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MAD

Der Gratulator

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Dienstag, 5. Juni 2007, 05:14

Xandros schließt ebenfalls Vertrag mit Microsoft

Traurig aber wahr. Xandros hat wie Novell ebenfalls einen Vertrag mit Microsoft geschlossen.
Mal sehen wer als nächstes umfällt?!

Schaust du hier :(
Gruß aus Senden/Bayern
Michael :thumbsup:

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Easyy-S

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Dienstag, 5. Juni 2007, 06:44

Der Hammer ist, daß Xandros nun keine Klagen wegen eventuellen Patentverletzungen zu befürchten hat.
Haben die jetzt alle Angst und schliessen sich dann mit MS zusammen um evtuellem Ärger aus dem Weg zu gehen ?!
Das wäre echt der Hammer ! Dann hätte MS mal wieder Erfolg auf der ganzen Linie.
Easyy-S

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basslord

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Dienstag, 5. Juni 2007, 12:15

Tja, ich bin mal gespannt, wer diesen Beispielen noch folgen wird. Ein Pakt mit dem Teufel ist aber IMHO der falsche Weg, das freie OS voranzubringen.

Wer denkt, dass nun die weniger Wissenden eher Linux nehmen, weil sie nicht befürchten müssen, Lizenzgebühren abzudrücken, irrt gewaltig.
Diese Leute werden so oder so bei M$ bleiben. Sicher schreckten nicht angeblich drohende Lizenzzahlungen vom Wechsel zu Linux, sondern andere Gründe.

Die Herren sollen mir mal eine Firma präsentieren, die diesem Lärm um Nichts für bahre Münze genommen haben und sich aus Angst vor frei erfundenen Lizenzgebühransprüchen gegen Linux entschieden haben. Ich lach mich schlapp.

Im Gegenteil: große Firmen und Regierungen setzen mehr und mehr auf Linux. Der einzige, der hier die Hosen voll hat, ist Herr Ballmer.

Ob das eine gute Werbung für Xandros ist, darf bezweifelt werden. Siehe Novell. Das hat ordentlich Credits gekostet.

Und vor allem: es ist total unnötig! Wer freizügig überall abkupfert, dürfte eigentlich allen bekannt sein.

Ubuntu wird jedenfalls kaum mit Bug#1 mauscheln, das währe dann zu unglaubwürdig. Also wähnen wir uns erstmal auf der sicheren Seite.
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lacarpe

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Dienstag, 5. Juni 2007, 12:22

Xandros will schlichtweg Geld verdienen. Da es nunmal schwer ist, sich von der großen Masse "konkurrierender" Linux-Distributionen abzuheben (insbesondere weil die meisten nichts kosten), suchen sie halt nach besonderen Alleinstellungsmerkmalen. "Xandros: Linux and Windows - The partner solution" oder so ähnlich. Microsoft als zuverlässiger Partner? Na, wenn sie sich da mal nicht irren.

Herzlicher Gruß,
lacarpe
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »lacarpe« (5. Juni 2007, 12:25)


enrico65

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Mittwoch, 6. Juni 2007, 16:56

Dieses von Herrn Ballmer und Co. initiierte Theater mit "Patentabkommen" wird sich in wenigen Wochen sowieso erledigt haben. Sobald die GPL v3 rechtskräftig ist, werden wichtige Projekte wie Samba auf die GPL v3 wechseln, und die verbietet explizit solche "Abkommen". Soll heißen: Xandros und Novell werden dann entweder gezwungen sein, ihre Abmachungen mit Gates und Ballmer zu lösen, oder sie dürfen keine neuen Versionen der o.g. Projekte mehr in ihren Distributionen vertreiben. Ob die Kunden dann für mehr und mehr veraltete Software zahlen wollen, darf bezweifelt werden. Der Schuß von Ballmer wird also wieder mal nach hinten losgehen.

Easyy-S

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Mittwoch, 6. Juni 2007, 20:52

Das sind doch mal gute Neuigkeiten.
Finde ich absolut klasse.
Da lassen ich mich mal überraschen, wo das hin führt.
Easyy-S

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frostbeule

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Donnerstag, 7. Juni 2007, 13:14

schade dass der Kernel nicht nach GPL 3 wechseln will - das wäre deutlich interessanter.
Aber der wechsel auf GPL3 ist eine gute neuigkeit bei diesen schlechten nachrichten mit den vertragsabschlüssen.

