Immer wieder schön zu lesen, dass nicht jeder käuflich ist.
So erteilte kürzlich auch Mandriva dem Software-Giganten Microsoft in einer
Mitteilung auf corp.mandriva.com eine Absage bezüglich eines möglichen Patentabkommens.
Mandrivas Geschäftsführer François Bancilhon fand hier sehr klare Worte; klarer vielleicht noch als die
Worte des Ubuntuvaters Mark Shuttleworth.
So ist die Mitteilung gleich mit dem klaren Statement betitelt, man wolle nicht nach Canossa gehen.
Zwar sei man ebenso an bestmöglicher Interoperabilität interessiert, doch sollte man sich, um dieses Ziel zu erreichen, an offene Standards wie beispielsweise ODF halten.
Die permanenten Unterstellungen hinsichtlich angeblichen Code-Diebstahls in Linux und Open-Source-Anwendungen lässt der Mandriva-Chef auch nicht gelten. So müsse, wie in jedem demokratischen System, das Unschuldsprinzip gelten: jeder ist solange unschuldig, bis man Gegenteiliges bewiesen hat.
Weiter bezeichnet er sich und die seinen nicht als Freunde von Software-Patenten. Und dies sei noch eine milde Formulierung. Im Gegenteil, man betrachte das derzeitige Patentsystem als kontraproduktiv für die gesamte Industrie.
Die Mitteilung krönt François Bancilhon, indem er es als unnötig erachtet, von Microsoft beschützt zu werden oder irgendjemandem Schutzgeld (sic!) zu bezahlen.