ tmp/ usr/ var/ cdsource
Easyy-S

Mein pubkey

Dein eigener UbuntuFreunde-Avatar: hier - Dein UbuntuFreunde-Banner: hier