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thepat

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1

Mittwoch, 14. November 2007, 06:09

Die optimale Hardware

Hallo,

Ich entwickle auf Arbeit unter Mac OSX (ist ja zum Glueck auch nur ein Linux drunter und alles bleibt wie gewohnt :-). Abgesehen davon, dass die Machine mit 2 Quadcore Intelprozessoren und 8GB Ram, etc. sowieso der Hammer ist, stellt sich mir seit einiger Zeit eine Frage.
Ich benutze Linux seit Studiumszeiten und frueher viel mehr als jetzt hiess es meisst "wird denn die und die Hardware unterstuetzt". Was mich am Prinzip von Apple so fasziniert ist, dass ihre Loesungen zum groessen Teil deshalb so gut funktionieren, weil Hardware und Software Hand in Hand entwickelt werden. Linux Distributionen haben das Problem, dass sie eine Menge unterschiedlichster Hardware unterstuetzen muessen, weil jeder Nutzer seine eigene Machine heim hat.

Bei mir heim zum Beispiel laeuft ein Ubuntu 32 Bit auf einem Dualcore 64 Bit Processor. Das ist nicht optimal, vor allem wenn man parallele Bildverarbeitungsalgorithmen entwickelt, die die Hardware auch 100%ig ausnutzen wuerden, wenn das Betriebssystem mitspielt.

Jetzt ist die Frage: Gibt es denn eine optimale Konfiguration aus zb. Mainboard, Prozessor, Speicher und Grafik, damit Ubuntu wirklich alle Staerken auspielen kann? Wenn ja, woher bekommt mann denn Informationen darueber, welche Ubuntu Version wo und wie am besten laeuft? Wenn man an solche Informationen kommen koennte, dann wuerde das definitiv mein Kaufverhalten bei Hardware beeinflussen.

Cheers
Patrick

Caleb79

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2

Mittwoch, 14. November 2007, 07:59

Hallo thepat,

mit dem apple Rechner hast du ja echt ne High-End Maschine (man schreibt es mit ..sch..), dafür schon mal mein vollen respekt.
Aber jetzt überleg mal, wieviel man für solch einen Rechner hinlegt?
Da reichen nichmal 3000 Boleros.

Bei Hardware für nen PC (ich nenn ihn jetzt mal so in Vertretung für alle i386 und die 64bitter), würde ich immer empfehlen, die beste, meist auch die teuerste Hardware zu kaufen, um ein Referenzrechner zu erstellen, der es mit dem Mac aufnehmen kann.
Das heißt im Detail, eine Intel CPU (quad) mit dem dementsprechenden Intelchipsatz. Ein Board das optimal ausgestattet ist und bei der Grafikkarte kann man alle auswählen, denn die sind in nem Mac e schrott (bis auf die Quadros). Aso, der Speicher, da sollte man natürlich au net geizen.

Noch was, Mac OSX ist kein Linux, es ist Unix.

Das mit den 32Bit auf nem 64Bit Prozessor, iss ja auch so eine Geschichte. Installier mal die 64bit Variante und versuche mal den FlashPlayer zu installieren. Ich bin daran gescheitert, bis ich mal bei adobe gelesen habe, dass es bisher nicht fertig ist X(

Im übrigen, ich habe gestern erst bei TecChannelNews gelesen, dass man für 2GB RAM bei Apple 1270€ hinlegen muss, was ich echt fett finde. Aktuell gibt es OSZ DDR2 RAM (2GB) bei Alternate für schlappe 69 € (das ist kein Tippfehler von apple, in UK kostet er 800 Pfund, in US 1200$).

Naja, wie dem auch sei, gute Hardware wird immer gut unterstützt, bei exoten hat man meist das Problem der Treiber beschaffung.
Aber man sieht es ja auch teilweise am Kernel, der wird ja au immer größer, da er immer mehr unterstützen muss. Lieber so, als wenn man 3 Jahre alte Hardware gar net mehr zum laufen bekommt.

So denn, und einen erfolgreichen Tag,

der caleb
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basslord

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3

Mittwoch, 14. November 2007, 08:39

Linux Distributionen haben das Problem, dass sie eine Menge unterschiedlichster Hardware unterstuetzen muessen, weil jeder Nutzer seine eigene Machine heim hat.

Du nennst ja klar das "Problem". Dass die PC-Architektur eben diese Vielfalt besitzt, ist doch aber nicht die Schuld eines Betriebssystems.

Auch gibt es immer mehr Hersteller und kleine bist mittlere Hardwareschmieden, die genau dafür sorgen, dass ihre Ware perfekt mit der gewählten Distri laufen.

Der Vergleich mit dem Mac kann immer nur scheitern, da hier zwei völlig unterschiedliche Strategien gefahren werden mit, bis vor kurzem, auch unterschiedlicher Architektur.