Easyy-S

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Montag, 11. Juni 2007, 01:12

Zu dem Thema gibt es einen sehr interessanten Bericht auf pro-linux:
http://www.pro-linux.de/berichte/linux-m…oft-lizenz.html
Easyy-S

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enrico65

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Montag, 11. Juni 2007, 13:41

@Easyy-S:
Peter Ganten hat da völlig Recht. Es muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass es keine "Lizenzsteuer" gibt, die man an MS zu zahlen hätte. Er hat auch Recht mit der Aussage, dass es MS nur darum geht, kurzfristig Einnahmen aus Lizenzen zu erzielen, obwohl der Grund dieser Lizenzen, nämlich die behaupteten Patente, gar nicht nachgewiesen sind. Allein die Tatsache, dass Ballmer und Gates wieder einmal die Karten nicht offen auf den Tisch legen, sondern eine Drohkulisse mit nebulösen Behauptungen aufzubauen versuchen, belegt eindrucksvoll, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar keine Patentverletzungen durch Linux gibt.

Was die Distri anbelangt: Xandros habe ich in mehreren Versionen getestet - und von der Platte verbannt. Klappt zu viel nicht, miserable Hardwareerkennung, sobald vom Mainstream etwas entferntere Bauteile eingesetzt werden, z.B. bei Notebooks. Das Abkommen ist natürlich das K.o.-Kriterium schlechthin. SuSE dito. Was soll ich mit einer zweitklassigen Distribution wie SuSE, wenn es doch etwas viel Besseres gibt ;)

@frostbeule:
Warten wir erst einmal ab. Linus hat seine Meinung zur GPL v3 bereits deutlich relativiert, und ich bin mir sicher, wenn erst einmal die Folgen, die diese dubiosen Abkommen mit Microdoof mit sich bringen, ersichtlich sind, wird auch der Kernel zur v3 wechseln. Aber schon allein Samba würde ja reichen, denn: Wenn eine Distribution nicht mehr als Server für Windoof-Clients eingesetzt werden kann, weil sie keine aktuelle Samba-Implementation mehr bieten darf, ist sie für sehr viele Anwender aus dem kommerziellen Bereich, also Unternehmen, uninteressant. Novell feuert sich somit ebenso wie Xandros mit voller Wucht ins eigene Bein. Die werden schon sehen, welch fataler Fehler es war, sich mit dem Gesindel aus Redmond einzulassen.

enrico65

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Dienstag, 12. Juni 2007, 12:09

Welch interessante Entwicklung: Nun hält Linus - nach einer Meldung von pro-linux.de - inzwischen den Wechsel des Kernels auf die GPL v3 doch für möglich. Das dürfte die Herren Gates und Ballmer aber gar nicht freuen :P
Hier der Link: http://www.pro-linux.de/news/2007/11308.html

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Dienstag, 12. Juni 2007, 13:10

das wird ja immer interessanter in dem Fall :)
ich bin gespannt was Microsoft sich ausdenkt für den Fall dass das tatsächlich passiert,.

ezazazel

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Dienstag, 12. Juni 2007, 15:55

Ich bin mir nicht sicher ob Euphorie tatsächlich angebracht ist, schließlich bedeutet GPLv3 auch, dass Programme zum lesen von DRM Inhalten keine Möglichkeit mehr haben. Man könnte nun meinen DRM soll sterben, aber jeder Algorithmus zum verschlüsseln von Inhalten (wie HD) ist damit automatisch außen vor. Ob man sich dabei nicht einen Bärendienst erweist, wird die Zukunft zeigen.
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Dienstag, 12. Juni 2007, 17:44

Einspruch! Natürlich richtet sich die kommende GPL auch gegen DRM, Richard Stallman betont das ja bei jeder Gelegenheit. Aber: Programme zum Lesen von DRM-Inhalten werden nicht per se verboten, sondern sind nur dann mit der GPL v3 inkompatibel, wenn sie sich gegen eine der vier Freedoms der GPL richten, also z.B. als Closed Source vertrieben werden sollen, oder der Algorithmus patentgeschützt ist. Ist z.B. ein Programm zum Verschlüsseln von HD's als Open Source veröffentlicht, wird es auch weiterhin vertrieben werden können. Das wäre ja Schwachsinn und würde insbesondere jeder Logik auch der Open Source-Bewegung widersprechen, wenn jede Form von Verschlüsselung von Inhalten plötzlich nicht mehr zugelassen wäre. Gerade bei einem sicheren System wie Linux! Es geht hier darum, dass nicht durch z.B. patentierte Algorithmen freie Software ausgehebelt wird. Die GPL v3 passt sich lediglich dem technischen Fortschritt und den Machenschaften gewisser Damen und Herren an, wie das bei der GPLv2 auch schon war. Es gibt dazu auf der Website der FSF ein schönes Video mit Richard Stallman vom November 2006. Besonders im zweiten Teil, wo Stallman dann in die Vollen geht und Gefängnisstrafen fordert, wird es interessant =)

