Man sollte sich durch solche Meldungen nicht "kirre" machen lassen. Es wechseln immer mehr Projekte zur GPLv3 - siehe hier:
http://gpl3.palamida.com:8080/
Die GPLv3 verbietet solche Deals explizit. Das heisst, wer nach dem 27.03.2007 Deals dieser Art mit MS gemacht hat (das sind alle Betroffenen außer Novell), darf keine GPLv3-Software vertreiben. Da die FSF mit Richard Stallman an nahezu allen wichtigen kernelnahen Bestandteilen von GNULinux die Rechte hält, wird es bald zu der Situation kommen, dass die Linspires & Co. nur noch veraltete Software werden vertreiben können. Stallman ist ja kein dampfplauderndes Weichei und wird die GPLv3 durchsetzen, soll heißen: Die Verträge mit MS, die die Schutzgelderpressung enthalten, müssen gelöst werden, wenn die betroffenen Distris nicht in absehbarer Zeit auf veralteter Software sitzenbleiben wollen. Versuchen sie, die Verträge beizubehalten, wird es zur offenen Konfrontation zwischen der FSF und den Linspires kommen. Die Linspires können das nicht gewinnen, weil die GPL wie andere Lizenzen auch rechtsgültig ist. Fazit: Für einige Damen und Herren wird das böse Erwachen kommen, und das geflügelte Wort Gorbatschows "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!" wird wohl für die Linspires & Co. bald brutale Wahrheit werden. Aber die haben es auch redlich verdient, weil sie den Sinn der Open Source- und Free Software-Bewegung nicht verstanden und unterlaufen haben.
Gruß
enrico65