Du willst den optimalen Linux-PC? Joa, der wird eben für jeden anders aussehen ;) Was die Unterstützung angeht, das ist weniger schwer. Es gibt viele Seiten, wo supportete Hardware gelistet ist.

Viele mögen diese Vielfalt jedenfalls, auch wenn klare Nachteile auf der Hand liegen. Doch es ist schon ziemlich krass, was heute schon alles out-of-the-box von Linux unterstützt wird. Dann noch etwas Infos einholen, und man hat null Probleme. Die letzte unsupportete Hardware bei mir war... *überleg* ein 56k-Modem (Win-Modem halt) in einem uralten Fujitsu-Siemens-PC. Ich klammere den nicht gerade berühmt laufenden Zyxel-WLAN-USB-Stick mal aus. Den habe ich mir nicht ausgesucht...

Was das 64Bit-Thema angeht: Joa, ist das wirklich ein Linux-Prob? Nope! Natürlich läuft das System perfekt auf einer 64Bit-Architektur.
Für alles, was darüber hinaus geht (z.B. Flash), muss man die Hersteller in den Hintern treten! Das ist kein Prob von Linux und auch kein Hardware-Problem ;)

Gruß
Rodge
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." - Friedrich Nietzsche

thepat

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Mittwoch, 14. November 2007, 08:39

Moin,

also vorweg. Das soll keine "Mac ist super" Diskussion werden. Ich liebe mein Ubuntu. Den Mac in der Uni musste ich ja nicht bezahlen und die Preislage bei Apple ist mir
bekannt.

Zitat

Da reichen nichmal 3000 Boleros.


Nein, die reichen mit Sicherheit nicht. Mit Faktor 2 kommt man der Sache naeher.

Zitat

Das heißt im Detail, eine Intel CPU (quad)


Warum? Ein 64bit Intel ist nur von AMD abgekupfert. Ich zitiere mal Wikipedia

Zitat

Da AMD zwischenzeitlich viele namhafte OEM-Hersteller ins AMD64-Boot holen konnte und außerdem zur Zeit der massive Umstieg auf 64 Bit in Desktop- und Workstation-Rechnern läuft, gehen derzeit fast alle Beobachter davon aus, dass AMD64 in Zukunft die bedeutendste 64-Bit-Architektur werden wird. Dies hat inzwischen auch Hauptkonkurrent Intel anerkannt und Prozessoren mit Intel 64 (früher auch EM64T, Extended Memory 64 Technology, auch bekannt als IA-32e) im Angebot. Dies geschah hauptsächlich, da Intels hauseigene IA-64-Architektur für den Desktop-Einsatz zu teuer ist und überdies noch immer mit einigen konzeptionellen Schwierigkeiten kämpft, zum anderen hatte aber auch Microsoft signalisiert, nur eine 64-Bit-Erweiterung in Windows unterstützen zu wollen. Die Wahl fiel wegen der früheren Verfügbarkeit auf die AMD-Erweiterung.


Soweit die technische Seite. Vielleicht kommt aber der Ubuntu Kernel wirklich besser mit einem Intel Prozessor klar. Man weiss es ja nicht.

Zitat

Naja, wie dem auch sei, gute Hardware wird immer gut unterstützt


Genau, aber was ist gute Hardware. Ist es zum Beispiel jedes ASUS Board oder nur einige? Oder laeuft vielleicht ein spezielles Board von ASUS, welches eigentlich besser sein sollte, schlechter weil es
eben nicht perfekt durch den Kernel angesprochen wird? Oder kommt es wieder nur auf die Chipsaetze auf dem Board an? Die ganzen Lowlevel-Sachen (wie Datentransfer von ueber die Northbridge oder so) macht ja eigentlich das Board von allein, ohne das Betriebssystem.

Fragen ueber Fragen.

Trotzdem vielen Dank fuer die Antwort.
Cheers
Patrick


PS: Natuerlich heisst es auf deutsch Maschine. Wenn man den ganzen Tag englische Publikationen liest wird man irgendwann gaga im Kopf.

Caleb79

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5

Mittwoch, 14. November 2007, 08:59

:D gaga, da musst ich grad schmunzeln.

Nee soll ja kein: Mac iss besser Thread werden, aber erwähnen muss man es ja, dass die teile schweineteuer sind.

Mit besserer Hardware meine ich eben, das auf nem Board ein bestimmter Chipsatz drauf ist, und da liegt es ja nahe, die vom CPU-hersteller zu nehmen, der weiß ja was er braucht (denke ich jetzt mal).
Und die wahl des Intel´s ist daher begründet, dass die einfach besser sind. Also in jedem Benchmark.
Ich selber habe zwar einen AMD Opteron (den 165er, von 1,8GHz auf 2,43GHz übertaktet), aber hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich einen Intel bevorzugen.
Schlussendlich kommt es ja auch dann wieder drauf an, was man mit dem Rechner alles machen will.