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Dienstag, 12. Juni 2007, 18:01

Ja aber HD Inhalte werden sicher patentgeschützte Algorithmen benutzen, die wiederum primär von komerziellen Programmen lizensiert und vertrieben werden... und damit geht ja wieder nichts. Oder missverstehe ich da etwas?
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Dienstag, 12. Juni 2007, 18:13

Nein, die Verschlüsselungsalgorithmen selbst, z.B. Blowfish, DES, 3DES, AES, Twofish u.s.w., liegen größtenteils offen. Für HD-Verschlüsselung on the fly gibt es z.B. TrueCrypt, das ist Open Source und verwendet auch teilweise diese Algorithmen. Wie es in der Windoof-Welt bei kommerzieller Verschlüsselungssoftware aussieht, kann ich nicht sagen, ich habe diese Möchtegern-Betriebssysteme nie verwendet. Die Standard-Algorithmen jedoch werden auch für jegliche Art sicherer Kommunikation verwendet. Und viele Open Source-Programme, die unter der GPL stehen, verwenden diese Algorithmen. Ich denke jetzt z.B. an steghide, Steganografiesoftware also. Wäre da irgendetwas patentiert oder closed source, könnte es nicht unter der GPL stehen.

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Dienstag, 12. Juni 2007, 18:24

Dann verstehe ich das nicht ganz...

Zitat


Die Free Software Foundation (FSF) hat in die GPLv3 erstmals Regelungen zum Umgang mit Softwarepatenten und DRM aufgenommen. Gerade das sieht Carmony als Gefahr, da Linux-Distributoren keine GPL-Software mehr mit proprietären Komponenten anbieten können.

Desktop-User legten aber Wert auf proprietäre Treiber, Codecs und Software und wollten auch geschützte DVDs abspielen können. Linspire habe in den letzten sechs Jahren hart daran gearbeitet, den Nutzern auch solche Techniken anzubieten.


Quelle: http://www.heise.de/open/news/meldung/90770
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Dienstag, 12. Juni 2007, 19:04

Ja, das sieht offensichtlich Linspire so. Die haben ja auch ein kommerzielles Interesse daran. Andere, wie z.B. der ehemalige Hersteller von MainActor, die Firma MainConcept, sehen das sicher auch so, weil die den MainActor eingestellt haben und jetzt Codecs verkaufen wollen.

Wegen dieser Mißverständnisse DRM betreffend hat die FSF eigens im letzten Draft der GPL Textänderungen vorgenommen (wird in Fußnote 7 explizit erwähnt). Beispiel: Der MPlayer ist wie Xine auch unter der GPL lizenziert. Beide spielen von Haus aus keine verschlüsselten Video-DVD's ab. Es wird auch unter der GPL v3 der MPlayer und Xine in jeder Distribution vertrieben werden können wie bisher. Wer dann die o.e. Video-DVD's abspielen möchte, muß die unter der GPL stehende libdvdcss nachinstallieren oder sich LinDVD beschaffen. Letzteres darf, weil proprietär, nicht mit unter der GPL v3 stehenden Distris vertrieben werden. Linspire hat dann natürlich ein Problem, weil die ein bißchen sehr viel proprietäre Software integriert haben, um ihr Produkt verkaufen zu können.

Fazit: Die proprietären Treiber, Codecs und Software bekomme ich auch jetzt schon meistens aus juristischen Gründen nicht frei Haus geliefert, sondern muß sie nachinstallieren. Das geht bei Ubuntu ja mit ein paar Klicks, bei anderen auch. Die GPL v3 ändert hier kaum etwas, wird es Firmen wie Linspire jedoch deutlich schwerer machen, freie und proprietäre Programme zu mischen und dies teuer anzubieten. Und was die "harte Arbeit" anbetrifft, die Carmony anspricht: MintLinux kann das auch, und zwar kostenlos und ebenfalls frei Haus. Und die Iren haben dazu keine sechs Jahre gebraucht.

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Mittwoch, 13. Juni 2007, 16:16

Verstehe. Danke für die ausführliche Erklärung.
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