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Ein langes, aber wirkungsvolles HowTo
Ich habe etliche Möglichkeiten getestet, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, Ubuntu auf einem USB-Stick lauffähig zu bekommen. Das HowTo ist dadurch recht lang geworden, dafür aber auch sehr transparent, sodass alles gut nachvollziehbar sein sollte. Es sieht anfänglich schlimmer aus, als es wirklich ist. Wenn man es einmal abgearbeitet hat, wird man schnell erkennen, dass es doch recht schnell geht, das Ganze ans laufen zu bekommen.
Inhaltsverzeichnis
Das HowTo beschreibt, wie man Ubuntu 7.x auf einem USB-Stick installiert, um dieses anschließend von selbigen zu starten.
Ob man dafür Ubuntu 7.04 Feisty Fawn oder 7.10 Gutsy Gibbon verwenden möchte, kann frei gewählt werden.
Die Vorgehensweise ist in beiden Fällen identisch.
Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Am besten ist wohl, man testet beide Systeme mal aus, um sich das 'bessere' auszusuchen.
Ein Wechsel zwischen Feisy und Gutsy ist recht einfach möglich. Wie dies zu realisieren ist, kann man am Ende des HowTos nachlesen.
GRUB statt syslinux
Um Ubuntu vom Stick zu booten, wird GRUB als Bootloader eingesetzt. In vielen HowTos, die man im Internet findet, wird beschrieben, wie man Ubuntu mit Hilfe von 'syslinux' startet, was in meinen Augen allerdings nicht so komfortabel ist.
Darüber hinaus ist die Bootzeit mit GRUB um ein vielfaches geringer, als es mit syslinux der Fall ist.
In dem HowTo gehe ich davon aus, dass man bereits über ein installiertes Linux verfügt.
Sollte dem nicht so sein, muss man Ubuntu von einer Live-CD (Ubuntu-Desktop) starten.
Die hier verwendeten Dateien der Ubuntu-CD findet man nach dem Start der Live-CD dann unter /cdrom/.
Verwendungszweck - Bootoptionen
Das Bootloadermenü bietet mehrere Möglichkeiten, Ubuntu zu starten.
Zum einen gibt es die
live Option, die Ubuntu im Standardmodus startet, ohne vorgenommene Änderungen oder Einstellungen am System zu speichern. In dem Fall verhält sich der USB-Stick genauso wie die bekannte Live-CD (Desktop).
Des Weiteren gibt es den
persistent Modus (der beim Booten mehr Zeit benötigt als der Live-Modus). Startet man Ubuntu mit dieser Variante, werden Einstellungen und Änderungen auf der anzulegenden zweiten Partition gespeichert. Dabei legt Ubuntu eine Verzeichnisstruktur an, die unverändert bleiben sollte. Hat man einmal irgendetwas 'kaputtkonfiguriert', reicht es aus, den gesamten Inhalt der zweiten Partition (casper-rw) zu löschen (dazu gibt es einen Tipp am Ende des HowTos). Auf der ersten Partition (ubuntu) wird nichts geändert oder geschrieben. Somit sollte das System immer funktionieren und es bedarf keiner Neueinrichtung.
Sollte es beim Starten von Ubuntu zu dem Problem kommen, dass man nach oder während des Hochfahrens nichts auf dem Bildschirm sehen kann, gibt es die alternativen Bootoptionen 'Live VGA 791' und Live VGA 0x31B'. Teilweise wirkt sich dies auch auf die Desktopauflösung von Gnome aus. Hier gilt es dann zu testen, was auf dem jeweiligen System funktioniert.
Der USB-Stick
Benötigt wird ein USB-Stick mit mindestens 1GB Speicherkapazität. Sinnvoller sind 2GB oder mehr, da allein Ubuntu schon gut 700 MB des Sticks belegt. Je größer der Stick, desto mehr Platzt bleibt für eigene abzuspeichernde Dateien.
Laufwerksangaben im HowTo ( /dev/sdX )
Meine Erklärungen bauen darauf auf, dass der USB-Stick unter /dev/sde angesprochen wird.
Dies ist beispielhaft und an die eigenen Gegebenheiten anzupassen!
Wie man die Zuweisung des Sticks im eigenen System herausfindet, wird weiter unten beschrieben.
Damit das Ganze auch funktioniert,
sollten alle Anweisungen genau befolgt werden. Jede Abweichung (sei es auch nur ein '/' am Ende eines Verzeichnisnamens) kann dazu führen, dass sich das Ubuntu nicht booten lässt.
Wenn einmal alles läuft, kann man immer noch Änderungen vornehmen und das System an die eigenen Bedürfnisse anpassen.