Ich weiß, dass iss alles son hin und her, aber über solche Fragen kann man bestimmt endlos diskutieren.
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Rufus

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Mittwoch, 14. November 2007, 14:03

aber hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich einen Intel bevorzugen.


Ich finde, dass die Leistungsunterschiede den Preisunterschied nicht rechtfertigen. Ich hab mir grade einen neuen CPU gekauft, einen AMD Athlon 64 X2 4800+ für 91,- € , weil er billiger als der Intel ist, und die Leistungsunterschiede nicht allzu groß waren bzw sind. Gut ich muss sagen, bei mir war das Budget begrenzt, wenn es nicht so gewesen wäre, hätte ich vll einen Intel genommen. Ausserdem waren mir die Mainboards für die Intel Prozessoren zu teuer, obwohl die Auswahl bei alternate, subjektiv gesehen, größer ist.
Mac Erfahrungen hab ich nicht, weil ich 1. Schüler bin (chronischer Geldmangel :D ) und 2. spiele ich viel zu gern mit Distris und 3. natürlich Spielen :D . Wobei 1. der auschlaggebende Punkt ist. Cedega gibt es ja auch für Mac.


mfg Rufus

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Mittwoch, 14. November 2007, 15:32

Hab selbst auch ne AMD CPU. Aber im Moment ist es wirklich so das Intel Leistungsmäßig die Nase vorn hat. Bald kommt ja der AMD Phenom. Mal schauen wie es dann ausschaut. :)

Bei Hardware für nen PC (ich nenn ihn jetzt mal so in Vertretung für alle i386 und die 64bitter), würde ich immer empfehlen, die beste, meist auch die teuerste Hardware zu kaufen, um ein Referenzrechner zu erstellen, der es mit dem Mac aufnehmen kann.

Immer das teuerste ? Ne das is doch Quatsch :) Ein Mittelklasse-PC kann es doch locker mit nem Mac aufnehmen ;)

Rufus

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Mittwoch, 14. November 2007, 16:37

das Intel Leistungsmäßig die Nase vorn hat


Rechtfertig dieser Vorsprung den Preisunterschied? Würd mich jetzt echt interessieren


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Mittwoch, 14. November 2007, 16:40

das Intel Leistungsmäßig die Nase vorn hat


Rechtfertig dieser Vorsprung den Preisunterschied? Würd mich jetzt echt interessieren

Nein tut es nicht. Den Preis hab ich auch bei meinem post oben außen vor gelassen. :)

Rufus

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Mittwoch, 14. November 2007, 16:46

Hab grad mal nachgeschaut und folgendes gefunden:
Hier kann man sehen, dass Intel-Prozessoren im Schnitt 30 € teurer sind, und die Leistungsunterschiede meiner Meinung nach diesen PreisUnterschied (manchmal nur ein paar Punkte) nicht rechtfertigen.
Kann mich da Knubbel nur anschliessen.
Zum Glück hab ich mir den "billigen" AMD gekauf :D


mfg Rufus

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Mittwoch, 14. November 2007, 19:03

Hallo zusammen,

also bevor es zu Geflame zwischen AMD-Jüngern und Intel-Fan-Boys kommt... ;) Ich denke, dass beide ihre Stärken haben (sei es derzeit eher im Preis) und auch, dass es den Käufern nur zugute kommt, wenn es zwei statt nur einem großen Anbieter gibt.

Aus persönlicher Überzeugung habe ich früher AMD genutzt, weil sie a) günstiger waren, b) weniger Strom verbrauchten und sie c) interessante neue Ideen hervorbrachten (Wegfall der Northbridge - direkte Speicheranbindung). Inzwischen sieht einiges dank der Core-Technologie etwas anders aus. Nun spricht IMHO erstmal nur der Preis für eine AMD-CPU. Ich weiß jetzt schon, dass meine nächste CPU wieder von Intel kommen wird. Bei der übernächsten weiß ich es noch nicht ;) Ich hoffe jedenfalls, dass AMD gut aufholt.

Aber noch eines zum eigentlichen Thema, der "optimalen" Hardware: Auf absehbare Zeit kommt man im Grafikbereich nicht um eine Nvidia-Karte herum. Habe mich lange mit ATI herumgeärgert und bin schließlich völlig gefrustet auf Nvidia umgesattelt. Nun sind die Treiber (fast) frei und ich erhoffe von AMD/ATI Großes. Perfekter Support dank freier Treiber und ich wechsle wieder.

So long
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